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Neue Studie zeigt: Keto-Diät hilfreich bei Polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS)

von Luana Rothner Posted on 02.10.2023 05:2927.09.2023 15:34
Der Schriftzug "Keto Diet" auf weißem Hintergrund, umrahmt von Gabel und Messer

Eine malaysische Studie untersuchte den Einfluss einer Keto-Diät auf das Polyzystische Ovarialsyndrom von Erkrankten. Die Ergebnisse wecken Hoffnung nun gezielter gegen die Krankheit vorgehen zu können.

Polyzystisches Ovarialsyndrom in Deutschland

In Deutschland wurden laut der PCOS-Selbsthilfe in etwa 5 bis 10 Prozent der geschlechtsreifen Frauen an Polyzystischem Ovarialsyndrom, kurz PCOS diagnostiziert. Laut der World Health Organisation leiden weltweit circa 8 bis 13 Prozent der Frauen im reproduktiven Alter an PCOS.

Die Symptome von PCOS sind unter anderem Zyklusstörungen, in Form von Amenorrhö, dem Ausbleiben der Periode oder Oligomenorrhö verbunden mit Hirsutismus, also einem männlichen Behaarungsmuster, Haarausfall sowie Akne. Es kann auch zu einem erhöhten Blutspiegel männlicher Geschlechtshormone kommen. Eine Erkrankung an PCOS führt bei 70 bis 80 Prozent der Betroffenen zu  Unfruchtbarkeit. Bisher wird PCOS mithilfe von Medikamenten, operativen Eingriffen, Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie Ernährungsumstellungen behandelt.

Ist die Keto-Diät die Lösung?

In der Vergangenheit untersuchten bereits mehrere Studien den Einfluss einer Keto-Diät auf Menschen mit PCOS. Die Forschenden der malaysischen Studie bemängeln jedoch an jenen Studien, dass zu wenige Menschen daran teilnahmen und die Ergebnisse zu lückenhaft sind. Nun konnte festgestellt werden, dass eine Keto-Diät tatsächlich die Symptome von PCOS lindert.

Die Forschenden stellten fest, dass eine Ernährungsumstellung auf die Keto-Diät von mindestens 45 Tagen zu verbesserter Fruchtbarkeit, niedrigerem Testosteronlevel und Gewichtsabnahme führte.

Die Keto-Diät wirkt sich positiv auf Menschen mit PCOS aus, da die Ernährungsweise bei Insulinresistenz und Insulinsekretionsdefekten hilft – also Krankheiten, von denen Menschen mit PCOS meist betroffen sind.

Keto-Diät: So gehts

Unter einer Keto-Diät versteht man eine Ernährungsweise, bei der vermehrt gesunde Fette (70 Prozent) und Proteine (20 Prozent)  konsumiert werden, während der Konsum von Kohlenhydraten stark eingeschränkt (10 Prozent) wird. Dadurch soll der Körper seine Zuckerreserven aufbrauchen und für Energie auf im Körper gelagertes Fett zurückgreifen. Es werden Lebensmittel konsumiert, die rasch ein Gefühl der Sättigung hervorrufen und die Wirkung von Hunger-Hormonen einschränken.  Diese Form der Ernährung führt oft zu Gewichtsabnahme.

Von der Keto-Diät ist bekannt, dass sie nicht nur bei PCOS positive Veränderungen auf die Gesundheit hervorrufen kann, sondern auch bei  Diabetes, Epilepsie, Alzheimer sowie Krebs.

Wie sich die Keto-Diät längerfristig auf die Gesundheit auswirkt, ist bisher nicht bekannt. Eine Keto-Diät kann nützlich sein, um gegen verschiedene Krankheiten vorzugehen, ist jedoch nicht ideal zur bloßen Gewichtsabnahme. Die Medizinische Fakultät der University of Chicago warnt jedoch von negativen Einflüssen einer Keto-Diät auf gesunde Körper: Die Keto-Diät könne zu niedrigem Blutdruck, Verstopfung, Nierensteinen, Nährstoffmangel sowie einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten führen.  Daher sollte eine Ernährungsumstellung auf die Keto-Diät im besten Fall nach ärztlicher Absprache erfolgen.

Bildquellen

  • Silbergabel und Brotmesser: unsplash.com; Total Shape
Neue Studie zeigt: Keto-Diät hilfreich bei Polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS)

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