Wie gefährlich sind die neuen genmanipulierten Mücken wirklich?

Ein schief gegangenes Experiment zur Genmanipulation von Moskitos könnte nun bedrohliche Folgen für die Menschheit haben. Ein Stamm der Insekten wurde so verändert, dass er ein dominantes tödliches Gen in sich trägt. Dieses sollte ursprünglich die Fortpflanzung der Mücken vermeiden – stattdessen wurden die Insekten nach kurzer Zeit aber robuster und ihre Anzahl steigt.

Zusammenfassung des Experiments

Durch das missglückte Mücken-Experiment haben Forscher Insekten geschaffen, die ein tödliches Gen in sich tragen, das die Fortpflanzung verhindert – dies allerdings nur kurzzeitig. Die Yale University veröffentlichte dazu einen Bericht, der in dem englischsprachigen Fachjournal „Scientific Reports“ erschien.
Die Forschung hatte zum Ziel die Moskitos genetisch so zu modifizieren, dass sie weniger Nachkommen zeugen, um die Populationsgröße einzudämmen. Das Experiment scheiterte, denn die Gene der manipulierten Insekten vermischten sich mit den einheimischen Mücken, was eigentlich unmöglich hätte sein sollen.

Fehlgeschlagene Forschung: Grund zur Sorge?

Der Versuch wurde ursprünglich durchgeführt, um durch die Tiere übertragbare gefährliche Krankheiten wie Dengue-Fieber, Chikungunya, Gelbfieber und Zika-Fieber zu bekämpfen. Über 27 Monate wurden jede Woche circa 450.000 Männchen des genetisch veränderten Mückenstamms freigelassen. Zuerst ging die Mückenpopulation zurück, doch nach 18 Monaten stieg die ihre Zahl wieder.
Die Gene des Freisetzungsstamm hätten nicht in die Allgemeinbevölkerung kommen sollen, da die Nachkommen hätten absterben sollen, doch dies trat überraschenderweise dann nicht ein. Diese Entwicklung war unvorhersehbar. Möglicherweise hat die Genmanipulation dazu geführt die Moskitos noch robuster zu machen. Damit wäre die Situation völlig verändert. Die Öffentlichkeit bekam die Information, dass die modifizierten Insekten aber in keiner Weise ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Zukünftige Experimente sollen kontrolliert werden

Die Wirksamkeit des Freisetzungsprogramms ließ nach etwa 18 Monaten nach, anschließend pendelte sich die Anzahl der Mücken wieder ungefähr bei der Menge vor dem Experiment ein. Die Resultate legen nahe, wie wichtig es ist in Zukunft ein genetisches Überwachungsprogramm während der Freisetzung von transgenen Organismen zu nutzen, damit ungeplante Konsequenzen erkannt werden. Der manipulierte Mückenstamm wurde von einem Unternehmen geschaffen, das vorher schon die FDA-Zulassung für ähnliche Experimente bekommen hatte.

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