Zeckenbiss: Wie gefährlich sind Zecken wirklich?


Jedes Jahr wird vor den Zecken gewarnt. Wir sagen ihnen wie gefährlich diese kleinen Tierchen wirklich sind und was sie gegen sie tun können.

Jedes Jahr wird in den Medien breit vor Zecken gewarnt. In vielen Berichten heißt es, Zecken würden Krankheiten übertragen und Menschen auch nicht selten in Lebensgefahr bringen. Doch eins ist sicher, 96 von 100 Zeckenbissen sind vollkommen harmlos. Also wie gefährlich sind Zecken wirklich?

Weniger Zecken dieses Jahr

Zudem soll es in diesem Jahr weniger dieser kleinen Krabbeltierchen geben, als noch in den vergangenen Jahren. Den Medien ist es wohl hauptsächlich zu verdanken, dass die Zecke heute als blutsaugende Bestie dasteht. Früher suchten nur Hundebesitzer ihre Lieblinge nach den kleinen Blutsaugern ab. Heutzutage scheint sich keine Familie mehr ohne Expeditionskleidung in die Natur zu wagen.

Im Wald lauern immerhin blutsaugende Bestien, die nach dem Leben jedes Menschen trachten. Zum allen Überfluss wurde im vergangenen Jahr auf dem 1. Süddeutschen Zeckenkongress die Zecke zum gefährlichsten Tier Deutschlands gewählt.

Zecken können Menschen gefährlich werden

Zecken können Menschen allerdings wirklich gefährlich werden, allerdings nicht in dem Maße, wie es in den Medien dargestellt wird. So können Zecken Krankheiten übertragen, die manchmal auch einen schweren Verlauf haben können, wie zum Beispiel Borreliose. Außerdem können sie auch die Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, was allerdings seltener der Fall ist.

Beide Krankheiten beginnen mit dem Biss der Zecke, die ihren Saugrüssel in der Haut des Menschen verankert, wodurch Krankheitserreger aus dem Verdauungstrakt der Zecke in die Blutbahn des Menschen gelangen. Die anschließende Krankheit verläuft wie eine leichte Grippe, weil sich der Körper gegen die Krankheitserreger wehrt.

In Risikogebieten impfen

Ist die Virenladung groß genug, kann die Borreliose auch zu schmerzhaften Entzündungen im Körper führen. Die FSME kann sich auch zu einer Hirnhautentzündung entwickeln, die in seltenen Fällen auch tödlich enden kann. Gegen FSME kann man eigentlich nichts tun, außer sich gegen sie zu impfen, zumindest in Risikogebieten.

Zu den Risikogebieten zählen Bayern, Baden- Württemberg, Hessen und Thüringen. Menschen die sich in diesen Gebieten aufhalten, sollten sich impfen lassen, selbst wenn sie sich nur kurz in den Gebieten aufhalten.

Zecke nicht zerquetschen

Gegen Borreliose gibt es leider keine Impfung. Hier sollte man sich vor Zeckenbissen und ihren Folgen schützen. Wanderer sollten zum Beispiel ihre Hose in die Socken stecken. Am Abend sollten Wanderer ihre Haut nach schwarzen Punkten untersuchen.

Borreliose braucht 24 Stunden von der Zecke bis in die Blutbahn des Menschen. Binnen dieser Zeit besteht kaum Infektionsgefahr, sofern die Zecke beim Entfernen aus der Haut nicht zerquetscht wird.

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