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Schlaganfall: So erkennen und vermeiden Sie einen Hirninfarkt

von Anna-Lena Schachtner Posted on 16.12.2022 11:5212.12.2022 18:52

Konzentrationsstörungen, Lähmungen, Tod – all das sind mögliche Folgen eines Schlaganfalls. Selbst wer solch einen Hirninfarkt überlebt, muss häufig mit schwerwiegenden Beeinträchtigungen leben lernen. Wichtig ist daher, dass der Schlaganfall schnell bemerkt wird, um die schlimmsten Schäden im Gehirn möglichst abzuwenden. Im Folgenden erfahren Sie, was die Ursachen für einen Schlaganfall sind, wie man dessen Anzeichen erkennt und welche Präventionsmaßnahmen man ergreifen kann.

Ischämischer Schlaganfall: Wenn die Adern verstopfen

Meist liegt einem Schlaganfall eine Durchblutungsstörung im Gehirn zugrunde. Dann wird er als ischämischer Schlaganfall oder Hirninfarkt bezeichnet. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass das Blut nicht mehr richtig fließen kann, etwa eine Verkalkung der Halsschlagadern infolge der Arteriosklerose: Durch die Kalkablagerungen, auch Plaques genannt, sind die Adern mitunter so stark verengt, dass nicht mehr ausreichend Blut ins Gehirn gelangt. Möglicherweise lösen sich die Plaques auch ab, werden mit dem Blut ins Gehirn geschwemmt und führen dort zu einer Verstopfung eines kleineren Gehirngefäßes.
Auch durch Bluthochdruck, zu hohe Blutfettwerte oder Diabetes kann ein Schlaganfall ausgelöst werden. Diese Faktoren führen nämlich möglicherweise dazu, dass Schäden an kleinen Blutgefäßen im Gehirn entstehen, sodass die Durchblutung gestört wird. Das Risiko für einen Schlaganfall ist auch beim sogenannten Vorhofflimmern erhöht: Bei dieser Herzrhythmusstörung können sich Blutgerinnsel im Herzen bilden, die ins Gehirn gelangen und dort den Blutfluss blockieren.

Hämorrhagischer Schlaganfall: Blutungen im Gehirn

In selteneren Fällen wird der Schlaganfall durch eine Gehirnblutung ausgelöst. Dann spricht man von einem hämorrhagischen Schlaganfall. Durch hohe Zucker- und Blutdruckwerte werden die Adern möglicherweise so sehr geschädigt, dass ihre Elastizität abnimmt. Die Folge: Ein Gefäß im Gehirn reißt und das Blut strömt in benachbartes Gehirngewebe. So entstehen die für Schlaganfälle typischen Funktionsausfälle. Bei einigen Patienten ist die Ursache für die Blutung auch eine angeborene Gefäßfehlbildung, die irgendwann reißt. Auch in Folge einer Kopfverletzung können Schäden an Gefäßen entstehen, die zu einer Hirnblutung führen.

Wie erkennt man einen Schlaganfall?

Folgende Symptome können auf einen Schlaganfall hindeuten: Ein Arm oder ein Bein fühlt sich plötzlich geschwächt an oder ist gelähmt. Manche Patienten haben Probleme beim Gehen und fühlen sich schwindelig. Eine Hälfte des Gesichts kann gelähmt sein; häufig hängt dabei der Mundwinkel oder das Augenlid nach unten. Auch plötzlich eintretende Sprach- und Sprechstörungen, etwa eine undeutliche Aussprache oder Wortfindungsstörungungen, können auf einen Hirninfarkt hinweisen, ebenso Missempfindungen und Schwächegefühle auf einer Körperseite. Des Weiteren kann es zu Einschränkungen des Sehsinns kommen, beispielsweise zu einseitiger Erblindung oder der Wahrnehmung von Doppelbildern.
Wer glaubt bei sich oder anderen einen Schlaganfall zu erkennen, sollte keinesfalls lange zögern und sofort den Notarzt rufen! Der Hirninfarkt kann nämlich auch tödlich verlaufen. Deswegen sollte man sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

So beugen Sie Schlaganfällen vor

Am besten schützt man sich vor Schlaganfällen, indem man Risikofaktoren vermeidet. So kann etwa Bluthochdruck die Wahrscheinlichkeit für einen Hirninfarkt erhöhen. Um den Blutdruck wieder zu senken, ist eine salzarme Ernährung und regelmäßige Bewegung sehr wichtig. Empfohlen wird dreimal pro Woche für eine halbe Stunde körperlich tätig zu werden, etwa durch Radfahren oder Schwimmen.
Auch hohe Cholesterin – und Blutzuckerwerte können zu einem erhöhten Risiko beitragen. Um dem entgegenzuwirken, ist ebenfalls eine gesunde Ernährung essentiell: Dabei sollte man wenig tierische Fette, die etwa in Käse, Wurst und Fleisch enthalten sind, zu sich nehmen. Stattdessen empfiehlt es sich auf pflanzliche Fette zu setzen, die einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben. Generell sollte man zur Vermeidung von Schlaganfällen das Rauchen aufgeben und nicht zu viel Alkohol trinken.
In manchen Fällen kann man jedoch auch durch gesunde Ernährung und Sport den Blutdruck sowie die Blutzucker- und Cholesterinwerte nicht senken – dann ist womöglich die Einnahme von Medikamenten die beste Lösung.

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