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Krankheiten

Krankenkassen: Arbeitnehmer fehlen immer öfter wegen psychischen Erkrankungen

von redaktion Posted on 15.05.2013 13:5416.05.2013 13:20

Immer mehr Arbeitnehmer fehlen wegen psychischen Erkrankungen. Die höchste Ausfallquote hat der Groß- und Einzelhandel sowie das Sozial- und Gesundheitswesen. Die Krankenkassen riefen die Arbeitnehmer auf, dem entgegen zu wirken.

Die gesetzlichen Krankenkassen registrieren immer mehr Krankeschreibungen wegen psychischen Erkrankungen. Diese resultieren in erster Linie aus dem Job. Leistungsdruck und ständige Erreichbarkeit führen immer öfter zu Depressionen, Burnout und CO.

Besonders häufig fehlen Mitarbeiter wegen psychischer Erkrankungen im Einzel- und Großhandel (43,6 Tage in 2012). Das geht aus den Daten der Kaufmännischen Krankenkasse hervor. Mitarbeiter aus dem Gesundheits- und Sozialwesen fehlten in 2012 40,7 Tage krankheitsbedingt wegen psychischer Erkrankungen.

Psychische Erkrankungen bald Volkskrankheit Nummer eins?

Wie der Chef der Kaufmännischen Krankenkasse, Ingo Kailuwit, in einem Interview mit der „Bild“- Zeitung betonte, könnten psychische Erkrankungen in einigen Jahren zur neuen Volkskrankheit Nummer eins werden. Erfolgsdruck und ständige Erreichbarkeit sind auf Dauer eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit, betonte der Chef der Krankenkasse weiter.

Hier müssen wir gemeinsam mit den Arbeitgebern gegensteuern, forderte er in dem Interview weiter. Das sei von der den Branchen unabhängig durch ständige Erreichbarkeit via E-Mail, Smartphone und hohem Leistungsdruck begründet, erklärt Kailuweit.

45 Arbeitsstunden pro Woche

Dies belegen auch aktuelle Zahlen des statistischen Bundesamtes. So klagen bereits heute 59,1 Prozent der Arbeitnehmer über untypische Arbeitszeiten, Überstunden, Wochenendarbeit und Dauerbereitschaft. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund erklärte müssen heute 63 Prozent der Arbeitnehmer in der gleichen Zeit mehr leisten, als noch vor wenigen Jahren.

50 Prozent der befragten Arbeitnehmer müssen in der Woche mindestens 45 Stunden arbeiten. 72 Prozent leisten sogar mindestens 15 Überstunden mehr.

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