Vorbräunen vor dem Urlaub – Eine gute Idee?

Eine zart gebräunte Haut mit dem gewissen „Glow“ gilt als schön und sexy. Viele Menschen planen sich die gewünschte Bräune über den Urlaub zu holen. Doch um am Strand nicht gleich einen schlimmen Sonnenbrand zu bekommen, welcher nicht nur unschön aussieht, sondern auch schmerzt, wird vorher immer häufiger das Solarium aufgesucht.

Vorbräunen steigert nicht den Schutz der Haut

Die Besuche im Solarium vor dem Urlaub bringen jedoch leider nichts. Häufig wird die Ansicht vertreten, Vorbräunen sei gesünder für die Haut, als sie direkt den intensiven Sonnenstrahlen auszusetzen. Braune Haut ist jedoch nicht besser vor den UV-Strahlen geschützt, als blasse Haut.

Direktes Sonnenlicht schadet der Gesundheit

Immer wieder warnen Gesundheitsexperten vor dem Sonnenbaden und dem „Hype“ um die perfekte Bräune. Allerdings lieben viele Deutschen das Bräunen und legen sich bei sommerlichen Temperaturen gerne in die pralle Sonne. Speziell Menschen mit einem hellen Hauttyp erleiden dann jedoch schnell einen schmerzhaften Sonnenbrand. Das sollte unbedingt vermieden werden, denn die dadurch entstehenden gesundheitlichen Schäden sind ernst. Auch heute werden diese noch häufig unterschätzt. Jeder einzelne Sonnenbrand wird auf eine Art „Haut-Konto“ addiert, sodass mit jedem Mal das Hautkrebs-Risiko steigt. Auch Vorbräunen schützt nicht, sondern schadet eher noch mehr. Fachleute raten deshalb davon ab.

Auch blasse Haut ist schön

Heutzutage gilt zumindest stark gebräunte Haut nicht mehr als Schönheitsideal, wie es noch Anfang der 2000er der Fall war. Experten zufolge ist diese Veränderung dringend überfällig, denn eine Sonnenbräune ist niemals gesund. Dies ist ersichtlich, betrachtet man den Bräunungsvorgang einmal ganz sachlich: Die Haut bräunt sich, um sich zu wehren. Durch die kurzwelligen und energiereichen UVB-Strahlen entsteht der Farbstoff Melanin. Dieser lässt die Haut braun erscheinen, ist jedoch nur ein einfacher Schutzmechanismus – und damit nichts Positives. Die langwelligen UVA-Strahlen dringen wiederum tiefer in die Haut ein und führen so zu Bindegewebsschäden. Die Haut büßt an Elastizität ein und es entstehen Altersflecken und Falten. Sonnenbaden führt somit zu einer vorzeitigen Hautalterung. Jegliche Bräunung, ob in der Sonne oder im Solarium, schadet daher der Haut.

Hohes Krebsrisiko dank Solarium

Auf das Solarium sollte unbedingt verzichtet werden. Nicht nur, dass Vorbräunen der Haut keine Vorteile verschafft – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ordnet Solarien in die oberste Kategorie der Krebsrisiken ein.
UV-Strahlen sind hauptsächlich für die Entstehung von Hautschäden und -krebs verantwortlich. Bereits seit mehreren Jahrzehnten steigt die Häufigkeit von Hautkrebs stetig an. Dabei wird zwischen dem „schwarzen“ Hautkrebs, also dem malignen Melanom, und dem „weißen“ (oder hellen) Hautkrebs unterschieden.
Schätzungen der WHO zufolge gibt erkranken jährlich zwischen zwei und drei Millionen Menschen an weißem Hautkrebs und mehr als 250.000 an schwarzem Hautkrebs. In Deutschland gibt es laut den Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft jedes Jahr bis zu 190.000 neue Hautkrebs-Fälle. Wird die Erkrankung früh erkannt, bestehen meist gute Chancen auf eine erfolgreiche Therapie.

Ausreichend Lichtschutzfaktor ist wichtig

Schon im Frühling gilt es Vorsicht walten zu lassen, denn die starke Frühlingssonne wird gern unterschätzt. Nur ein ausreichender Sonnenschutz mit UVA- und UVB-Strahlenschutz reduziert das Hautkrebsrisiko. Die Empfehlung der Schweizer Krebsliga lautet für die Zeit zwischen März und April: Während der Mittagszeit direkte Sonne meiden und zwischen elf und 15 Uhr unbedeckte Hautstellen gut eincremen. Auch der UV-Index kann eine Hilfestellung geben. In die pralle Sonne sollte man sich jedoch auch mit Sonnenschutzmittel immer nur kurz begeben, denn das Hautkrebsrisiko besteht grundsätzlich trotz Sonnenschutz fort.

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