Magen-Darm-Probleme mit Hausmitteln effektiv behandeln

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Infektionen des Magen-Darm-Traktes zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Betroffene klagen meist über Durchfall und Übelkeit, oftmals mit Erbrechen. In Deutschland kursiert seit vielen Jahren der Rat zu Cola und Salzstangen zu greifen, wenn die Krankheit Einzug gehalten hat. Doch helfen diese Hausmittel tatsächlich und gibt es auch andere Alternativen?

Beschwerdebild Gastroenteritis

Magen-Darminfektionen, auch unter der Bezeichnung Gastroenteritis bekannt, zählen global zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Typische Symptome sind Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Viele Patienten greifen dann auf die bekannte Kombination aus Cola und Salzstangen zurück. Fachleute haben dazu Stellung bezogen und verraten, ob diese Hausmittel wirklich sinnvoll sind und Magen-Darm-Beschwerden lindern können.

Bestimmte Personengruppen leiden besonders

Durchfall durch eine Magen-Darm-Infektion kann wässrig, schleimig oder sogar blutig sein und von intensiven Blähungen begleitet sein. Erkrankte Personen fühlen sich meist ausgelaugt, besonders wenn sie auch unter Fieber leiden. Auf Grund des erhöhten Flüssigkeitsverlustes können auch Schwindel und ein starkes Schwächegefühl auftreten. In den meisten Fällen leiden Patienten allerdings nur einige Tage unter der Krankheit. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können Magen-Darm-Infektionen allerdings schwer verlaufen. Dies gilt speziell für Senioren, Säuglinge und Kleinkinder.

Auf Flüssigkeitszufuhr achten

Gerade Kinder können je nach Ausgeprägtheit der Krankheit vermehrt an Wasser und wichtigen Salzen (Elektrolyte) einbüßen. Deshalb ist es stets wichtig bei einer Magen-Darm-Infektion viel Flüssigkeit zu trinken. Dies sollte jedoch von allen Personengruppen bedacht werden.
Häufig werden dafür in Apotheken spezielle Lösungen angeboten, die den Elektrolythaushalt wieder ausgleichen sollen. Auf diese muss man jedoch nicht unbedingt zurückgreifen, denn das einfache Rezept der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tut es auch. Dafür werden sechs gestrichene Teelöffel Zucker und ein gestrichener Teelöffel Salz in einen Liter Wasser eingerührt und getrunken.
Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge sollte bei Kindern lieber auf Cola und Salzstangen verzichtet werden, denn sie reagieren sensibler auf den Wasserverlust. Laut der Krankenkasse begünstigt der extrem hohe Zuckergehalt in Cola die ohnehin bereits erhöhte Flüssigkeitsabgabe des Körpers ins Darminnere, sodass noch mehr Wasser ausgeschieden wird.
Darüber hinaus melden Gesundheitsexperten, dass die Limonade meist sogar solch eine hohe Menge Zucker beinhaltet, dass der Durchfall noch schlimmer wird. Die TK rät dazu die Zeitspannen zwischen Erbrechen und Durchfällen, sowie jegliche Begleiterscheinungen und die Trinkmenge aufzuschreiben, um den Wasserverlust besser im Auge behalten zu können.
Bei starkem Erbrechen oder Flüssigkeitsverweigerung des Kindes sollten Eltern das Wasser löffel- oder schluckweise verabreichen. Sollte dies erfolglos bleiben, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Auch Erwachsene sollten sich in fachkundige Hände begeben, wenn die Beschwerden extrem sind oder nicht nachlassen.

Fasten kann den Körper unterstützen

Oftmals kann auch eine Nahrungspause von sechs bis zehn Stunden hilfreich für die Genesung sein. Keinesfalls sollte aber eine Trinkpause eingelegt werden. Kehrt der Appetit zurück, kann leichte Kost verzehrt werden, um den Körper nicht zu sehr zu belasten. Empfehlenswert sind bindende Lebensmittel wie geriebene Äpfel, Bananen, Karotten, Kartoffeln oder Reis. Fett sollte hingegen nur sparsam verzehrt werden, da es die Verdauung anregt. Es sollte aber trotzdem darauf geachtet werden genug Kalorien zu konsumieren. Dies gilt vor allem bei Kindern.
Bei Erbrechen und Bauchschmerzen können auch feuchtwarme Wickel unterstützend wirken. Dafür einfach ein Tuch in warmes Wasser legen, gut auswringen und auf dem Bauch platzieren. Dann ein trockenes Handtuch darüberlegen und mit einer Decke zudecken. Speziell bei Kindern sollte darauf Rücksicht genommen werden, wie sie sich wohlfühlen.

Weitere Hausmittel

Ein geriebener Apfel (mit Schale) bindet durch das enthaltene Pektin Flüssigkeit, während eine kräftige Brühe den Salzhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Reisschleim kann in Form von kleinen Portionen über den Tag verteilt ebenfalls Beschwerden lindern. Dazu den Schleim mit Wasser kochen und leicht salzen. Milch oder Zucker haben im Reisschleim nichts verloren! Eine pürierte Banane versorgt den Körper mit vielen Mineralstoffen und vor allem wertvollem Kalium. Lassen die Symptome bereits nach, sind Tee und Zwieback empfehlenswert. Ein altbewährtes Hausmittel aus Italien ist übrigens trockenes Risotto mit geriebenem Parmesan – einfach mal ausprobieren.

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