• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ErnährungForschungNewsRatgeber

Genverändernde Pflanzenöle? Bedenkliche Substanzen in verschiedenen Produkten nachgewiesen

von Adriana Schellander Posted on 20.09.2023 05:2420.09.2023 12:33
Eine Flasche Öl steht neben einem Topf mit Kräutern auf einem gedeckten Tisch

Pflanzenöle gelten schon seit Langem als gesunde Alternative zu Butter und tierischen Fetten. Die Lebensmittel zeichnen sich im Allgemeinen durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren aus, die zu einem ausgeglichenen Cholesterinspiegel beitragen. Doch der Verzehr der beliebten Produkte birgt auch Gesundheitsrisiken: Ein deutsches Forschungsteam konnte durch ein neues Verfahren mehrere erbgutschädliche Inhaltsstoffe in verschiedenen Pflanzenölen nachweisen.

Harmlose Substanz als Verursacher

Die verhängnisvollen Auswirkungen auf das Erbgut sind in erster Linie auf einen zentralen Inhaltsstoff vieler pflanzlicher Öle zurückzuführen: der Omega-3-Fettsäure Linolensäure. Diese Substanz gilt im Allgemeinen als harmlos und kann sich sogar positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Sobald die Säure jedoch mit Sauerstoff in Kontakt gerät, durchläuft sie einen bestimmten Prozess, der fachsprachlich als Oxidation bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um einen Vorgang, bei dem das Öl durch den Kontakt mit Sauerstoffstoffverbindungen Elektronen verliert, sodass sich dessen chemische Zusammensetzung verändert. Daraus können in weiterer Folge gesundheitsschädliche Verbindungen hervorgehen – sogenannte epoxidierte Fettsäuren. Diese können wiederum Entzündungen hervorrufen, Schäden an den Zellmembranen verursachen oder zu oxidativem Stress führen – einem Überschuss an freien Radikalen, der den Abwehrmechanismus schwächt.

Diverse Pflanzenölsorten analysiert

Im Rahmen einer Studie untersuchten Forscher der deutschen Justus-Liebig-Universität Gießen in welchem Ausmaß sich epoxidierte Fettsäuren in verschiedenen Pflanzenölen bilden. Hierbei setzten die Fachleute auf ein spezielles Verfahren namens hochauflösende Massenspektrometrie, wodurch die genaue Masse von Atomen und Molekülen in einer Probe bestimmt werden kann. Im Zuge der Untersuchungen analysierten die Experten 31 unterschiedliche Pflanzenöle, darunter weitverbreitete Sorten und Bioprodukte wie beispielsweise:

  • Sonnenblumenöl
  • Kokosöl
  • Sesamöl
  • Leinöl
  • Distelöl
  • Rapsöl
  • Olivenöl
  • Walnussöl
  • Hanföl
  • Erdnussöl

Erbgutverändernde Inhaltsstoffe nachgewiesen

Insgesamt konnten die Fachleute acht unterschiedliche genotoxische Substanzen nachweisen. Hierbei handelt es sich um Verbindungen, welche die menschliche DNA so verändern, dass in weiterer Folge genetische Schäden entstehen können. Hinsichtlich der Genotoxizität stellten die Forscher fest, dass vor allem der Zeitraum, in dem Öl an der Luft gelagert wurde, eine entscheidende Rolle spielt: Umso länger das Produkt Sauerstoffverbindungen ausgesetzt war, desto mehr erbgutverändernde Substanzen enthielt es. „Unsere Analysen sind von großer Bedeutung, denn Pflanzenöle stecken in fast allen Lebensmitteln; in vielen Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika“, betont Studienerstautorin Morlock. Das Forschungsteam hebt hervor, dass vor allem Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren zu Oxidation und daher auch zu potenziell schädlichen Veränderungen der Inhaltsstoffe neigen.
Wie sich die genotoxischen Substanzen konkret auf den menschlichen Organismus auswirken, soll im Rahmen weiterer Untersuchungen geklärt werden. Erste Experimente anhand simulierter Leberenzyme deuten jedoch darauf hin, dass eine gesunde Leber dazu in der Lage ist, die meisten Genotoxine zu entgiften.

Richtige Lagerung von Bedeutung

Trotz der gewonnenen Erkenntnisse müssen Konsumenten nicht auf Pflanzenöle verzichten – mit der richtigen Lagerung können Gesundheitsrisiken nämlich größtenteils reduziert werden. Um der Oxidation entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, den Ölbehälter stets luftdicht zu verschließen. Auch dunkle, trockene Lagerorte unter 25 Grad Celsius tragen dazu bei, den potenziell schädlichen Prozess zu verlangsamen. Geöffnete Speiseöle sollten nach Ablauf des Verfallsdatums bei gesundheitlichen Bedenken nicht mehr konsumiert werden.

Bildquellen

  • : Unsplash.com; Dimitri Karastelev
Genverändernde Pflanzenöle? Bedenkliche Substanzen in verschiedenen Produkten nachgewiesen

Vorheriger Artikel

Demenz: Innovativer Elektronen-Helm ermöglicht frühe Diagnose
Genverändernde Pflanzenöle? Bedenkliche Substanzen in verschiedenen Produkten nachgewiesen

Nächster Artikel

West-Nil-Fieber: Deutsches Forschungsteam entwickelt rettenden Impfstoff
Auch interessant
Ist Vitamin D das Heilmittel gegen Covid-19?
Ist Vitamin D das Heilmittel gegen Covid-19?
Posted on 12.03.2021 11:2412.03.2021 12:22
Das verrät der Klang der Stimme über unseren Charakter
Das verrät der Klang der Stimme über unseren Charakter
Posted on 13.05.2021 18:4814.05.2021 11:42
Blutzucker senken? Meditation und Yoga machen es möglich
Blutzucker senken? Meditation und Yoga machen es möglich
Posted on 14.10.2022 05:3811.10.2022 13:39
Eine frühzeitig erkannte Fettleber ist reversibel
Eine frühzeitig erkannte Fettleber ist reversibel
Posted on 01.10.2019 16:0029.06.2020 15:15
„Wer aufhört zu lernen, ist alt.“ – So unterstützt Bildung die kognitive Fitness im Alter
„Wer aufhört zu lernen, ist alt.“ – So unterstützt Bildung die kognitive Fitness im Alter
Posted on 03.06.2021 16:1401.06.2021 17:02
Soziale Medien können bei Kindern und Jugendlichen Depressionen verursachen
Soziale Medien können bei Kindern und Jugendlichen Depressionen verursachen
Posted on 17.07.2019 17:2429.06.2020 15:16

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum