Alzheimer-Forschung: Neue Therapie soll gleich mehrere Auslöser bekämpfen

Ein neuer Ansatz zur Therapie von Alzheimer könnte die Krankheit gleich doppelt bekämpfen und auf diese Weise Schwellungen und Plaque-Bildungen im Gehirn verhindern. Dies ergab eine neue Studie der University of Queensland. Die effektive Therapiemethode wurde erst kürzlich identifiziert und in dem englischsprachigen Fachblatt „Journal of Neuroscience“ vorgestellt.

Parallele Vermeidung für bessere Therapie

Im Rahmen ihres Experiments an Mäusen erkannten die Wissenschaftler, dass ein spezielles Enzym Schwellungen im Gehirn und Plaquebildungen hervorruft. Diese Erkenntnis könnte einen Meilenstein in der Entwicklung neuer Alzheimer-Medikamente darstellen. Schwellungen und Plaquebildungen im Gehirn gelten als mögliche Auslöser für Alzheimer. Gezielte Arzneimittel könnten das entdeckte Enzym zerstören und damit beiden Risikofaktoren auf einmal entgegenwirken.

Aktuelle Behandlung kann immer nur Eines

Bislang lässt sich jeder Weg der Bekämpfung von Alzheimer nur zur Reduktion des schädlichen Peptidaufbaus oder der Verringerung von Schwellungen der Neuronen einsetzen. Allerdings hat bisher auch nichts davon versucht, beide Probleme gleichzeitig zu lösen. Mithilfe eines Medikaments, das schon zur Behandlung von Leukämie an Mäusen eingesetzt wurde, konnte bei aktuellen Experimenten die Produktion des schädlichen Enzyms allerdings signifikant vermindert werden.

Forschungsausblick

Das größte Hindernis stellt aktuell die Suche nach einem Weg für das Medikament dar, um die sogenannte Blut-Hirn-Schranke zu durchdringen. Diese stellt sicher, dass keine potenziell schädlichen Substanzen über die Blutbahn das Gehirn erreichen. Um den Zugang zum Gehirn zu gewährleisten, ist eine sehr spezielle Zusammensetzung nötig. Ist dies jedoch am Tiermodell geglückt, könne mit klinischen Studien am Menschen weitergemacht werden. Dies wird allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen.
Bei Krebs geht die aktuelle Entwicklung bereits hin zu Kombinationstherapie, Immuntherapie und pharmakologischen Behandlungen. Hinsichtlich Alzheimer sollte sich dies nun in eine ähnliche Richtung bewegen.

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