• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ForschungKrankheitenMedikamenteNews

Eine Zukunft ohne lange Warteliste und Dialyse: Bald möglich dank künstlicher Niere?

von Luana Rothner Posted on 06.09.2023 05:5106.09.2023 17:14
Sechs Personen in einem Operationssaal in OP-Kleidung

Rund 100.000 Menschen in Deutschland leiden an einem endgültigen Nierenversagen. Diese bedrohliche Erkrankung beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität Betroffener, sondern erhöht darüber hinaus das Risiko eines vorzeitigen Todes. Um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden, müssen sich die Patienten regelmäßig Blutbehandlungen unterziehen oder eine Spenderniere implantieren lassen. Das US-amerikanische Kidney Project möchte den Alltag Betroffener zukünftig durch eine künstliche Niere einfacher gestalten. Das Ziel: keine langen Wartelisten für Spenderorgane und niedrige Kosten.

Nieren – das meistbenötigte Spenderorgan in Deutschland

Aktuell stehen in Deutschland laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation 8.496 Personen auf der Warteliste für ein Spenderorgan – die meisten von ihnen warten auf eine Spenderniere. In den meisten Fällen erfolgt in Deutschland eine Organspende nach dem Tod des Spenders – nur jedes sechste Organ stammt aus einer Lebendorganspende. Doch auch bei den postmortalen Spenden zeigt sich ein verhängnisvoller Mangel: Im Jahr 2022 gab es deutschlandweit nur 869 Personen, deren Niere nach ihrem Tod gespendet wurde. Die Nachfrage ist hierbei somit weitaus größer als das Angebot. Dies führte dazu, dass im Jahr 2022 743 Personen auf der Warteliste verstarben.

Ohne eine Spenderniere sind Patienten, bei denen beide Nieren nicht mehr funktionstüchtig sind, auf eine Dialyse angewiesen. In Deutschland sind dies derzeit, so die Deutsche Nierenstiftung, circa 80.000 Personen. Meist müssen diese dreimal wöchentlich ein Dialysezentrum aufsuchen, um dort das Blut außerhalb des Körpers von Schadstoffen zu reinigen. Regelmäßige Dialyse ist jedoch nur eine kurzfristige Lösung. Zwar ist eine Spenderniere die beste Option, doch wird der Bedarf an Spenderorganen nicht gedeckt. Mit einer bioartifiziellen Niere des Kidney Projects soll den Patienten geholfen werden, in Zukunft ohne Dialyse durch den Alltag zu gehen.

Erste Erfolge der bioartifiziellen Niere bei Schweinen

Das Forschungsteam veröffentlichte die aktuellen Fortschritte in Nature Communications. Den Experten gelang es, ohne die Verabreichung immunsuppressiver Medikamente eine künstliche Niere in ein Schwein zu implantieren, sodass die Zellen mehr als 90 Prozent ihrer Funktionsfähigkeit behielten. Klinische Tests stehen noch bevor.

Die bioartifizielle Niere ist in etwa so groß wie eine Tasse. Sie besteht aus einem sogenannten Hämofilter, durch den das ankommende Blut in ein „Ultrafiltrat“, bestehend aus gelösten Giftstoffen, Salzen und Zucker verarbeitet wird. Der zweite wichtige Bestandteil der bioartifiziellen Niere ist ein Bioreaktor: Mit ihm wird mithilfe von Nierenzellen das Ultrafiltrat in Urin verarbeitet und anschließend in die Blase geleitet. Um zu gewährleisten, dass der Körper des Patienten die Niere annimmt, sind die Poren der Membranen kleiner als Immunzellen und Antikörper. Dadurch werden die Zellen der bioartifiziellen Niere nicht vom Immunsystem des Körpers angegriffen.

Vorerst nur eine Alternative zur Dialyse

Realistisch betrachtet wird die künstliche Niere anfangs noch nicht so gut funktionieren wie eine natürliche Niere. Mit den technologischen Entwicklungen der kommenden Jahre soll sich dies allerdings ändern, sodass das künstliche Entgiftungsorgan in Zukunft dauerhaft im Körper verbleiben kann. Das Forschungsteam betont hierbei das Ziel, Patienten ein Leben ohne Dialyse ermöglichen zu wollen.

Bis die künstliche Niere für Patienten verfügbar ist, wird es vermutlich noch dauern. Die Forschenden streben an, die bioartifizielle Niere bis 2030 auf den Markt zu bringen.

Bildquellen

  • : Unsplash.com; Piron Guillaume
Eine Zukunft ohne lange Warteliste und Dialyse: Bald möglich dank künstlicher Niere?

Vorheriger Artikel

Studien zeigen: Plötzlicher Herzstillstand kündigt sich bei Frauen anders an
Eine Zukunft ohne lange Warteliste und Dialyse: Bald möglich dank künstlicher Niere?

Nächster Artikel

Nicht immer ungesund: Wie Schokolade Herzkrankheiten entgegenwirkt
Auch interessant
Ernährungsumstellung geplant? Diese kleinen Änderungen sorgen für Erfolg
Ernährungsumstellung geplant? Diese kleinen Änderungen sorgen für Erfolg
Posted on 19.03.2021 16:1319.03.2021 13:52
Darmkrebs: Erhöhtes Risiko durch nitrithaltiges Fleisch
Darmkrebs: Erhöhtes Risiko durch nitrithaltiges Fleisch
Posted on 05.01.2023 05:5708.01.2023 22:12
Unterschätzte Gesundheitsgefahr für Kinder: Magnete
Unterschätzte Gesundheitsgefahr für Kinder: Magnete
Posted on 16.03.2021 16:2816.03.2021 15:24
Neuroprothesen: Gelähmte können wieder sprechen
Neuroprothesen: Gelähmte können wieder sprechen
Posted on 29.08.2023 11:2229.08.2023 14:38
Bestimmt der Darm über die Wirksamkeit von Krebstherapien?
Bestimmt der Darm über die Wirksamkeit von Krebstherapien?
Posted on 12.03.2020 15:3829.06.2020 15:10
Gesundheitliche Überwachung via Gold-Tattoo: Ist das die Zukunft?
Gesundheitliche Überwachung via Gold-Tattoo: Ist das die Zukunft?
Posted on 09.04.2021 05:2408.04.2021 14:46

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum