• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
KrankheitenNewsRatgeber

Darmkrebs-Screening: Neue Leitlinien bringen Frauen mehr Schaden als Nutzen

wiesner@symptoma.com' von Annemarie Posted on 08.10.2019 06:2329.06.2020 15:15

Kürzlich wurde in dem medizinischen Fachblatt „BMJ“ eine neue Empfehlung bezüglich Darmkrebs-Screenings für Frauen herausgegeben. Das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) warnt jedoch nun vor Schäden durch diese Richtlinie.

Es drohen verheerende Folgen

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland. Laut Fachleuten könnte eine Vielzahl Erkrankungen jedoch vermieden werden, wenn regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen würden. Anfang Oktober erschien in der Fachzeitung „BMJ“ eine neue Empfehlung zu Darmkrebs-Screenings. Dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS zufolge ist die Kernaussage der Empfehlung, dass nur diejenigen Personen ein Screening vornehmen lassen sollten, die mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens drei Prozent innerhalb der nächsten 15 Jahre Darmkrebs bekommen. Indirekt wird somit der Mehrzahl der Frauen von einem Screening abgeraten, obwohl dessen Vorteile belegt sind.
In den meisten aktuellen Richtlinien zur Darmkrebsprävention wird die Maßnahme für Männer und Frauen ab 50 Jahren empfohlen. Laut den Angaben liegt dem zugrunde, dass Darmkrebs sich sehr langsam entwickelt. Das Screening verhindert somit die Krebserkrankung, die erst viele Jahre später auftreten würde. Die Methodik zur Entwicklung der BMJ-Empfehlung wich von diesen Erkenntnissen jedoch ab: Ein Gremium von 22 Personen wurde um eine Einschätzung gebeten, wie groß der Nutzen des Screenings sein müsse, damit die meisten Menschen sich dafür entscheiden. Antwortmöglichkeiten gab es dafür aber nur extreme. Auf Grund dessen wurde die Schwelle am Ende sehr hoch angesetzt, sodass äußerst restriktive Empfehlungen veröffentlicht wurden. In der Praxis raten sie der Mehrzahl der Frauen von der Präventionsmaßnahme ab, die Anwendung ist den älteren Personengruppen vorbehalten.

Prävention ist essenziell

Für Darmkrebs gibt es im Gegensatz zu anderen Krebsarten effektive Möglichkeiten der Früherkennung. Davon abzuraten, ist paradox. 45 Prozent der Darmkrebspatienten in Deutschland sind weiblich. Mit einem Darmkrebs-Screening könnte der Krebs bei ihnen rechtzeitig erkannt und behandelt werden bzw. würde gar nicht erst auftreten. Doch dafür muss die Erkrankung im frühen Stadium diagnostiziert werden. Je später sich die Frauen der Präventionsmaßnahme unterziehen, desto geringer ist ihre Chance auf Heilung.
Das Gremium des BMJ hat den Nutzen, keinen Darmkrebs zu bekommen, dem Nutzen, nicht an Krebs zu sterben, gleich bewertet. Darüber hinaus muss man zuerst in Erfahrung bringen, ob ein erhöhtes Risiko besteht innerhalb der nächsten 15 Jahre an Darmkrebs zu erkranken, bevor das Screening vorgenommen wird. Die aktuellen Prognosemodelle sind allerdings noch stark mangelhaft. Circa zwei Dritteln der Frauen, die in den folgenden fünf Jahren Darmkrebs entwickeln, erhalten fälschlicherweise eine unauffällige Diagnose – und damit automatisch den Ratschlag kein Darmkrebs-Screening durchführen zu lassen.
Die Studienautoren unterstreichen, dass es sich bei den neuen Richtlinien nur um Empfehlungen handelt und die Patienten stets im ärztlichen Gespräch zu einer individuellen Entscheidung gelangen. Nichtsdestotrotz könnten die aktuellen Leitlinien Verunsicherung stiften und dafür sorgen, dass mehr Frauen sich gegen ein Darmkrebs-Screening entscheiden – mit gefährlichen Folgen.

Programm für die Früherkennung

Das organisierte Darmkrebs-Screening umfasst folgende Untersuchungsangebote: Zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr wird ein immunologischer Test (iFOBT) auf occulte (nicht sichtbare) Blutspuren im Stuhl vorgenommen. Männer älter als 50 Jahre haben Anspruch auf zwei Früherkennungskoloskopien (Darmspiegelungen) im Abstand von mindestens zehn Jahren. Wird dies erst ab dem 65. Lebensjahr vorgenommen, besteht Anspruch auf eine Früherkennungskoloskopie.
Frauen können ab dem 55. Lebensjahr zwei Früherkennungskoloskopien im Mindestabstand von zehn Jahren fordern. Auch bei ihnen besteht Anspruch auf eine Darmspiegelung, wenn das Angebot erst ab dem 65. Lebensjahr wahrgenommen wird. Ebenfalls ab dem 55. Lebensjahr können sowohl Männer als auch Frauen alle zwei Jahre einen immunologischen Test (iFOBT) nutzen, jedoch nur solange noch keine Früherkennungskoloskopie durchgeführt wurde. Bei einer auffälligen Stuhlprobe besteht zusätzlich Anspruch auf eine Abklärungskoloskopie.

Darmkrebs-Screening: Neue Leitlinien bringen Frauen mehr Schaden als Nutzen

Vorheriger Artikel

So erkennen Sie blitzschnell einen Schlaganfall
Darmkrebs-Screening: Neue Leitlinien bringen Frauen mehr Schaden als Nutzen

Nächster Artikel

So wirkt sich rotes Fleisch auf das Herz aus
Auch interessant
Herzinfarkt: Warum ihm immer mehr junge Menschen zum Opfer fallen
Herzinfarkt: Warum ihm immer mehr junge Menschen zum Opfer fallen
Posted on 24.04.2023 17:2824.04.2023 10:54
Wirkstoff gegen Coronaviren doch schon in Sicht? Diese Pflanze gibt Hoffnung
Wirkstoff gegen Coronaviren doch schon in Sicht? Diese Pflanze gibt Hoffnung
Posted on 31.01.2020 15:1329.06.2020 15:11
Angststörungen: Warum werden manche Menschen besonders von der Angst gepackt?
Angststörungen: Warum werden manche Menschen besonders von der Angst gepackt?
Posted on 08.02.2021 12:5708.02.2021 17:48
Bald kein Platz für Babys: RSV-Infektionen lassen Schweizer Krankenhäuser verzweifeln
Bald kein Platz für Babys: RSV-Infektionen lassen Schweizer Krankenhäuser verzweifeln
Posted on 26.07.2021 05:4827.07.2021 09:39
Spätes Aufstehen fördert asthmatische Erkrankungen
Spätes Aufstehen fördert asthmatische Erkrankungen
Posted on 07.07.2020 09:01
Kältewelle: Eine Gefahr für Herzkranke
Kältewelle: Eine Gefahr für Herzkranke
Posted on 10.02.2021 16:1611.02.2021 16:05

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum