Vegetarier erkranken um fast 25 Prozent seltener an Diabetes

Eine vegetarische Ernährung bietet viele gesundheitliche Vorteile. Doch welchen Effekt hat der vollkommene Verzicht auf Fleisch auf das Diabetesrisiko? Wissenschaftler erkannten bei einer kürzlich durchgeführten Studie, dass Vegetarier und Veganer um fast 25 Prozent seltener an Diabetes erkranken.

Die Veggie-Studie

Durch eine neue Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health stellte sich heraus, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung mit einem 25 Prozent niedrigeren Diabetesrisiko einhergeht. Die Untersuchungsergebnisse wurden in der englischsprachigen Fachzeitung „JAMA Internal Medicine“ vorgestellt.
Für die Forschungsarbeit wurden über 300.000 Teilnehmer untersucht, deren Speiseplan vor allem pflanzliche Lebensmittel enthielt. Das Fazit: Menschen, die ohne Fleisch leben, sind um 23 Prozent weniger empfänglich für Diabetes-Typ-2. Pflanzliche Nahrung enthält viele Antioxidantien, die die Entwicklung der mit Fettleibigkeit verbundenen Erkrankung verhindern, denn sie steigern die Insulinsensitivität. Insulin ist das Hormon, das den Blutzucker reguliert. Darüber hinaus reduziert pflanzliche Kost die Gewichtszunahme und wirkt Entzündungsprozessen im Körper entgegen.

Kein Fleisch, aber viel Obst und Gemüse

Die Untersuchung ist die erste, die sogar zwischen gesunden und weniger gesunden pflanzlichen Nahrungsmitteln differenziert. Gesund sind dabei vor allem Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Zu den ungesunden Lebensmitteln zählen Kartoffeln, Weißmehl, Zucker, sowie minimale Mengen Produkte tierischen Ursprungs. Die Schutzwirkung vor Diabetes ist umso größer, je mehr gesunde pflanzliche Nahrungsmittel und je weniger ungesunde Nahrungsmittel verzehrt werden. Die Resultate unterstreichen die Bedeutung einer pflanzlichen Kost für die Gesundheit. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Tofu und weitere gesunde pflanzliche Lebensmittel sollten somit die Hauptstützen der Ernährung darstellen.
Dies ist insbesondere bei der Bewältigung von Diabetes-Typ-2 entscheidend. Den Forschern zufolge könnte die Mehrheit der Diabetiker die Erkrankung durch einen gesunden Lebensstil tatsächlich vermeiden. Pflanzliche Ernährungsweisen haben in den vergangenen Jahren immer weiter an Beliebtheit gewonnen. Den Wissenschaftlern war es deshalb ein Anliegen, den Gesamtzusammenhang zwischen einer derartigen Ernährung und dem Diabetesrisiko weiter zu erforschen – gerade, weil sich Vegetarier und Veganer auch untereinander noch einmal sehr unterschiedlich ernähren können.

Der richtige Lebensstil bewahrt vor Diabetes

In der Vergangenheit konnten andere Untersuchungen bereits aufzeigen, dass eine pflanzlich basierte Ernährung das Risiko für Diabetes-Typ-2 senken kann. Es fehlte jedoch Forschung, um die epidemiologische Beweislage auszuwerten. Den Einschätzungen der Forscher zufolge bestätigen die neuen Studienergebnisse nun die Aussage, dass eine pflanzliche Ernährung vor Diabetes-Typ-2 schützt. Idealerweise sollten zusätzlich ein gesundes Körpergewicht beibehalten und regelmäßig körperliche Aktivitäten ausgeführt werden, um das Diabetesrisiko möglichst niedrig zu halten.

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