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Darum sollten Sie Rauschmittel nicht mischen

von Ivana Himmelreich Posted on 17.02.2021 16:3218.02.2021 11:13

Rauschmittel zu mischen kann zu gefährlichen vorzeitigen Herzkrankheiten führen. Besonders Tabak und Alkohol stellen dabei ein extrem hohes Risiko dar.

Drogenmix führt zu neunfach erhöhtem Herzkrankheitsrisiko

Der Konsum von Rauschmitteln in Deutschland ist seit Jahren zu hoch. Nach repräsentativen Studien rauchen in Deutschland 12 Millionen Menschen, 1,6 Millionen Menschen sind alkoholabhängig und Schätzungen legen nahe, dass rund 600.000 Menschen einen problematischen Konsum von Cannabis und anderen illegalen Drogen pflegen. Der Konsum von Rauschmitteln alleine ist schon ein Gesundheitsrisiko. Wer jedoch mehrere Rauschmittel mischt, belastet sein Herz umso mehr, was frühzeitig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Der regelmäßige Konsum verschiedener Rauschmittel kann mit einem bis zu neunfach erhöhten Risiko für Herzkrankheiten einhergehen. Vor allem der regelmäßige Konsum von Tabak, Cannabis, Alkohol, Amphetamin und Kokain ist mit einer extrem vorzeitigen Verengung der Arterien verbunden. Menschen, die regelmäßig vier oder mehr Substanzen konsumieren, haben eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, eine Herzkrankheit zu entwickeln.

Neue Studie beweist: Rauschmittelkonsum führt zu frühen Herzkrankheiten

Menschen mit regelmäßigem Rauschmittelkonsum jeglicher Art sind häufiger von vorzeitigen Herzkrankheiten betroffen. Das ist das Ergebnis eines amerikanischen Forscherteams, das die Daten der Jahre 2014 und 2015 aus einer US-weiten Healthcare-Datendank auswertete. Dabei fokussierten sich die Forschenden auf Personen, die vor einem Alter von 40 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten. Aber auch Männer, die vor dem 55. Lebensjahr unter einer chronischen Herzkrankheit litten und Frauen, die vor dem 65. Lebensjahr eine Herzkrankheit entwickelten, wurden eingebunden. Insgesamt entstand so eine Gruppe von rund 136.000 Menschen mit ungewöhnlich frühen Herzproblemen. In rund 8.000 Fällen lag eine extrem vorzeitige Herzerkrankung vor. Das Forschungsteam verglich diese Gruppe mit Patienten, die keine vorzeitigen Herzerkrankungen aufwiesen. Das Ergebnis: Patienten mit vorzeitiger Herzerkrankung rauchten häufiger (63 Prozent), tranken mehr (32 Prozent) und konsumierten mehr Kokain, Amphetamine und Cannabis als Personen ohne vorzeitige Herzerkrankungen.

Besonders Tabak und Alkohol sind risikobehaftet

Diejenigen, die regelmäßig Kokain konsumierten, litten rund drei Mal häufiger an einer frühen Herzkrankheit als diejenigen, die kein Kokain zu sich nahmen. Bei der Gruppe, die regelmäßig Amphetamine (Speed, Pep) zu sich nahm, war die Wahrscheinlichkeit für eine vorzeitige Herzerkrankung rund zweieinhalb mal so hoch wie bei Nichtkonsumenten. Auch der regelmäßige Konsum von Cannabis ist mit einem 2,5-fach erhöhten Risiko für frühe Herzerkrankungen verbunden.

Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum sind jedoch besonders gefährlich: Nach Bereinigung potenzieller Einflussfaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinwerte war die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer vorzeitigen Herzerkrankung bei Rauchern fast doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern. Regelmäßiger Alkoholkonsum war mit einem um 50 Prozent erhöhten Risiko für frühe Herzkrankheiten verbunden.

Über weitere Risikofaktoren des Rauchens spricht Dr. Weigl:

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