Mutterkraut: Eine unauffällige, aber vielfältige Heilpflanze

Mutterkraut ist auch bekannt als „Falsche Kamille“, passend zu seiner weiß-gelben Blüte. Außerdem wird es als Fieberkraut bezeichnet, was schon darauf hinweist, dass die Menschen bereits seit Urzeiten die fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung des bitteren Krautes kennen. Allerdings kann die Heilpflanze noch viel mehr und nach neuesten Erkenntnissen ist sie sogar in der Krebstherapie wirksam.

Mutterkraut ist seit der Antike gegen Fieber und Kopfschmerzen bekannt

Ursprünglich kannte man Mutterkraut gegen Fieber, Kopfschmerzen und verwandte Probleme wie zum Beispiel Migräne. Es wurde bereits in der Antike außerdem gegen Atemprobleme eingesetzt, bei Erkältungen wie Asthma. Seinen Namen hat das Mutterkraut jedoch von einem anderen Anwendungsgebiet erhalten: den Menstruationsbeschwerden. Die Heilpflanze kann den Zyklus regulieren und ausgleichen und erzielt die selbe Wirkung auch während der Wechseljahre der Frau. Ihre beruhigende Wirkung hilft vielen Frauen, die während der Menstruation Probleme mit schmerzhaften Krämpfen haben. Weiterhin begünstigt das Mutterkraut den Eisprung und die Nachgeburt. Viele Frauen haben während ihrer Regel auch Verstopfungen oder Blähungen, hierbei hilft die verdauungsfördernde, abführende Wirkung des Mutterkrautes.

Das bittere Kraut ist vielseitig einsetzbar

Neben Erkältungen und Frauenleiden eignet sich das Mutterkraut auch gegen Hautprobleme wie Entzündungen, Wunden und Insektenstiche. Der Auszug des Krautes wird auf die Wunde, den Stich oder auch einen Pickel getropft und wirkt dort entzündungshemmend. Auch als Spülung gegen Läuse kann das Mutterkraut verwendet werden. Hierbei wird einfach der abgekühlte Tee aus der Pflanze in die Kopfhaut einmassiert. Obwohl viele Menschen das Mutterkraut als Heilpflanze heute fast vergessen haben, gibt es jetzt außerdem neue Erkenntnisse, die besagen, dass es in der Behandlung von Leukämie Wunder wirken könnte. Das Kraut greift die Krebszellen bereits im Rückenmark an und verschont dabei die gesunden Zellen. Es sensibilisiert den Krebs für weitere Therapiemethoden wie Bestrahlungen. Zu diesem Thema laufen aktuell viele Forschungen und klinische Studien, sodass wir hoffentlich bald mehr über Mutterkraut gegen Krebs hören können.

Wie wird Mutterkraut eingenommen und was muss man beachten?

Mit seinem bitteren Geschmack und dem kräftigen Geruch würde kaum jemand daran denken, Mutterkraut in der normalen Ernährung einzusetzen. Bloß die Keimlinge können eventuell im Salat wie Kresse genutzt werden. Dennoch eignet sich Mutterkraut zur Einnahme als Tee oder Tinktur. Letzteres wirkt prophylaktisch gegen Migräne, wenn täglich drei Mal zwanzig in Wasser verdünnte Tropfen davon eingenommen werden. Um einen Tee aus Mutterkraut aufzubrühen, lässt man einen Esslöffel frisches oder einen Teelöffel getrocknetes Kraut in 200 Milliliter kochend heißem Wasser etwa fünf bis zehn Minuten ziehen. Aber Vorsicht: Mutterkraut sollte nicht länger als zwei Monate am Stück und auch nicht während einer Schwangerschaft eingenommen werden. Bei sehr empfindlichen Menschen kann es, obwohl es an sich ungefährlich ist, außerdem Allergiesymptome wie ein Brennen oder Kitzeln im Mund hervorrufen.

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