Pestizid-Spuren in roten Chilis gefunden

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Wissenschaftliche Analysen zeigten kürzlich, dass der regelmäßige Verzehr von Chilis gesundheitlich vorteilhaft sein kann. Sogar zu einem längeren Leben sollen die Schoten führen. Allerdings wurden nun bei Chilis aus dem Handel Spuren eines Pflanzenschutzmittels gefunden. Es folgten detaillierte Untersuchungen, aus denen hervorging, dass die Verbraucher jedoch keine Bedenken haben müssen.

Keine gesundheitliche Gefahr durch Carbofuran

Die Rückstände von Carbofuran wurden von einem Landeslabor bei Untersuchungen von gefrorenen roten Chilis ohne Stiel entdeckt. Eine körperliche Beeinträchtigung brauchen die Verbraucher jedoch nicht zu befürchten. Die in den roten Chilis entdeckten Spuren sind unbedenklich. Dies bestätigte auf Anfrage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Laut dessen Bewertung ist ein gesundheitliches Risiko dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zufolge sehr unwahrscheinlich.

Ist scharfes Essen gesund?

Gesundheitsexperten sind zwiegespalten, ob scharfes Essen für die Gesundheit eher förderlich oder schädlich ist. Zahlreiche Menschen klagen nach dem Genuss scharf gewürzter Gerichte über Magen-Darm-Beschwerden. Bauchschmerzen, Durchfall, Sodbrennen und Verdauungsprobleme sind dabei keine Seltenheit. Allerdings wurde ebenfalls wissenschaftlich belegt, dass scharfe Chilis einen positiven Einfluss auf Bluthochdruck haben und dank Inhaltsstoffen wie Capsaicin die relative Lebenserwartung steigern.

Andere Pestizidrückstände

Laut den aktuellen Informationen ist Carbofuran ein Pflanzenschutzmittel gegen bestimmte Insekten, Fadenwürmer, Milben und Zecken. Fachleuten zufolge ist bei Berücksichtigung der Verzehrmenge von roten Chilis keine Überschreitung der akuten Referenzdosis (ARfD) von Carbofuran zu erwarten. Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.
In den zehn Proben des Herstellers, welche insgesamt 2308 Gramm Chilis umfassten, wurden jedoch noch andere Pestizide entdeckt. Deren Rückstände sind im Vergleich zum Carbofuran-Fund allerdings vollkommen irrelevant, da die Mengen nur sehr gering waren. Somit geht auch hiervon kein gesundheitliches Risiko aus. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Probenzahl nur klein war. Die Untersuchungsergebnisse können daher nicht generell auf rote Chilis übertragen werden.

Übliche Verzehrmengen unbedenklich

In den gefrorenen roten Chilis wurden 0,061 Milligramm Carbofuran-Rückstände pro Kilogramm gefunden. Kinder müssten etwa vier Chilis an einem Tag essen, um die akute Referenzdosis zu erreichen. Bei Erwachsenen liegt die empfohlene Höchstdosis bei 187 Gramm am Tag. Selbst für große Gerichte, welche Chili beinhalten, wird normalerweise höchstens ein Exemplar pro Portion verwendet. Von dem Lebensmittel geht somit kein Gesundheitsrisiko aus – und Sie können weiterhin bedenkenlos scharfes Curry, Chili con Carne etc. genießen.

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