Deshalb sollten Sie auch im Winter unbedingt genug Wasser trinken

Im Sommer fällt es uns dank hohen Temperaturen und Aktivitäten an der frischen Luft meist leichter, ausreichend Wasser zu trinken. Es ist jedoch auch in der kalten Jahreszeit enorm wichtig, dem Körper genug Flüssigkeit zuzuführen. Trinkt man zu wenig, ist die Gesundheit bedroht, denn Flüssigkeitsmangel kann zu zahlreichen geistigen und körperlichen Beschwerden führen. Dazu zählen beispielsweise Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Mundtrockenheit und Verstopfung. Oftmals wird die Flüssigkeitszufuhr im Winter allerdings vernachlässigt.

Nieren brauchen mehr Flüssigkeit

Besonders in den kühleren Monaten kommt der Luftfeuchtigkeit eine große Bedeutung zu. Die Zentralheizung hat ein trockeneres Raumklima zur Folge, wodurch es schon durch das Atmen zu einem größeren Flüssigkeitsverlust kommen kann.
Darüber hinaus scheiden die Nieren mehr Urin aus, wenn es kalt ist, doch mehr getrunken wird deshalb nicht. Viele Menschen vergessen, genug Wasser zu trinken, wenn sie nicht gerade aktiv ins Schwitzen gekommen sind.

Unangenehme Symptome von Flüssigkeitsmangel

Ist der Flüssigkeitsverlust größer als die zugeführte Wassermenge, dehydriert der Körper. Bereits eine geringe Dehydration kann zu schlechter Laune, Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten führen. Hierbei meldet sich der Körper durch ein Durstgefühl.
Untersuchungen haben bereits dargelegt, dass Personen, die dauerhaft zu wenig trinken, mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Nierensteine, chronische Nierenerkrankungen und Harnwegsinfekte zu entwickeln. Auch eine minimale Dehydrierung schadet der Funktion der Zellen, die die Blutgefäße auskleiden, bereits fast genauso wie der Konsum einer Zigarette. Zudem wird Flüssigkeitsmangel mit arterieller Gefäßsteifigkeit, Blutdruckregulation, Entzündungen, etc. in Zusammenhang gebracht. Diese können das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle ansteigen lassen.
Eine Forschungsarbeit, die im Fachjournal „Diabetes Care“ erschienen ist, stellte außerdem eine Verbindung zwischen einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme und Diabetes fest. Die Wasserzufuhr spielt neben den Ernährungsgewohnheiten und der körperlichen Aktivität eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Volkskrankheit.

Auf diese Menge sollten Sie kommen

Pauschale Angaben darüber, wie viel Wasser ein Mensch benötigt, gibt es nicht. Der Flüssigkeitsbedarf ist von diversen Faktoren wie der Umgebungstemperatur und der körperlichen Betätigung abhängig. Jemand, der viel Sport treibt, braucht mehr Wasser als viel sitzende Personen.
Den Empfehlungen der US-amerikanischen Bundesanstalt für Medizin zufolge sollten Frauen allerdings etwa 2,7 Liter Flüssigkeit am Tag aufnahmen, Männer sogar 3,7 Liter. Circa 20 Prozent können dabei abgezogen werden, um die ideale Trinkmenge zu errechnen, da diese Menge meist über die Nahrung bezogen wird.
Die deutschen Empfehlungen sind ähnlich. Die Techniker Krankenkasse (TK) rät beispielsweise mindestens 2 bis 3 Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. In etwa sollten es 35 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht sein, bei Kindern und Säuglingen sogar etwas mehr. Wem es schwer fällt, so viel zu trinken, der kann zumindest versuchen, mehr Obst und Gemüse in den Speiseplan zu integrieren. Die Lebensmittel bestehen zu einem Großteil aus Wasser, sodass sie ebenfalls hydratisierend wirken. Darüber hinaus sollten stark salzige Nahrungsmittel gemieden werden, denn sie haben den gegenteiligen Effekt und entziehen dem Körper Wasser.

Optimieren Sie Ihre Trinkgewohnheiten

Da Flüssigkeit nur mit einer gewissen Geschwindigkeit vom Körper verarbeitet werden kann, sollten im Idealfall kleine Mengen in geringen Abständen über den gesamten Tag getrunken werden. Wird zu viel und zu schnell getrunken, wird der „Überfluss“ nicht genutzt, sondern einfach ausgeschieden.
Experten zufolge wird jede Flüssigkeit gleich gut vom Körper aufgenommen, egal ob es sich um Wasser, Tee, Saft, Kaffee oder alkoholische Getränke handelt. Es sollte jedoch bedacht werden, dass Softdrinks und Säfte enorm viel Zucker enthalten und daher von deren täglichem Konsum abgeraten wird. Auch Alkohol sollte nicht genutzt werden, um die Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten. Am besten ist es stets eine nachfüllbare Flasche Wasser dabeizuhaben.
Um zu überprüfen, ob man tatsächlich genug trinkt, empfiehlt sich ein Blick auf die Toilettengewohnheiten. Wie oft man muss, ist ein guter Hinweis. Erwachsene sollten auf sechs oder sieben Mal pro Tag kommen. Dunkler Urin weist außerdem auf einen Flüssigkeitsmangel hin, ist er sehr hell bzw. klar, zeigt dies, dass die Wasserzufuhr ausreichend ist.

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