• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ForschungKrankheitenMedikamenteNewsPsychologieRatgeber

Depressionen: Gegen diesen Subtyp sind Medikamente machtlos

von Adriana Schellander Posted on 17.07.2023 11:0714.07.2023 18:13

Dysthymie, zyklothyme Störungen oder Bipolarität – Depressionen äußern sich in diversen Formen und Schweregraden, die unterschiedliche Behandlungsansätze erfordern. Einem amerikanischen Forschungsteam gelang es nun, einen bislang unbekannten Subtyp der Depression zu identifizieren, der mit traditionellen Arzneimitteln nicht effektiv behandelt werden kann.

Neuer Subtyp entdeckt

Mediziner der amerikanischen Stanford Medicine beschreiben im Rahmen einer aktuellen Forschungsarbeit einen neuen Subtyp der Depression, von dem rund 27 Prozent aller depressiven Patienten betroffen sein sollen. Im Verlauf der Studie erhielten 1.008 Probanden mit einer zuvor nicht behandelten, schweren depressiven Störung nach dem Zufallsprinzip eines von drei häufig verschriebenen Antidepressiva: Escitalopram, Sertralin oder Venlafaxin-XR.

Vielfältige Symptomatik erfasst

Vor und nach der Behandlung mit den Antidepressiva erfassten die Fachleute die depressiven Symptome der Teilnehmer. Während die erste Erhebung von einem Arzt durchgeführt wurde, beruhte die andere auf der Selbsteinschätzung der Patienten. So wurden die Probanden angewiesen, Fragen zu ihrem Schlafrhythmus, Essverhalten sowie Sozial- und Berufsleben zu beantworten. Darüber hinaus absolvierten die Teilnehmer vor und nach der Therapie mehrere kognitive Tests, bei denen unter anderem das verbale Gedächtnis, das Arbeitsgedächtnis, die Entscheidungsgeschwindigkeit und die anhaltende Aufmerksamkeit gemessen wurden.

Neuronale Aktivität gemessen

Zudem wurden 96 Versuchsteilnehmer einer funktionellen Magnetresonanztomografie unterzogen, während der sie so schnell wie möglich eine Taste drücken mussten, wenn sie den Schriftzug „Go“ in grüner Farbe sahen und nicht drücken durften, wenn sie „NoGo“ in roter Farbe erblickten. Im Zuge dieser Untersuchung maßen die Experten die neuronale Aktivität in verschiedenen Gehirnregionen anhand der Veränderungen des Blutsauerstoffgehaltes. Anschließend verglichen die Mediziner die MRT-Ergebnisse der depressiven Teilnehmer mit den Daten von Probanden ohne Depression.

Verminderte Hirnaktivität als Auslöser

Die Forscher gelangten zu der Erkenntnis, dass sich bei 27 Prozent der Versuchspersonen eine Kombination aus Planungsunfähigkeit, mangelnder Selbstkontrolle, unangemessenem Verhalten und Konzentrationsschwierigkeiten manifestierte. Als die Fachleute der Ursache dieser Symptome auf den Grund gingen, stellte sich heraus, dass die Betroffenen eine verminderte Aktivität in jenen Hirnregionen aufwiesen, die für diese Funktionen zuständig sind.

Herkömmliche Anti-Depressiva ungeeignet

Laut den Experten kann der neue Subtyp vor allem durch objektive Bildgebungsverfahren ermittelt werden. Fragebögen und Aufgaben zur kognitiven Leistung können ebenso dazu beitragen, die richtige Diagnose zu stellen. Bei der Therapie sollten Mediziner allerdings beachten, dass die Symptomatik durch die traditionelle Behandlung mit Antidepressiva kaum oder gar nicht gelindert wird. Diese Arzneimittel sorgen normalerweise dafür, dass der Stoffwechsel der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin wieder ins Gleichgewicht gebracht wird, sodass in weiterer Folge ein stimmungsverbessernder und angstlösender Effekt eintritt. Da diese Wirkung bei Patienten dieses Subtyps zumeist ausbleibt, empfehlen die Fachleute stattdessen die Betroffenen mit alternativen Antidepressiva oder anderen Behandlungsformen zu therapieren, welche die Regeneration der Sozialkompetenz begünstigen.
„Diese Studie ist von entscheidender Bedeutung, weil Psychiater nur wenige Messinstrumente für Depressionen haben, um Behandlungsentscheidungen zu treffen“, konkludiert Studienautorin Dr. Laura Hack.

Depressionen: Gegen diesen Subtyp sind Medikamente machtlos

Vorheriger Artikel

Gefährliche Durchfallerkrankungen: Dieses Spurenelement sorgt für langanhaltende Immunität
Depressionen: Gegen diesen Subtyp sind Medikamente machtlos

Nächster Artikel

Neue Studie zeigt: Smartwatches verraten Parkinson-Risiko
Auch interessant
Aus Gift wird Medikament: Behandlung von Depression, Parkinson und ALS bald mit Tetanus-Toxin?
Aus Gift wird Medikament: Behandlung von Depression, Parkinson und ALS bald mit Tetanus-Toxin?
Posted on 15.07.2021 16:1715.07.2021 10:17
Nicht immer eine Erkältung: Warum Halsschmerzen entstehen und welche Hausmittel helfen
Nicht immer eine Erkältung: Warum Halsschmerzen entstehen und welche Hausmittel helfen
Posted on 17.01.2023 11:3113.01.2023 11:04
STIKO-Empfehlung: Für junge Menschen nur noch BioNTech
STIKO-Empfehlung: Für junge Menschen nur noch BioNTech
Posted on 16.11.2021 06:1317.11.2021 17:38
ADHS: Bei diesen Anzeichen sollten Sie hellhörig werden
ADHS: Bei diesen Anzeichen sollten Sie hellhörig werden
Posted on 21.10.2021 05:5920.10.2021 14:39
Scheidungen führen zu Verdopplung des Demenzrisikos
Scheidungen führen zu Verdopplung des Demenzrisikos
Posted on 04.09.2019 18:0229.06.2020 15:16
Schlafprobleme? Telemedizin verspricht schnellen Therapieerfolg
Schlafprobleme? Telemedizin verspricht schnellen Therapieerfolg
Posted on 03.07.2020 17:0303.07.2020 11:34

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum