• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ForschungKrankheitenNewsRatgeber

Schlafmangel kann Demenzrisiko im Alter erhöhen

von Stefan Dunky Posted on 23.06.2021 11:0922.06.2021 17:02

Dass Schlafmangel sich negativ auf die körperliche Gesundheit auswirkt, ist längst kein Geheimnis mehr. Hinzu kommt aber, dass Personen, die über einen langen Zeitraum im mittleren Alter nur sechs Stunden oder sogar weniger schlafen, später ein höheres Risiko für Demenz aufweisen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitstudie, bei der Probanden aus Großbritannien über mehrere Jahrzehnte beobachtet wurden.

Schlafprobleme im Fokus

Um zu untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen der durchschnittlichen Schlafdauer und Demenzerkrankungen besteht, hat das Forscherteam Daten von insgesamt 7.959 britischen Beamten analysiert. Die Daten wurden seit Mitte der 1980er Jahre in der Whitehall Study II zusammengefasst, in der unter anderem durch regelmäßige Befragungen und Untersuchungen die Schlafdauer erfasst wurde. Dazu erfolgten Messungen in den Jahren zwischen 1985 und 1988, wobei die Teilnehmer etwa 35 bis 55 Jahre alt waren sowie zwischen 2015 und 2016, was hauptsächlich 63- bis 86-Jährige betraf. Die Forscher konnten anhand dieser Ergebnisse die Schlafdauer im Alter von 50, 60 und 70 Jahren einschätzen, sowie Rückschlüsse auf die einzelnen Schlafgewohnheiten ziehen.
Zusätzlich führten 4.267 Studienteilnehmer in den Jahren 2012 und 2013 an neun aufeinanderfolgenden Tagen Beschleunigungssensoren mit sich, die ihre Körperbewegungen aufzeichneten. Die damit gewonnenen Ergebnisse sollten helfen, die Angaben auf den Fragebögen weiter zu objektivieren.

Schlafdauer im mittleren Alter entscheidend

Am Ende der Studiendauer im Jahr 2019 hatten insgesamt 521 aller Teilnehmer eine Demenz entwickelt. Dadurch ergab sich ein um 20 bis 40 Prozent höheres Demenzrisiko bei Menschen, deren Schlafdauer im Alter von 50 oder 60 Jahren genau oder weniger als sechs Stunden pro Nacht betragen hatte: „Wir haben anhand einer sehr langen Nachbeobachtungszeit festgestellt, dass kurzzeitiger Schlaf in der Mitte des Lebens, der mehr als 25 Jahre vor dem Durchschnittsalter bei Beginn der Demenz bewertet wurde, mit dem Demenzrisiko im späteren Leben verbunden ist“, ergänzt Sabia. Gleichzeitig fand das Forscherteam keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Schlaf von acht und mehr Stunden und einem erhöhten Demenzrisiko.

Unbekannte Erkrankung könnte ebenfalls schuld sein

Bei den Analysen der Daten wurden auch weitere Faktoren miteinbezogen, die das Demenzrisiko beeinflussen könnten. Dazu gehörte beispielsweise Nikotin- und Alkoholkonsum, körperliche Aktivität, Body-Mass-Index und Ernährung. Obwohl die Forscher mit ihren Untersuchungsergebnissen keinen direkten Zusammenhang zwischen zu wenig Schlaf und einem erhöhten Demenzrisiko herstellen konnten, lässt sich durch die ungewöhnlich langen Beobachtungszeiten jedoch ausschließen, dass Schlafstörungen ein Frühsymptom der Erkrankung sind. Gleichzeitig besteht aber die Möglichkeit, dass Schlafstörungen und Demenz die Folgen einer dritten, bisher unentdeckten Krankheit seien. Dieser Vermutung wollen die Forscher nun in zukünftigen Studien genauer nachgehen.

Schlaf bleibt wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebens

Auch die Forschenden betonen erneut, wie wichtig Schlaf für den menschlichen Organismus und ein gesundes Leben ist: “Obwohl wir nicht bestätigen können, dass zu wenig Schlaf tatsächlich das Demenzrisiko erhöht, gibt es viele Gründe, warum eine gute Nachtruhe gut für die Gesundheit des Gehirns sein könnte. Diese Ergebnisse bestätigen die Bedeutung der Schlafhygiene für die Gesundheit”, meint auch Sabia. Bei akuten Schlafproblemen sollte daher medizinische Beratung möglichst rasch in Anspruch genommen werden, vor allem wenn diese länger andauern. Eine Abklärung in einem Schlaflabor kann zusätzlich helfen die genauen Ursachen bei anhaltenden Schlafstörungen festzustellen und in weiterer Folge zu behandeln.

Schlafmangel kann Demenzrisiko im Alter erhöhen

Vorheriger Artikel

Covid-19: Schäden und Entzündungen im Gehirn nachgewiesen
Schlafmangel kann Demenzrisiko im Alter erhöhen

Nächster Artikel

Covid-19: Mit Darmbakterien gegen SARS-CoV-2
Auch interessant
Erhöhtes Sterberisiko? Warum Sie keine Mahlzeit auslassen sollten
Erhöhtes Sterberisiko? Warum Sie keine Mahlzeit auslassen sollten
Posted on 30.11.2022 05:2425.11.2022 15:54
12 Millionen Deutsche leiden unter Pollenallergie
12 Millionen Deutsche leiden unter Pollenallergie
Posted on 27.02.2019 18:1228.02.2019 11:34
Wie ein gesunder Darm unser Immunsystem stärkt
Wie ein gesunder Darm unser Immunsystem stärkt
Posted on 12.08.2020 12:37
Covid-19: Immunsystem bestimmt Verlauf – und ob wir uns erneut anstecken
Covid-19: Immunsystem bestimmt Verlauf – und ob wir uns erneut anstecken
Posted on 23.07.2020 17:0023.07.2020 16:12
Sport ist kein Mord: Wie Muskelarbeit die Insulinwirkung verbessert
Sport ist kein Mord: Wie Muskelarbeit die Insulinwirkung verbessert
Posted on 06.10.2021 16:0706.10.2021 08:37
Eine Zukunft ohne lange Warteliste und Dialyse: Bald möglich dank künstlicher Niere?
Eine Zukunft ohne lange Warteliste und Dialyse: Bald möglich dank künstlicher Niere?
Posted on 06.09.2023 05:5106.09.2023 17:14

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum