Mit nur 4 Regeln Alzheimer und Demenz vorbeugen

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Fast 50 Millionen Menschen weltweit leiden an Demenz. Noch immer gilt die neurodegenerative Erkrankung als nicht heilbar, das Risiko daran zu erkranken kann durch einige Maßnahmen allerdings signifikant gesenkt werden.

Nicht therapierbar

In Deutschland leben etwa 1,2 Millionen Menschen mit Demenz. Die meisten davon leiden unter Alzheimer. Bisher ist die Krankheit unheilbar. In einem frühen Stadium kann der Verlauf jedoch mithilfe von Medikamenten hinausgezögert werden. Auch bestimmte Aktivitäten wie das bekannte „Gehirnjogging“ kann dabei unterstützen Alzheimer vorzubeugen.

Schrittweiser Zerfall der Nervenzellen

Bei einer Demenz gibt es typischerweise eine lange klinisch unauffällige Phase. Der Zerfall der Nervenzellen geht nur langsam vonstatten und lässt sich prinzipiell stoppen. Dem Deutschen Institut für Demenzprävention der Universität Saarland zufolge dauert dieser Prozess bei einer Alzheimer-Erkrankung etwa 30 Jahre.
Einige spezielle Maßnahmen können das Erkrankungsrisiko tatsächlich reduzieren. Es ist allerdings bislang unklar, wie groß dieser Effekt ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich eine neue Richtlinie veröffentlicht, in welcher die bedeutendsten Maßnahmen enthalten sind, mit denen jeder Mensch sein persönliches Demenz-Risiko senken oder den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit verzögern kann.

Die Bedeutung eines gesunden Lebensstils

Zum einen kann das persönliche Demenz-Risiko reduziert werden, indem regelmäßig Bewegung in den Alltag integriert und sich gesund und ausgewogen ernährt wird. Darüber hinaus sollte auf Zigaretten und Alkohol verzichtet, sowie ein normales Gewicht beibehalten werden. Gesunde Werte sind zudem stark förderlich für die Demenzprävention, wenn es um Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel geht.
Dies sind die Tipps der WHO in der neuen Richtlinie „Risikominderung von kognitivem Verfall und Demenz“. Sie basieren auf einer über zweijährigen Auswertung einer Sammlung wissenschaftlicher Erkenntnisse und belegen, dass alles, was für unser Herz gut ist, auch unserem Gehirn bekommt. Die neuen Leitlinien sollen die Bevölkerung über Maßnahmen informieren, die das Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung reduzieren können.

Das können Sie tun

Es gibt verschiedene Dinge, die man selbst tun kann, um eine Demenz-Erkrankung zu vermeiden oder ihren Ausbruch hinauszuzögern und den Fortschritt zu verlangsamen. Der wichtigste Schritt ist dabei regelmäßige Bewegung, denn viele Studien konnten bereits zeigen, dass körperliche Aktivität den Beginn einer Demenz verzögert. Empfohlen werden 150 Minuten pro Woche. Diese Zeit kann beispielsweise in drei Mal 50 Minuten oder fünf Mal 30 Minuten unterteilt werden. Ideale Sportarten sind zum Beispiel Walken, Laufen, Schwimmen oder Aerobic.

Kontrollieren Sie Ihr Gewicht

Neben ausreichender Bewegung spielt auch die richtige Ernährungsweise eine wichtige Rolle. Adipositas und Bewegungsmangel sind meist eng miteinander verknüpft und sorgen für eine Menge gesundheitlicher Probleme, die auch Demenz-Erkrankungen begünstigen. Daher raten Gesundheitsexperten oft zur bekannten Mittelmeerdiät. Diese gilt als gesündeste Ernährungsform und stärkt Gehirn und Herz. Generell wird jedoch zu Kost geraten, die herzfreundlich ist. Damit tut man nicht nur der allgemeinen Gesundheit etwas Gutes, sondern auch speziell dem Gehirn.

Fordern Sie Ihr Gehirn und verzichten Sie auf schädliche Genussmittel

Beobachtungsstudien konnten zeigen, dass geistig aktive Personen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit kognitive Beeinträchtigungen entwickeln. Unser Gehirn will benutzt werden – daher rät die WHO allen Menschen sich bis ins hohe Alter intellektuell zu betätigen und immer wieder neue Herausforderungen zu suchen.
Alkohol sollte vermieden oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden. Bei Tabak sollte man jedoch gänzlich streng sein: Von Tabakkonsum wird gänzlich abgeraten, um das Risiko von kognitivem Verfall zu senken.

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