• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ForschungKrankheitenMedikamenteNewsPsychologie

Unbekannte Verbindung: Immunsystem in Psychosen involviert

von Katya Müller Posted on 15.05.2021 16:1017.05.2021 17:14

Psychosen sind sowohl für Betroffene als auch für ihre Angehörigen meist mit großer Belastung verbunden. Erschwerend kommt hinzu, dass die zugrundeliegenden Mechanismen und Auslöser noch immer kaum erforscht sind. Neue Erkenntnisse über die Rolle des Immunsystems geben nun Hoffnung auf bessere Behandlungsmöglichkeiten.

Deutlich geringere Lebenserwartung

Eine Psychose beschreibt eine gestörte Wahrnehmung der Realität, die oft mit Halluzinationen und paranoiden Reaktionen einhergeht. Die Symptome kommen bei vielen Krankheiten vor, am häufigsten jedoch bei Schizophrenie oder bipolaren Störungen. Insgesamt liegt die Prävalenz bei zwei bis drei Prozent der Bevölkerung. Die Lebenserwartung von Personen, die an Psychosen leiden, ist 15 Jahre geringer als der Durchschnitt. Außerdem sind die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt; viele der heute noch verwendeten anti-psychotischen Medikamente wurden bereits in den 60er Jahren entwickelt.

Immunaktivierung könnte Auslöser sein

Aktuell vermuten Forscher bei dem psychiatrischen Krankheitsbild eine Involvierung des Immunsystems: “Es ist nicht vollständig geklärt, welche biologischen Mechanismen Psychosen verursachen, aber neuere Forschungen legen nahe, dass eine Immunaktivierung in den Gliazellen des Gehirns die Ursache sein könnte. Menschen mit Psychosen haben erhöhte Werte von Kynurensäure im Gehirn, einem Botenstoff, der Informationen vom Immunsystem des Gehirns an die Neuronen weiterleitet”, erklärt Göran Engberg, Professor am Department of Physiology and Pharmacology des Karolinska Instituts in Stockholm.

Protein GRK3 spielt entscheidende Rolle

Ein Forschungsteam des schwedischen Karolinska Instituts, der University of California und der Mayo Clinic in Minnesota untersuchten die Ursachen von Psychosen nun genauer. Die Ergebnisse veröffentlichten sie kürzlich im Fachmagazin “Molecular Psychiatry“. Die Studie basiert auf Daten von Mäusen sowie der Analyse des Genoms von Personen, die an bipolarer Störung leiden. Anhand der Ergebnisse früherer Genomstudien vermuteten die Wissenschaftler, dass das Protein GRK3 bei dem Krankheitsbild eine Rolle spielt. Dies untersuchten sie in der aktuellen Studie deshalb genauer.

Sensibilisiertes Immunsystem

Die Ergebnisse der Analysen zeigten, dass das Fehlen des Proteins das Immunsystem sensibilisiert und eine Reihe von Effekten auslöst, unter anderem die verstärkte Ausschüttung von Cytokin und Kynurensäure. “Unsere experimentellen Daten werden durch genetische Studien bestätigt, in denen wir einen Zusammenhang zwischen Psychosen bei Patienten mit bipolarer Störung und verminderter Expression von GRK3 sehen, was zu einer erhöhten Menge an Kynurensäure im Gehirn führt”, beschreibt Co-Erstautor Carl Sellgren die Ergebnisse.

Neue Therapieansätze in Aussicht

Die Daten stellen damit einen Zusammenhang zwischen der Immunaktivierung und Psychosen her. Die Forschenden sehen darin einen Ansatzpunkt für neue Therapien, die auf immunmodulierende Weise arbeiten. Dafür ist allerdings ein besseres Verständnis der Krankheit entscheidend, betont Sophie Erhardt, Ko-Autorin und Professorin am Karolinska Institut: „Um wirksame, moderne Medikamente zu entwickeln, ist mehr Wissen über die Mechanismen im Gehirn nötig, die Psychosen auslösen können.“

Unbekannte Verbindung: Immunsystem in Psychosen involviert

Vorheriger Artikel

COVID-19-Impfung bei Schwangeren: Wird die Plazenta tatsächlich geschädigt?
Unbekannte Verbindung: Immunsystem in Psychosen involviert

Nächster Artikel

Influenza: Experten warnen vor gigantischer Ansteckungswelle nach Corona-Pandemie
Auch interessant
Erhöht die Schamhaar-Rasur das Risiko für Geschlechtskrankheiten?
Erhöht die Schamhaar-Rasur das Risiko für Geschlechtskrankheiten?
Posted on 07.09.2019 09:0029.06.2020 15:16
Coronavirus – Alle wichtigen Infos zur Infektion und Prävention
Coronavirus – Alle wichtigen Infos zur Infektion und Prävention
Posted on 28.02.2020 16:4429.06.2020 15:10
Corona-Tests: Das sollten Sie darüber wissen
Corona-Tests: Das sollten Sie darüber wissen
Posted on 04.12.2020 08:55
Neuer Covid-19-Schnelltest gibt Auskunft in nur 15 Minuten
Neuer Covid-19-Schnelltest gibt Auskunft in nur 15 Minuten
Posted on 13.05.2020 05:3329.06.2020 15:10
Durchbruch in der Krebsforschung: Neues Schlüsselmolekül für Krebsausbreitung und Epilepsie gefunden
Durchbruch in der Krebsforschung: Neues Schlüsselmolekül für Krebsausbreitung und Epilepsie gefunden
Posted on 27.01.2021 12:2727.01.2021 11:19
Todesgefahr durch Tollwut: Wie bedrohlich ist die Krankheit in Deutschland?
Todesgefahr durch Tollwut: Wie bedrohlich ist die Krankheit in Deutschland?
Posted on 18.04.2023 05:2707.04.2023 10:58

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum