• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ForschungKrankheitenNews

Weit verbreitetes Virus löst vermutlich Multiple Sklerose aus

von Anna-Lena Schachtner Posted on 24.05.2023 05:4819.05.2023 13:48

Lähmungen, Sehstörungen, Taubheitsgefühle: Dies sind die Symptome der Multiplen Sklerose (kurz MS), einer Autoimmunkrankheit, die die Lebensqualität vieler Betroffener stark beeinträchtigt. Schon seit längerer Zeit steht ein Virus im Verdacht, die Krankheit auszulösen – nämlich das Epstein-Barr-Virus, mit dem sich fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens anstecken. Eine Studie aus Schweden erbrachte nun neue Erkenntnisse dazu, wie genau der Erreger zu MS führen könnte.

Tragen wir alle den Auslöser von MS in uns?

Bereits im letzten Jahr hatte ein Forscherteam Daten veröffentlicht, die auf einen Zusammenhang zwischen Multipler Sklerose und dem Epstein-Barr-Virus hinwiesen. Im Rahmen der Studie, die im renommierten Journal „Science“ erschien, wurden ca. 800 Menschen mit MS auf Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus untersucht. Diese bilden sich, nachdem man sich mit dem Erreger angesteckt hat. Nur bei einem der Probanden fand man zum Zeitpunkt des Krankheitsausbruchs keine Antikörper im Blut.
Fast alle Menschen infizieren sich irgendwann mit dem Epstein-Barr-Virus, meist schon in der Kindheit. Beim Großteil der Fälle verursacht der Erreger keine Symptome, bleibt aber im Körper. Mehr als 90 Prozent aller Menschen weltweit tragen ihn in sich. Natürlich führt der Erreger nicht bei allen Infizierten zu Multipler Sklerose. Dennoch scheint das Epstein-Barr-Virus eine Rolle bei der Entstehung der Krankheit zu spielen. Was genau es im Organismus anrichtet, sodass es zu MS kommt, war bisher unklar. Forscher des Karolinska Institutet in Schweden konnten zur Lösung dieses Rätsels nun ein weiteres Puzzleteil beitragen.

Wichtiges Protein im Gehirn gefährdet

Die Studie des Teams wurde kürzlich im Journal „Science Advances“ veröffentlicht. Die Forscher untersuchten das Blut von gesunden Probanden und MS-Patienten. Dabei stellten sie fest: Ein Baustein der Antikörper, die sich nach der Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus bilden, kann auch an ein Molekül binden, das im Gehirn eine wichtige Rolle spielt: das Protein CRYAB, das bei Stress und Entzündungen dafür sorgt, dass sich andere Proteine nicht ansammeln können.
Bekämpfen die Antikörper also nicht nur das Epstein-Barr-Virus, sondern auch körpereigene Zellen, könnte das das Protein CRYAB beeinträchtigen, was vermutlich Schäden im Nervensystem verursachen würde. Die Folge: die Symptome der Multiplen Sklerose. Dazu gehören eine eingeschränkte Mobilität, Gleichgewichtsprobleme und ständige Müdigkeit.

Individualisierte Therapien werden gebraucht

In der Studie der schwedischen Forscher wurden die Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus bei 23 Prozent der untersuchten MS-Patienten festgestellt – bei den gesunden Probanden war das nur bei sieben Prozent der Fall. „Das zeigt, dass diese Antikörperreaktionen zwar nicht für die Krankheitsentstehung erforderlich sind, aber bei bis zu einem Viertel der MS-Patientinnen und -Patienten an der Krankheit beteiligt sein können“, erklärt Studienautorin Olivia Thomas. Die Ursachen für die Krankheit unterscheiden sich also zwischen Patienten. Daher braucht es auch individualisierte Therapien.
Die Daten aus der Studie weisen zusätzlich darauf hin, dass ein ähnlicher Effekt auch bei den T-Zellen des Immunsystems auftreten könnte, wenn diese das Epstein-Barr-Virus angreifen. Die Forscher wollen in Zukunft genauer untersuchen, wie die T-Zellen zur Schädigung des Nervensystems und der Entstehung von MS beitragen.

Weit verbreitetes Virus löst vermutlich Multiple Sklerose aus

Vorheriger Artikel

Ungehörter Hilferuf des Körpers: Warum eine Fettleber oft nicht erkannt wird – und wie man sie verhindert
Weit verbreitetes Virus löst vermutlich Multiple Sklerose aus

Nächster Artikel

Erforscht: Wie Vitamin-D die Krebsmortalität beeinflusst
Auch interessant
Gebisslose Demenz? Kognitiver Verfall hängt mit Zahnverlust zusammen
Gebisslose Demenz? Kognitiver Verfall hängt mit Zahnverlust zusammen
Posted on 09.07.2021 14:5627.07.2021 09:39
Habe ich eine Glutenunverträglichkeit? Diese 5 Anzeichen weisen darauf hin
Habe ich eine Glutenunverträglichkeit? Diese 5 Anzeichen weisen darauf hin
Posted on 20.10.2021 15:4620.10.2021 13:28
Gefahr für die Leber: So schützen Sie sich vor Hepatitis
Gefahr für die Leber: So schützen Sie sich vor Hepatitis
Posted on 15.03.2021 06:1214.03.2021 18:58
Die ewigen Pocken: Was man über Gürtelrose wissen sollte
Die ewigen Pocken: Was man über Gürtelrose wissen sollte
Posted on 31.05.2022 05:3531.05.2022 18:41
Epidemie in der Pandemie: Indien kämpft gegen “Black Fungus”
Epidemie in der Pandemie: Indien kämpft gegen “Black Fungus”
Posted on 16.09.2021 15:4414.09.2021 17:15
Alzheimer: Bald Früherkennung mittels Hirnstrom-Messung?
Alzheimer: Bald Früherkennung mittels Hirnstrom-Messung?
Posted on 24.09.2021 14:5222.09.2021 13:40

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum