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Corona-Selbsttests: Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

von Melissa Untersmayr Posted on 19.04.2021 16:1119.04.2021 16:25

Viele wünschen sich nichts sehnlicher als Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen, ohne sich ständig um eine potenzielle Ansteckung mit dem Coronavirus sorgen zu müssen. Selbsttests auf den SARS-CoV-2 Erreger für zuhause sollen zusätzliche Sicherheit bei Treffen mit haushaltsfremden Personen bieten und die unkontrollierte Ausbreitung des Virus weiter eindämmen. Obwohl exakte Anleitungen eigentlich keine Fragen offen lassen, besteht trotzdem die Gefahr, dass Antigen-Selbsttests aus Apotheke, Supermarkt oder Drogerie nicht korrekt durchgeführt werden. Viele typische Fehler in der Lagerung und Durchführung der Tests würden sich laut Experten jedoch einfach vermeiden lassen.

Richtige Aufbewahrung

Optimalerweise werden die Tests an einem schattigen Platz bei Raumtemperatur gelagert. Dementsprechend sind sie weder im Gefrierschrank noch in der prallen Sonne gut aufgehoben. Aktuelle Studien weisen gar darauf hin, dass eine Lagerung bei extremen Temperaturen die Testergebnisse verfälschen kann. Meist gibt auch der Beipackzettel Auskunft darüber, bei welchen Temperaturen die Antigen-Selbsttests aufbewahrt werden dürfen. Wichtig zu beachten ist in jedem Fall der Unterschied zwischen Lagerungs- und Anwendungstemperatur: Zum Zeitpunkt der Testdurchführung sollten die Tests nämlich stets Raumtemperatur haben. Werden sie also an einem kühlen Ort aufbewahrt, so empfiehlt es sich die Tests vorerst eine Weile auf der Arbeitsfläche liegen zu lassen.

Saubere Durchführung

Um falschen Ergebnissen vorzubeugen, sollte Hygiene bei der Anwendung der Selbsttests nicht zu kurz kommen: Bevor mit der Testung losgelegt werden kann, ist sorgfältiges Händewaschen und das Reinigen der Arbeitsfläche angesagt. Nur so lässt es sich vermeiden, verschiedene Bakterien und Keime auf dem Ausguss des Teströhrchens zu verteilen. Auch bezüglich des Nasenabstrichs gibt es einiges zu beachten: Um genug Sekret zu sammeln, muss der Tupfer unbedingt in beide Nasenlöcher gesteckt werden. Gründliches Naseputzen vor der Testdurchführung ist deshalb keine besonders gute Idee: Die Gefahr, anschließend eine unergiebige Probe zu entnehmen, ist ähnlich hoch wie beim Aussparen eines Nasenlochs. Im Umgang mit dem Tupfer ist vor allem Vorsicht und Gefühl gefragt: Das „Stäbchen“ sollte zwei bis vier Zentimeter flach in Richtung Gehörgangsboden geschoben werden. Auf keinen Fall darf der Tupfer schräg nach oben oder gar senkrecht in das Nasenloch eingeführt werden, dabei drohen Verletzungen.

Was es mit C und T auf sich hat

Das C steht bei den Antigen-Selbsttests nicht etwa für „Corona“, sondern für „Control“ und gibt an, ob die Testung funktioniert hat. Befand sich bei der Durchführung des Tests tatsächlich zu wenig Nasensekret am Tupfer, so ist die Farbe des Kontrollstrichs eher blass. Ein schwach gefärbter C-Strich kann folglich ein höheres Risiko für falsch-negative Ergebnisse bedeuten. Weist der Test nach Durchführung überhaupt keine Verfärbung bei der C-Markierung auf, ist er ganz grundsätzlich nicht verwertbar. Ausschlaggebend für ein positives oder negatives Ergebnis ist das T. Es gelten demnach folgende Faustregeln:

Positives Ergebnis

  • Jeweils ein Strich bei T und C.

Negatives Ergebnis

  • Keine Verfärbung bei T, aber ein Strich bei C.

Ungültiger Test

  • Ein Strich bei T, jedoch keine Markierung bei C.
  • Weder bei T noch bei C ein Strich.

Negativer Test kein Freifahrtschein

Was also tun, wenn der Test sein Ergebnis gezeigt hat? Fällt der Antigen-Selbsttest positiv aus, sollte man sich vorübergehend isolieren und schnellstmöglich einen PCR-Test beim Arzt oder im Testzentrum durchführen, um das positive Ergebnis zu bestätigen. Doch auch ein negativer Selbsttest ist kein Garant dafür, tatsächlich negativ zu sein. Neben ungenauen Befunden durch Anwendungsfehler können Tests selbst bei korrekter Durchführung falsch-negative Ergebnisse anzeigen. Virologen wie Christian Drosten warnen, dass Tests zu Beginn einer Infektion oft negativ ausfallen, obwohl man infiziert ist und eventuell auch schon genug Viren in sich trägt, um die Krankheit zu verbreiten. Gängige Hygieneregeln und -maßnahmen sollten daher in jedem Fall eingehalten werden.

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1 Comment
  • martin.lob92@gmail.com'
    Martin Lobinger
    01.06.2021 19:12

    Gut zu wissen, dass oft der Beipackzettel Auskunft darüber gibt, bei welchen Temperaturen die Antigen-Selbsttests aufbewahrt werden dürfen. Mein Onkel hat sich eine große Menge von Schnelltests gekauft. Er hofft, dass alle diese Schnelltests auf ihrem Beipackzettel die Temperatur zur Aufbewahrung notiert haben.

    Antworten
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