iPhone & Co: Was Alkoholtester für Smartphones wirklich taugen


Alkohol und Autofahren gehören nicht zusammen, dennoch setzen sich viele mit Alkohol im Blut noch hinters Steuer und wiegen sich in trügerischer Sicherheit. Der Grund dafür können auch schlecht funktionierende Alkoholtester für das Smartphone sein. Experten raten die Alkoholtester für das Smartphone nur als Anhaltspunkt zu nehmen und nicht als bare Münze.

Der Karneval steht gerade vor der Tür und da gibt es in der Regel auch nicht gerade wenig Alkohol zu trinken. Doch nur die wenigsten können einschätzen, ob sie noch fahrtauglich sind. Da kommt ein Alkoholtester für Smartphones gerade recht. Doch die Apps haben oft einen Haken: Sie liefern nicht immer zuverlässige Ergebnisse.

Apps mit hoher Fehlerquote

Nach einem Bier fühlen sich die meisten Menschen hierzulande noch fahrtüchtig, einige wenige wagen sich auch noch an ein zweites oder drittes Bier und setzen sich dann noch immer hinter das Steuer ihres Wagens. Wie viel Alkohol sich im Blut eines Menschen nach einem Kneipenbesuch befindet kann kaum einer mit Gewissheit sagen.

Abhilfe wollen da die Alkoholtester für Smartphones schaffen. Alternativ zur App gibt es aber auch ansteckbares Zubehör. Experten halten davon relativ wenig, egal ob es sich um eine App oder um ansteckbares Zubehör handelt. Hier muss man immer mit einer hohen Fehlerquote rechnen, geben die Experten zu bedenken.

Ergebnis ist nur ein Richtwert

Die größte Gefahr ist allerdings, dass man sich in trügerischer Sicherheit wiegt und glaubt man könne noch ein Glas Alkohol vertragen. Die Apps für das Smartphone versuchen den Alkoholgehalt anhand einer Formel zu berechnen. Der Nutzer des Telefons muss dazu ein paar Informationen über sich und seine konsumierten Getränke eingeben.

Die beiden wichtigsten Faktoren sind dabei Gewicht und Geschlecht. Eine weitere wichtige Rolle beim Alkohol spielt auch, ob man den Alkohol schnell trinkt und ob man im Vorfeld etwas gegessen hat. Fragt die App auch das ab, ist das Ergebnis auch wesentlich genauer. Nutzer sollten sich aber nicht auf das Ergebnis verlassen, denn es ist nur ein Richtwert.

Nur teure Gerät liefern gute Ergebnisse

So kann das App einige Faktoren nicht berechnen bzw. wissen, zum Beispiel Wechselwirkungen von Alkohol und Medikamenten. Auch bei der Abbaugeschwindigkeit des Alkohols gibt es große Unterschiede. Auch hier könne die Berechnung der App nicht zuverlässig sein. Alkoholtester zum Anstecken funktionieren allerdings wie bei der Polizeikontrolle.

Der Nutzer pustet hinein und wenig später wird ihm der Alkoholwert angezeigt. Genaue Ergebnisse, wie die der Polizei, liefern allerdings nur die teuren Geräte und die schlagen mit 400 bis 700 Euro zu Buche. Die Testgeräte für 10 Euro sind bestenfalls als Partyspaß anzusehen. Hier sollte man nach der Faustregel vorgehen: Je günstiger das Gerät, desto ungenauer ist es.

Alkoholwirkung beginnt bei 0,2 Promille

Dennoch sehen Experten diese Geräte nicht als sinnlos an, aber man sollte die Ergebnisse nur als Anhaltspunkt nehmen und keine falschen Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen. Viele glauben unter 0,5 Promille wäre alles noch in Ordnung, die Alkoholwirkung beginnt aber schon bei 0,2 Promille. Zudem regiert jeder Mensch komplett anders auf Alkohol.

Zwar ist im Straßenverkehr ein Alkoholspiegel von bis 0,5 Promille erlaubt. Wer trotzdem einen Unfall baut oder in einen verwickelt wird oder Schlangenlinien fährt, kann Ärger mit der Polizei und der Versicherung bekommen. Und ihm kann trotzdem der Führerschein entzogen werden. Fahranfänger dürfen überhaupt keinen Alkohol trinken. Experten empfehlen zudem, wer fahren muss, sollte gar keinen Alkohol trinken.

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