Wenn das Gewicht trotz Sport nach oben geht

Ein Sportplan soll stets die Gewichtsabnahme unterstützen – doch woran kann es liegen, dass das Gewicht trotz regelmäßigem und forderndem Training nicht nach unten, sondern sogar nach oben geht?
Ein Artikel des Magazins „Prevention“ verriet kürzlich, dass der Waage allerdings gar nicht so viel Beachtung zukommen sollte. Diverse Faktoren wie beispielsweise die Trinkmenge, Stress, sowie Schlafdauer und -qualität haben normale Gewichtsschwankungen zur Folge. Statt auf die Waage, sollte man sich lieber auf das Training selbst konzentrieren und darauf, wie man sich danach fühlt. Auch die Kleidung und das Stresslevel können ein Maßstab dafür sein, ob sich der aktuelle Plan auszahlt. Am Ende sollte man sich auf sein Gefühl verlassen, ob das Training dem Körper guttut.

Mehr Kilos durch Sport

Nichtsdestotrotz sollten Sie Bescheid wissen, warum die Zahl auf der Waage auch nach oben gehen kann, nachdem Sie endlich die Motivation für ihr taffes Sportprogramm gefunden haben.
Manch einer mag sich bereits darüber gewundert haben, dass die vielen Sporteinheiten nicht zu einer Gewichtsreduktion geführt haben. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass dies meist völlig normal ist und viele Menschen betrifft. Gesundheitsexperten haben ein paar mögliche Ursachen genannt, warum manche Personen mit Sport sogar mehr Kilos auf die Waage bringen, als ohne.

Zunehmender Appetit

In vielen Fällen steigt der Appetit, wenn man körperlich aktiv ist. Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie im „Journal of Clinical Nutrition“ zeigte, dass fitte Personen auf Grund eines erhöhten Appetits auch mehr Energie aufnehmen und daher tendenziell weniger abnehmen als erwartet.
Durch den Sport werden mehr Kalorien verbrannt, sodass der Körper auch anfängt mehr Nahrung zu verlangen, denn er möchte dieses Defizit ausgleichen. Viele Menschen essen dann auch mehr, zumal sie den Kalorienverbrauch durch den Sport auch häufig überschätzen. Es sollte jedoch nie das Ziel von körperlicher Aktivität sein, mehr essen zu können – stattdessen sollte der Fokus darauf liegen, die Fitness zu steigern oder bestimmte Fähigkeiten weiter auszubauen.

Gesundheitliche Probleme

Personen, die regelmäßig trainieren, sich gesund ernähren und genug schlafen, sollten allerdings wachsam sein, wenn sie trotzdem immer weiter an Gewicht zulegen. Hinter dem Phänomen können beispielsweise Probleme mit der Schilddrüse oder spezielle Medikamente stecken. Wenn Sie etwas davon vermuten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um dies abzuklären und weiterhin einen für Sie optimalen gesunden Lebensstil pflegen zu können.

Die Snack-Falle

Wenn die Kilos durch den Sport nicht purzeln, könnte dies jedoch ebenfalls an den falschen Snacks liegen. Speziell fertig abgepackte und verarbeitete Nahrungsmittel sind häufig hochkalorisch und ungesund. Gerade nach dem Training sind dagegen Obst, Gemüse, mageres Eiweiß und gesunde Fette empfehlenswert – es muss nicht gefastet werden. Durch die Nahrungsaufnahme nach dem Sport wird die Regeneration unterstützt und neue Kraft getankt. Wer allerdings kurz vor dem Sport erst gegessen hat, muss nicht unbedingt auf etwas zurückgreifen. Wichtig ist nur, keinen starken Hunger aufkommen zu lassen, da dies meist zu einem Überessen führt.

Die falschen Nährstoffe

Es kommt auch auf die Sportart an, welche Nahrungsmittel den Abnehmerfolg unterstützen können. Extreme Ausdauersportler sollten viele Kohlenhydrate zu sich nehmen, doch für die 30-minütige Laufeinheit ist dies nicht notwendig. Dasselbe gilt auch für Proteine. Die meisten Menschen decken ihren Eiweißbedarf über die alltägliche Ernährung. Wird das Augenmerk auf diese Makronährstoffe gelegt und Mengen davon verzehrt, die zum Teil meist überflüssig sind, endet dies häufig in einer zu hohen Kalorienaufnahme.

Mangelnde Wasserzufuhr

Oft gerät in Vergessenheit, wie viel Wasser der Körper benötigt – erst recht, wenn Sport getrieben wird. Es ist essenziell, ihn mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, damit der Stoffwechsel gut funktioniert und auch Gewicht abgebaut werden kann. Da Durst häufig mit Hunger verwechselt wird, kann eine unzureichende Wasseraufnahme schnell zur Figurfalle werden.

Das falsche Training

Ausdauertraining kurbelt den Stoffwechsel an, aber gleichzeitig auch den Hunger. Krafttraining kann dem vorbeugen, da es fettfreie Muskelmasse aufbaut, durch die auch in Ruhephasen mehr Kalorien verbrannt werden. Zudem regt Krafttraining den Appetit meist nicht so an, wie Cardiotraining, und hat einen noch besseren Effekt auf die Lebensdauer.

Bewegung im Alltag wird nicht berücksichtigt

Oftmals liegt der Fehler aber auch in der Lebensgestaltung abseits des Sportprogramms. Viele Menschen bewegen sich ansonsten kaum. Wer den ganzen Tag sitzt, hat vom Training nicht besonders viel. Auch ein zu anstrengendes Training, das die Energie für den restlichen Tag raubt, ist nicht vorteilhaft.
Am besten ist es, den ganzen Tag über Bewegungsphasen einzulegen. Machen Sie aktive Pausen, in denen Sie spazieren gehen, und nehmen Sie die Treppe. Das hält den Stoffwechsel über den Tag aktiv.

Was meinen Sie?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

No Comments Yet.