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ErnährungNews

Stevia, Honig, Agavensirup…. gibt es die gesunde Süße?

von redaktion Posted on 26.11.2019 07:0503.03.2021 09:25

Wenn die süßen Alternativen zu Haushaltszucker zum Sauer aufstoßen sind

Im Durchschnitt verzehrt jeder deutsche Bundesbürger pro Monat drei Kilo Zucker, was aufs Jahr gerechnet bedeutet, dass pro Kopf 36 Kilo Zucker konsumiert werden. Allein der gesüßte Tee oder Kaffee trägt dabei nicht die Verantwortung, sondern vielmehr die ca. 83 Prozent an verarbeitetem Zucker innerhalb der allgemeinen Lebensmittelindustrie. Dass der weiße Kristallzucker jedoch nicht gesund ist und sogar krank machen kann, ist bereits einschlägig bekannt. Kaum verwunderlich, dass es inzwischen immer mehr Alternativen zum Raffinade Zucker im Handel gibt. Doch welche Arten von Zuckerersatz gibt es und gibt es die gesunde Süße wirklich?

Was es mit den kleinen weißen Kristallen auf sich hat

Er ist süß und macht viele Speisen wesentlich schmackhafter, Zucker. Doch längst hat sich herausgestellt, dass raffinierter Kristallzucker nicht nur Einfluss auf den Geschmack der Nahrungsmittel nimmt, sondern sich gleichermaßen negativ auf die Gesundheit des Menschen auswirkt.

Hauptsächlich wird Zucker aus Zuckerrohr und Zuckerrüben gewonnen. Letztere werden hauptsächlich in China, Indien und Brasilien angebaut, wohingegen Zuckerrohr vor allen Dingen in den USA, Frankreich und Russland angebaut wird. Übrigens braucht es über acht Stunden, bis die Raffinieren eine grobe Zuckerrübe zu dem typischen kleinkörnigen Produkt verarbeitet haben. Sämtlich vorhandene Vitamine und Mineralien in einer solchen Rübe, gehen außerdem bei der Verwandlung verloren, sodass das Endprodukt einzig aus leeren Kalorien besteht.

Schaut man sich den jährlichen pro Kopf Verbrauch von weißem Zucker an, ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr Menschen in Deutschland an Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Problemen und Übergewicht erkranken. Zudem nehmen die Zähne massiven Schaden aufgrund des hohen Zuckerkonsums. Karies ist schon bei Kleinkindern oftmals ein Problem. Zuckerersatzstoffe setzen insbesondere bei jener gesundheitlichen Problematik an und versprechen das gleiche süße Ergebnis, allerdings ohne Gesundheitsrisiko.

Von Agavensirup bis Xylit

Es gibt sie zu genüge, die alternativen Süßungsmittel wie z.B.:

  • Agavensirup
  • Aspartam
  • Erythrit
  • Honig
  • Stevia
  • Xylit
  • usw.

Doch wer jetzt denken mag, ohne schlechtem Gewissen auf Teufel komm raus mit diesen Ersatzstoffen los süßen zu können, der täuscht. Ernährungsphysiologisch hat sich nämlich bereits gezeigt, dass diese sich unwesentlich besser auswirken, als es bei Kristallzucker der Fall ist. Korrekt ist zwar der Fakt, dass einige dieser Alternativen bei vergleichbarer Süßkraft, nicht ganz so viele Kalorien innehaben, wie beispielsweise Sirup aus Agaven, aber von Leichtgewichten kann trotzdem keine Rede sein. Auf 100 Gramm beinhaltet der Agavensirup rund 300 Kilokalorien.

Erfolgt ein übermäßiger Konsum der Ersatzstoffe, kann es auch hierbei zu gesundheitlichen Schäden kommen sowie zu einer, in der Regel, unerwünschten Gewichtszunahme. Was die Gesundheit der Zähne betrifft, sind Honig, Dicksaft und Sirup sogar noch schädlicher für die Zähne, als Haushaltszucker.

Süße durch Agavensirup

Agavensirup, oft auch als Agavendicksaft bezeichnet ist von seiner Konsistenz ähnlich Bienenhonig, allerdings nicht ganz so zähflüssig. Mittels des Agavensafts können unterschiedliche Methoden das Produkt eindicken und haltbar machen. Der Vorteil dieser Alternative zeigt sich in der ähnlichen Süßkraft wie Kristallzucker mit einem Kaloriengehalt, der um rund ein Viertel geringer ist. Allerdings beinhaltet Agavensirup sehr viel Fruchtzucker, welcher in größeren Mengen nicht nur Blähungen und Durchfall führen kann, sondern auch in Verbindung mit Diabetes und Übergewicht gebracht wird.

Was die Nachhaltigkeit und die Umwelt betrifft, sollte lieber auf Alternativen zurückgegriffen werden, wie z.B. der heimische Honig. Denn es müssen in Mexiko erst einmal auf größten Plantagen die Agaven gepflanzt werden, um sie dann zum Süßungsmittel weiterverarbeiten zu können. Der Energie- und Wasserverbrauch ist nicht zu verachten, ebenso wie der Übersee-Import.

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