Meningokokken: Berliner Impfbeirat rät Schwule zur Impfung


In Berlin sind in diesem Jahr bereits drei schwule Männer an Meningokokken gestorben. Insgesamt gab es schon 18 Erkrankungen. Die drei Todesopfer waren an der Untergruppe C erkrankt, daher empfiehlt der Berliner Impfbeirat zu einer Impfung bei homosexuellen Männern, die von Natur aus schon ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben.

In der deutschen Bundeshauptstadt Berlin sind die Meningokokken offensichtlich immer weiter auf dem Vormarsch, daher rät der Impfbeirat Berlin zu einer Impfung für schwule Männer. Grund für die Empfehlung sind die zunehmenden Krankheitszahlen von Meningokokken in Berlin. Bereits drei homosexuelle Männer erlagen in diesem Jahr der Krankheit.

Zudem wurden in Berlin in Laufe dieses Jahres schon 18 Erkrankungen registriert. Bei sieben von ihnen wurde die Krankheit durch die gefährliche Untergruppe C ausgelöst. Drei von ihnen starben an der Krankheit, ein weiterer Vierter ist schwer erkrankt. Alle vier Patienten sollen homosexuell sein, wie es in einer Erklärung heißt.

75 Prozent bekommen eine Hirnhautentzündung

Die Impfempfehlung gilt ab dem 27.07. dieses Jahres. Meningokokken gelten als sehr ansteckend, sie kommen im Mund- und Rachen- Raum vor, daher können sie durch Anhusten oder Küssen direkt weiter gegeben werden. Bei einer Infektion kann es zu schweren Komplikationen kommen, die auch bleibende Schäden hinterlassen können.

Gut 75 Prozent der Infizierten erkranken an einer Hirnhautentzündung, bei 25 Prozent der Infizierten kommt es zu einer Blutvergiftung. Bei einer Ansteckung mit Meningokokken der Untergruppe C liegt die Sterblichkeit bei etwa 10 Prozent. Gut 10 Prozent der Deutschen tragen Meningokokken in sich, wobei es nicht automatisch zu einer Erkrankung kommen muss.

Einmalige Impfung

Gut 40 Prozent der homosexuellen Männer sollen Meningokokken- Träger sein. Die hohe Zahl birgt also auch das erhöhte Erkrankungsrisiko. Die Ständige Impfkommission des Berliner Robert- Koch- Instituts empfiehlt Kindern bis zur Vollendung ihres 18. Lebensjahres eine einmalige Impfung gegen die Untergruppe C.

Bei erwachsenen Personen hat die Kommission bis heute nur Menschen mit Immundefekten oder Reisende in bestimmte Länder berücksichtigt. Aus aktuellem Anlass wird die Impfempfehlung jetzt auch auf homosexuelle Männer ausgeweitet. Die Impfung ist bis heute die einzige Möglichkeit sich gegen die Krankheit wirkungsvoll zu schützen.

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