• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ForschungNewsPsychologie

Steigern Videospiele das Wohlbefinden?

von Elisabeth Rabl Posted on 27.11.2020 12:40

Ab zum Controller und eine Runde zocken! Denn laut einer aktuellen Studie können Videospiele das Wohlbefinden positiv beeinflussen. Somit kann die oft verteufelte Lieblingsbeschäftigung vieler also gerade in der Corona-Pandemie sogar etwas Gutes zu unserer Gesundheit beitragen. Das gilt zumindest für entspanntes digitales farming und die ewige Gartenschlacht zwischen Untoten und allerlei aggressivem Gemüse.

Besser drauf dank Videospielen

Videospiele gelten allgemein eher als negativer Einfluss und sind verschrien als gewaltfördernd und potenzielles Suchtmittel. Ein englisches Forschungsteam der Oxford University wollte den schlechten Ruf des Gaming widerlegen und es einem fundierten Test unterziehen. Die entsprechende Studie erschien im pre-print-Depot der Society for the Improvement of Psychological Science. Dabei wurden sowohl die Spielzeit als auch das persönliche Spielerleben und Wohlbefinden der insgesamt 3.274 Teilnehmenden untersucht und miteinander verknüpft. Das (vielleicht nicht für alle) überraschende Ergebnis: die Zeit, die die Teilnehmenden mit Videospielen verbrachten, war positiv assoziiert mit Wohlbefinden.

Studie zeigt positiven Einfluss des Zockens

Konkret untersuchte das Forschungsteam die beiden Spiele „Plants vs Zombies: Battle for Neighborville“ und „Animal Crossing: New Horizons“. Anders als bei bisherigen Studien zum Thema Videospiele und Gesundheit ließen die Forschenden die Probanden jedoch nicht selbst einschätzen, wie viel Zeit sie mit Videospielen verbrachten. Stattdessen werteten sie zunächst eine Menge telemetrischer Daten aus, welche die beiden Spielefirmen „Electronic Arts“ und „Nintendo of America“ bereitstellten. Denn diese maßen objektiv, wie lange die Spielzeit tatsächlich war. Anschließend berichteten die Teilnehmenden in einer umfassenden Umfrage über ihr Wohlbefinden. Und tatsächlich: Diejenigen, die nach eigener Aussage Freude an Videospielen haben, berichteten mit größerer Wahrscheinlichkeit über ein besseres Wohlbefinden, wenn sie Zeit mit Videospielen verbrachten. Die Spielzeit war hierbei zwar ein kleiner, aber signifikanter positiver Faktor.

Kompetenzerleben und Verbundenheitsgefühl wichtig

Die Studie untersuchte somit den Zusammenhang zwischen objektiv gemessenem Verhalten (der Spielzeit) und subjektiver mentaler Gesundheit. Jedoch schien die Quantität der Zeit nicht der Hauptfaktor für die positive Auswirkung auf das Wohlbefinden zu sein. Vielmehr waren es die subjektiven Spielerfahrungen, die bestimmten, ob und wie positiv der Effekt ist. So konnten etwa das Erleben von Kompetenz im Spiel und die soziale Vernetzung mit anderen als Gründe für die Steigerung des Wohlbefindens festgestellt werden. Das Spielen im Multiplayer-Modus ist daher mitunter besser für die Gesundheit als das Spielen alleine. Zudem erlebten Spieler eine größere Steigerung des Wohlbefindens, wenn sie grundsätzlich gerne Videospiele spielten – und wenn sie dies aus intrinsischer (eigener) Motivation heraus taten.

Frühere Studien sind verzerrt

Frühere Forschungsarbeiten zum Einfluss von Videospielen würden sich hauptsächlich auf Erhebungen von Selbstberichten stützen, so Studienleiter Professor Andrew Przybylski. Diese seien getrübt von falschen Einschätzungen und der gesellschaftlichen negativen Grundhaltung dem Gaming gegenüber, die von Eltern und Entscheidungsträgern vermittelt werde. Daher hätten solche Studien wenig Evidenz – anders als die aktuelle, die sich auch auf telemetrische Daten stützt.
In den USA wurde bereits eine weitere gesundheitsfördernde Wirkung von Videospielen erkannt: Dort können Kinder, die an ADHS leiden, bestimmte Videospiele als “Rezept” zur Behandlung erhalten.

Steigern Videospiele das Wohlbefinden?

Vorheriger Artikel

Künstliche Intelligenz: Schlauer Helfer zur Früherkennung von Parkinson
Steigern Videospiele das Wohlbefinden?

Nächster Artikel

Placebo – erfolgreiche Behandlung dank Scheinmedikament?
Auch interessant
Neues Coronavirus in Fledermäusen entdeckt – droht schon die nächste Pandemie?
Neues Coronavirus in Fledermäusen entdeckt – droht schon die nächste Pandemie?
Posted on 01.08.2021 09:3228.07.2021 13:50
Ständig krank: Liegt es am Variablen Immundefektsyndrom?
Ständig krank: Liegt es am Variablen Immundefektsyndrom?
Posted on 16.10.2023 05:2813.10.2023 09:29
Herbstblues: Was tun bei einem jahreszeitlich bedingten Stimmungstief?
Herbstblues: Was tun bei einem jahreszeitlich bedingten Stimmungstief?
Posted on 22.09.2021 15:4420.09.2021 17:46
Wasservergiftung – Kann man zu viel Wasser trinken?
Wasservergiftung – Kann man zu viel Wasser trinken?
Posted on 22.09.2022 05:5321.09.2022 18:01
Die Gefahren eines Vitamin-B12-Mangels
Die Gefahren eines Vitamin-B12-Mangels
Posted on 23.03.2021 16:0623.03.2021 17:33
Mythos Alkohol und Herzerkrankungen: Was stimmt wirklich?
Mythos Alkohol und Herzerkrankungen: Was stimmt wirklich?
Posted on 07.08.2021 15:1104.08.2021 15:39

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum