Einer Erdnussallergie bei Kindern lässt sich vorbeugen

Gibt es einen Weg als Elternteil seine Kinder vor einer Erdnussallergie zu schützen? Wissenschaftler stellten kürzlich fest, dass das Risiko für die Entwicklung der Erkrankung minimiert werden kann, wenn Kinder bereits im Säuglingsalter Erdnüsse zu essen bekommen.

Hoffnung für Nachwuchs mit erhöhtem Allergiepotenzial

Im Rahmen der Studie der University of Ottawa wurde erkannt, dass der Verzehr von Erdnussbutter als Baby zu einem signifikant geringeren Risiko für die Entstehung einer Erdnussallergie im Alter von fünf Jahren führt. Die Untersuchungsergebnisse sind in der englischsprachigen Fachzeitung „Canadian Medical Association Journal“ veröffentlicht worden.
Bei dem teilnehmenden Nachwuchs lag bereits ein erhöhtes Risiko für eine Erdnussallergie vor, da sie bereits an einer Allergie gegen Eier litten oder ein Ekzem aufwiesen. Die Forschungsarbeit zeigte, dass die Verabreichung von zwei Gramm Erdnussbutter zwei Mal pro Woche die Wahrscheinlichkeit für eine Erdnussallergie im Alter von fünf Jahren im Vergleich zu Kindern, die überhaupt keine Erdnüsse verzehrten, um über 80 Prozent verringern konnte.
Säuglinge mit nur leichtem Ekzem oder gar keinem verfügen über ein niedriges Allergierisiko und können einfach zuhause an den Verzehr von Erdnüssen herangeführt werden. Bei Babys mit einem schweren Ekzem oder bereits bestehender Eierallergie sollte dies zuvor allerdings mit einem Facharzt abgeklärt werden.

Spuren machen das Leben mit Allergien schwer

Für betroffene Säuglinge und deren Angehörige können die neuen Erkenntnisse bezüglich der Prävention einer Erdnussallergie von großer Bedeutung sein. Die Interventionsmethode ist einfach umzusetzen und kann den Kindern ihr Leben erleichtern. Bei einer Erdnussallergie führen häufig bereits Spuren des Lebensmittels zu Beschwerden. Diese kommen jedoch in extrem vielen Produkten vor – nicht nur als Zutat, sondern auch durch die übergreifende Nutzung von Produktionsanlagen. Auf diese Weise können Erdnussspuren auch in Nahrungsmitteln vorkommen, die laut Zutatenliste keine Erdnüsse enthalten.
Die neuen Erkenntnisse bedeuten nicht, dass nun alle Eltern ihren Nachwuchs mit Erdnussbutter füttern müssen. Sollte jedoch ein Verdacht auf ein erhöhtes Allergierisiko bestehen, kann ein Hausarzt darüber Auskunft geben, ob dies sinnvoll ist. Sind in der Vergangenheit bereits Lebensmittelallergien oder Ekzeme bei den Kindern oder nahen Verwandten vorgekommen, sollte in jedem Fall eine ärztliche Meinung eingeholt werden, bevor den Kindern Erdnüsse verabreicht werden.

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