Morbus Alzheimer. Neuer Bluttest gegen das Vergessen

Neuer Bluttest für die Früherkennung von Alzheimer

Morbus Alzheimer ist unheilbar, aber je früher die Erkrankung erkannt und bestätigt wird, desto früher kann die Therapie beginnen, die das Leben der Erkrankten erleichtert. Mit dem neuen Bluttest können Ärzte bereits rund zwanzig Jahre vor Ausbruch der Erkrankung Morbus Alzheimer feststellen. Dieser sensationelle Durchbruch gelang US-amerikanischen Wissenschaftlern. Auch in Deutschland wird an der frühzeitigen Erkennung der Krankheit geforscht. Deutsche Forscher entwickelten einen Test, bei dem Reste von abgestorbenen Nervenzellen, sogenannte Neurofilamente, im Blut nachgewiesen werden. Mit Bluttests für die Früherkennung von Morbus Alzheimer kann eine große Anzahl von Menschen Monat für Monat getestet werden. Bei Früherkennung setzt naturgemäß eine raschere Behandlung ein.

Ist die Diagnose Alzheimer gestellt, besteht die Therapie aus psychologischen Maßnahmen, kognitiven Training, Psychotherapie und einer medikamentösen Therapie. Wichtig ist die Unterstützung der Angehörigen und die Anpassung der Umwelt, wie beispielsweise die Wohnraumadaptierung.

Die Diagnose des Morbus Alzheimer

Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser. Bei frühzeitiger Diagnose kann die Lernfähigkeit für einen längeren Zeitraum erhalten bleiben. Sobald erste Symptome, wie Wortfindungsstörungen, Probleme bei der Orientierung oder eine zunehmende Vergesslichkeit auftreten, empfiehlt es sich, unverzüglich einen Facharzt für Neurologie oder Psychiatrie aufzusuchen. Um die Diagnose Alzheimer zu stellen, stehen dem Arzt neben ausführlichen Gesprächen mit dem Betroffenen und seiner Familie standardisierte psychologische Tests zur Verfügung. Gleichzeitig werden mit der Computertomographie, Laboruntersuchungen oder der Lumbalpunktion andere Erkrankungen des Gehirns ausgeschlossen.

Wie viel Vergessen ist normal?

Die Lebenserwartung nimmt ständig zu. Diese Tatsache ist auf eine bessere Ernährung sowie auf die zahlreichen Fortschritte in der Medizin zurückzuführen. Altern ist ein dynamischer Prozess mit vielen Veränderungen, die das Leben beeinflussen. Im Bereich der geistigen Leistungen kommt es zu einem generellen Leistungsabbau. Während eine leichte Vergesslichkeit im Alter durchaus als normal bezeichnet werden kann, beeinträchtigt die Alzheimer Erkrankung viele höhere Gehirnfunktionen.

Alzheimer erkennen und vorbeugen

Morbus Alzheimer, neben der Depression die häufigste psychische Erkrankung im Alter, führt zu so starken Veränderungen im Gehirn, dass es zu einer Abnahme der geistigen Funktionen kommt. Die kognitiven Beeinträchtigungen betreffen das Denken, das Gedächtnis, die Orientierung, die Auffassungsgabe, die Sprache und das Urteilsvermögen. Mit zunehmendem Fortschritt der Erkrankung ist eine selbstständige Lebensführung beeinträchtigt und später nicht mehr möglich.

Die Entdeckung der Erkrankung

Vor mehr als hundert Jahren entdeckte der Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer winzig kleine Veränderungen im Gehirn seiner Patienten. Heute ist die Alzheimer Erkrankung die häufigste Ursache für die Demenz im Alter. Zwar beginnt die Erkrankung nur in wenigen Fällen vor dem 65. Lebensjahr, dafür sind jedoch mehr als zwanzig Prozent der über 80-jährigen Menschen davon betroffen.

Die Ursachen von Morbus Alzheimer

Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht vollständig geklärt. Geklärt ist aber, dass es zu einem Verlust der Nervenzellen und zu einem Schrumpfen der Gehirnmasse kommt. Wenn Nervenzellen absterben, sind auch die Übertragungsstellen zwischen den einzelnen Nervenzellen gestört, die für die Informationsverarbeitung wichtig sind.

Therapie und Maßnahmen

Die Therapie ist multifaktoriell. Vorbeugende Maßnahmen sind körperliche und geistige Aktivitäten, kognitives Training und die Prophylaxe beziehungsweise Behandlung der Risikofaktoren. Neben dem zunehmenden Alter sind Rauchen, Alkohol, Bluthochdruck, Diabetes und schwere depressive Verstimmungen die größten Risikofaktoren. Wie weit die Ernährung die Erkrankung beeinflusst, ist wissenschaftlich nicht gesichert.

Was meinen Sie?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

No Comments Yet.