Forscher ermitteln neuen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Herzkrankheiten

Schlafprobleme scheinen das Risiko für Herzinsuffizienz, Schlaganfälle und Erkrankungen der Herzkranzgefäße zu steigern. Dies ergab eine neue Studie der Uppsala University. Die Untersuchungsergebnisse wurden in dem englischsprachigen Fachjournal „Circulation“ vorgestellt.

Schlafprobleme sind keine Seltenheit

Schon in der Vergangenheit konnten Beobachtungsstudien eine Verbindung zwischen Schlaflosigkeit und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Herzkrankheiten und Schlaganfällen aufdecken. In der heutigen Hochleistungsgesellschaft klagen immer mehr Menschen über Probleme mit dem Schlafen. Dies könnte ein neuer Erklärungsansatz für die zunehmende Zahl der Herzkranken sein.

Genkombinationen für Schlaflosigkeit sorgen für erhöhtes Risiko

Im Rahmen der neuen Studie konnte nicht explizit geklärt werden, ob Schlaflosigkeit tatsächlich der Grund für Herzleiden ist, oder ob lediglich ein Zusammenhang existiert. Bei der Untersuchung wurde auf die Mendelsche Randomisierung zurückgegriffen. Die Technik verwendet genetische Varianten, die bekanntlich mit einem potenziellen Risikofaktor, wie Schlafproblemen, in Verbindung stehen. Auf diese Weise sollen Verfälschungen in den Resultaten verhindert werden.
Für die Forschungsarbeit wurden die Daten von circa 1,3 Millionen Probanden mit oder ohne Herzleiden oder Schlaganfall aus vier großen öffentlichen Studien ausgewertet. Die Wissenschaftler erkannten dabei, dass genetische Prädispositionen für Schlafprobleme mit einem immens erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz, ischämischen Schlaganfall und Erkrankungen der Herzkranzgefäße verbunden sind. Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Vorhofflimmern stieg hingegen nicht an.

Weitere Untersuchungen müssen folgen

Sollte der nächtliche Schlaf ein Problem darstellen, so ist es nötig der Ursache auf den Grund zu gehen und sie, wenn möglich, zu therapieren. Die Bildung neuer Gewohnheiten und gezielter Stressabbau können einen guten Schlaf fördern.
Die genannte Studie wird dadurch beschränkt, dass die Erkenntnisse eine genetische Variante der Verbindung zu Schlaflosigkeit, und nicht die Schlaflosigkeit per se abbilden. Zu dieser Thematik ist es nun essenziell weitere Forschung zu betreiben.

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