DLRG: wenige Badetote 2012 – Leichtsinn am heißen Wochenende vermeiden


In diesem Jahr gab es in Deutschland weniger Badetote, was aber an dem schlechten Wetter lag. Im Monat Juli kamen aber doppelt so viele Menschen im Wasser ums Leben wie im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Beim Baden sollte man außerdem einige grundlegende Dinge beachten.

In diesem Jahr gab es laut dem DLRG weniger Badetote, allerdings hat sich ihre Anzahl im Juli verdoppelt. Dies hängt in erster Linie mit dem schlechten Wetter in diesem Sommer zusammen. Vor dem kommenden heißen Wochenende warnt der DLRG aber vor Leichtsinn, der schnell tödlich enden kann.

Durch das mäßige Wetter in diesem Jahr kamen deutlich weniger Menschen im Wasser ums Leben. Am 8. August dieses Jahres zählte der DLRG genau 252 Badetote, am 19 August des vergangenen Jahres waren es hingegen 306, erklärte der Sprecher des DLRG Martin Janssen am heutigen Freitag in einer Stellungnahme.

Baderegeln beachten

Dennoch forderte der Juli dieses Jahres deutlich mehr Todesopfer als der Juli des vergangenen Jahres. Im Monat Juli des Jahres 2011 musste der DLRG 34 Badetote zählen, in diesem Juli waren es mit 71 mehr als doppelt so viele. Besonders gefährdet sind dabei Menschen ab einem Alter von 50 Jahren. Im vergangenen Jahr waren mehr als 55 Prozent der Verunglückten über 50 Jahre alt.

Zudem warnte der Sprecher vor Leichtsinn am kommenden Wochenende. An diesem Wochenende ist in Deutschland mit deutlich über 30 Grad zu rechnen, daher sollten einige Punkte beim Baden beachtet werden, so der Sprecher weiter.

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  • Abkühlen:Trotz der Hitze sollten alle Wasserraten einen kühlen Kopf behalten. Daher sollte man sich vor den Sprung ins kühle Nass abkühlen, sonst könnte es zu Kreislaufproblemen kommen. Zudem sollte man langsam ins Wasser gehen.

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  • Frieren ist immer ein Warnsignal: Menschen die im Wasser eine Gänsehaut bekommen, sollten das Wasser auf der Stelle verlassen. Kühlt der Körper zu sehr aus, verliert der Körper nicht nur Energie, sondern auch seine Kraft. Dann drohen Krämpfe, was eine Rückkehr ans rettende Ufer manchmal unmöglich macht. Bei blauen Lippen ist die vertretbare Badedauer schon lange überschritten.[/checklist]

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  • Temperaturunterschiede beachten: Bei Baggerseen sollten die Badenden immer beachten, dass das Wasser an der Oberfläche meistens sehr warm ist. In tieferen Wasserschichten ist das Wasser hingegen deutlich kälter. Hier ist die Gefahr des Auskühlens sehr groß. Die Ostsee hat im Moment eine Temperatur von 18 Grad, genauso wie die Nordsee.

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  • An bewachten Gewässern schwimmen: Im Idealfall sollte man nur an bewachten Seen und Stränden bzw. Schwimmbädern baden gehen, empfiehlt der Experte. Nur hier kann im Ernstfall auch schnell Hilfe durch den Rettungsschwimmer bzw. Bademeister zur Stelle sein.

 

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