• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ForschungKrankheitenNewsPsychologie

Bipolare Störung: Genomstudie identifiziert neue Risikoregionen in der DNA

von Katya Müller Posted on 20.05.2021 05:5420.05.2021 13:00

Bipolare Störungen gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen: Allein in Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen betroffen. Ein internationales Forschungsteam untersuchte nun die genetische Basis der Erkrankung.

Suizidraten unter Betroffenen hoch

Die bipolare Störung ist charakterisiert durch extreme Schwankungen der Stimmung und des Antriebs. Dabei wechseln sich zwei extreme Pole ab: Auf Phasen der Manie oder Hypomanie folgen Phasen der Depression. Lange war die Erkrankung daher auch bekannt als manisch-depressive Erkrankung. Zwischen den Phasen kann es aber auch vorkommen, dass die Betroffenen keine Beschwerden haben. Das Risiko eines Suizids ist hoch bei Personen mit bipolarer Störung: Zwischen 25 und 50 Prozent aller Betroffenen versuchen mindestens einmal, sich das Leben zu nehmen. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, kann durch medikamentöse Behandlung eine Stabilisierung erreicht werden.

64 neue Risikoregionen entdeckt

Um besser zu verstehen, warum sich eine bipolare Störung entwickelt, untersuchte ein internationales Forschungsteam in einer Genom-Assoziationsstudie die Krankheit genauer. Dafür sequenzierten sie die DNA von 415.000 Menschen, wovon mehr als 40.000 die psychische Erkrankung hatten, und suchten nach Gemeinsamkeiten unter den von bipolarer Störung Betroffenen. Dabei identifizierten sie 64 Genomsequenzen als Risikofaktoren für die Krankheit. Die Ergebnisse veröffentlichten sie kürzlich im Fachmagazin “Nature Genetics“.

Beeinflussung der Signalübertragung im Gehirn

Bei ihren Analysen fanden die Forschenden heraus, dass einige der involvierten DNA-Variationen an der Kommunikation zwischen Gehirnzellen und an der Kalzium-Signalübertragung beteiligt sind. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Medikamente wie Kalziumkanalblocker, die bereits zur Behandlung von Bluthochdruck und anderen Erkrankungen des Kreislaufsystems eingesetzt werden, als potenzielle Behandlungen für die bipolare Störung untersucht werden könnten. “Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass zukünftige Forschung zur direkten Beurteilung der Wirksamkeit dieser Medikamente unerlässlich ist”, erklärt Niamh Mullins, Assistenzprofessorin für psychiatrische Genomik an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai und Hauptautorin der Studie.

Gemeinsamkeiten mit Schizophrenie und Depression

“Es ist bekannt, dass die bipolare Störung eine wesentliche genetische Grundlage hat, und die Identifizierung von DNA-Variationen, die das Risiko erhöhen, kann Einblicke in die zugrundeliegende Biologie der Erkrankung geben”, so Mullins. Die Studie deckte außerdem genetische Überschneidungen der bipolaren Störung mit anderen psychiatrischen Erkrankungen auf. Zudem bestätigte die DNA-Sequenzierung die Unterteilung der Störung in zwei Subtypen. Bipolar I zeigte dabei mehr genetische Gemeinsamkeiten mit Schizophrenie, während Typ II eher der schweren Depression ähnelte. Weitere Studien sind nötig, um die für bipolare Störungen typischen Gene auch in anderen Regionen der DNA zu erkennen.

Grundstein für neue Behandlungen

Ole Andreassen, Professor für Psychiatrie am Institut für klinische Medizin und Universitätsklinikum Oslo und Hauptautor der Studie, resümiert: “Durch diese Arbeit haben wir einige spezifische Gene und DNA-Variationen priorisiert, die nun in Laborexperimenten weiterverfolgt werden können, um die biologischen Mechanismen besser zu verstehen, durch die sie das Risiko für eine bipolare Störung erhöhen.” Das Forschungsteam hofft, dass die Studienergebnisse die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten vorantreiben. Alternativ könnten die Erkenntnisse auch bei der Entwicklung individuell angepasster Therapien helfen, sogenannter personalisierter Medizin. Zudem könnten Genomanalysen dazu genutzt werden, Personen mit erhöhtem Risiko zu identifizieren, um frühzeitig intervenieren zu können.

Bipolare Störung: Genomstudie identifiziert neue Risikoregionen in der DNA

Vorheriger Artikel

Pandemien im Keim ersticken: Studie zu Plankton gibt Aufschlüsse
Bipolare Störung: Genomstudie identifiziert neue Risikoregionen in der DNA

Nächster Artikel

Endlich: Forscher veröffentlichen verständliche Zusammenfassung zu Covid-19
Auch interessant
Alles Kopfsache? Placebo- und Nocebo-Effekt verursachen unterschiedliche Hirnaktivität
Alles Kopfsache? Placebo- und Nocebo-Effekt verursachen unterschiedliche Hirnaktivität
Posted on 12.05.2021 16:3414.05.2021 10:25
30 Prozent länger leben dank diesen Wirkstoffen
30 Prozent länger leben dank diesen Wirkstoffen
Posted on 27.05.2019 12:3629.06.2020 15:17
Covid-19-Impfungen: AstraZeneca nur noch für über 60-Jährige?
Covid-19-Impfungen: AstraZeneca nur noch für über 60-Jährige?
Posted on 01.04.2021 05:1831.03.2021 16:11
Darum haben Raucher ein höheres Risiko sich mit dem Coronavirus zu infizieren
Darum haben Raucher ein höheres Risiko sich mit dem Coronavirus zu infizieren
Posted on 11.03.2020 15:0329.06.2020 15:10
Neuentdeckung: Mutiertes Gen erhöht Krebsrisiko
Neuentdeckung: Mutiertes Gen erhöht Krebsrisiko
Posted on 10.12.2020 05:5509.12.2020 17:31
Nagelbettentzündung: Wie sie entsteht und was man dagegen tun kann
Nagelbettentzündung: Wie sie entsteht und was man dagegen tun kann
Posted on 07.12.2022 05:3701.12.2022 15:20

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum