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Gen- Studien: erhöhte Malariagefahr durch mutierten Erreger

von redaktion Posted on 16.11.2013 21:0717.11.2013 00:11

Virus vs Immune systemMenschen denen ein bestimmtes Eiweiß im Blut fehlt, können sich nicht mit Malaria anstecken. Wissenschaftler haben aber jetzt einen neuen Erreger ausgemacht, der auch Menschen ohne dieses Eiweiß anstecken kann.

Malaria auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt ist eine Tropenkrankheit, die von einzelligen Parasiten hervorgerufen werden. Die Krankheit wird in erster Linie durch eine Stechmücke in den Tropen oder Subtropen übertragen. Menschen denen ein bestimmtes Eiweiß im Blut fehlt konnten bis jetzt an Malaria erkranken.

Wissenschaftler haben kürzlich einen Erreger ausgemacht, der diese natürliche Resistenz umgehen kann. Die Ausbreitung dieses Erregers wäre vor allem südlich der Sahara gravierend. Bei dem Erreger, den US- Wissenschaftler in Gen- Studien nachwiesen, handelt es sich um den Parasiten namens Plasmodium vivax.

Vermehrt Malaria- Infizierte

Sie können zum Ausbruch von Malaria tertiana führen. Bei dieser Form der Malaria können regelmäßige Fieberschübe auftreten. Der Erreger kann sich zudem in der Leber verstecken und den Patienten später erneut infizieren. Die aktuellen Ergebnisse stellten die Wissenschaftler am gestrigen Freitag auf einem Kongress für Tropenmedizin in Washington vor.

Menschen, denen ein bestimmtes Eiweiß im Blut fehlt, waren bis heute vor Malaria geschützt, zumindest dachte dies die Wissenschaft. Diese Menschen werden als Duffy- negativ bezeichnet. Doch in den letzten Jahren beobachteten Wissenschaftler immer wieder das Menschen aus Afrika und Südamerika an Malaria tertiana erkrankten.

Nur wenige Malaria- Infizierte in Deutschland

Südlich der Sahara gelten gut 95 Prozent der Bevölkerung als Duffy- negativ. Fehlt dieses besagte Eiweiß, können Parasiten die roten Blutkörperchen nicht entern und sich zudem auch nicht vermehren, so die Wissenschaftler. Doch die neuen Erreger haben eine Möglichkeit gefunden, dennoch die roten Blutkörperchen zu erobern, heißt es in der Stellungnahme der Wissenschaftler.

Dies könnte eine Erklärung sein, warum Menschen, die eigentlich als Duffy- negativ gelten, sich dennoch mit Malaria infizieren können. In Deutschland geht die Zahl der gemeldeten Malaria- Erkrankten schon seit dem Jahr 2001 kontinuierlich zurück. Im Jahr 2001 waren es noch 1049 Infizierte, in 2006 dann nur noch 568.

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