Private Krankenversicherung: Preise im Rentenalter besser als ihr Ruf


Laut einer neuen Studie sind die Preise im Rentenalter in der privaten Krankenversicherung besser als ihr Ruf. Demnach gibt es in der PKV auch günstige Tarife, selbst für Rentner, wie der Informationsdienstleister für Krankenkassen Kvpro jetzt herausfand.

Die privaten Krankenversicherungen werden oft dafür kritisierte, dass ihre Beiträge gerade im Rentenalter unerschwinglich sind. Eine neue der Kvpro kommt hingegen zu einem ganz anderen Urteil. Laut dem Informationsdienstleister für Krankenkassen sind die derzeitigen Kritiken an der privaten Krankenversicherung nicht gerechtfertigt.

Günstige Tarife auch für Senioren

So erklärte der Informationsdienstleiter das es sehr wohl günstige Tarife innerhalb der privaten Krankenversicherung gebe würde, selbst für Senioren. Allerdings sei es bei der Auswahl des entsprechenden Tarifes wichtig, auf die reelle Berechnung des tatsächlichen Alters und Zeitpunkt des Einzahlungsbeginns zu achten, so die Kvpro.

Der Informationsdienstleister kritisierte daher die Darstellung der Durchschnittswerte in vorangegangenen Studien, diese hätten keine wirkliche Aussagekraft für die einzelnen Versicherten. In seiner Studie wertete die Kvpro mehrere Unternehmen der privaten Krankenversicherung aus, die zusammen gut 77 Prozent der der Mitglieder versichern.

Mindestalter 65 Jahre

Die Bestandskunden hatten dabei ein Mindestalter von 65 Jahren und waren seit mindestens 16 und höchstens 36 Jahren hochwertig in der privaten Krankenversicherung versichert. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass es bei den meisten Versicherten auch deutlich billigere Tarife bei ihrer privaten Krankenkasse gab.

So besteht bei diesen Kunden auch die Möglichkeit, die angesparten Altersrückstellungen mitzunehmen, da es sich nur um einen Traifwechsel handelt und somit wären monatliche Einsparungen auf jeden Fall sicher, heißt es weiter in der Studie. Der Informationsdienstleister beanstandete bei vielen Studien, dass diese Möglichkeit zu wenig berücksichtigt wird.

Zu hohe Provisionen für Neukunden

Das primäre Problem der privaten Krankenversicherung ist, dass der Verkäufer bei einem Abschluss eine übertriebene Provision erhält. Für einen Traifwechsel hingegen erhält der Versicherungsmakler hingegen nur einen vergleichbaren geringen Betrag. Aus diesem Grund empfehlen die Verkäufer von privaten Krankenversicherungen meist einen Versicherungswechsel.

Doch Laut dem Informationsdienstleister für Krankenkassen wäre es verkehrt nur die Schuld bei den Versicherungen und Maklern zu suchen, auch der Versicherte selbst ist in der Pflicht, sich mehr um seine private Krankenversicherung zu kümmern. Der Dienstleister empfiehlt den Kunden der PKV daher in regelmäßigen Abständen eine Bestandsaufnahme durchzuführen ob ihr derzeitiger Tarif noch zu ihren Lebensverhältnissen passt.

4 Kommentare
  1. thomas.ludolph@privamed24.de'

    Thomas Ludolph

    6. Juli 2012 at 10:31

    Für PKV-Versicherte, die über 10 Jahre in der selben PKV versichert sind, besteht seit 2009 ein gesetzlich verbessertes Wechselrecht der Tarife. Senioren können sich somit natürlich günstiger versichern. Wichtig ist, keinen voreiligen Tarifwechsel in den Standard- oder Basistarif des PKV-Versicherers vorzunehmen. Hier ist man beim Arzt dann Patient dritter Klasse.

    Antworten
  2. rainer@smieskol.de'

    rainer smieskol

    6. Juli 2012 at 11:25

    hallo,

    mal ein objektiver bericht – bis auf die „zu hohe provisionen für neukunden“ – hier liegen sie vollkommen falsch – der versicherungsmakler erhält zwischen 5 und 8 monatbeiträgen provision – sein aufwand kostenfreie beratung für den kunden bei voller haftung – um einen kunden zu gewinnen sind im schnitt ca. 8 ansprachen notwendig – hier erfolgt dann eine analyse und jeweils die erstellung eines oder auch zweier ausführlicher schriftlicher vergleichsangebote – i.d.R. erfolgt auch ein hausbesuch –
    der makler unterhält i.d.R. ein büro, zahlt für seine berufshaftpflichtversicherung, benötigt ein kfz, hat erhebliche kommunikationskosten und zahlt auch für die vergleichssoftware bzw auch für seinen internetauftritt – seit neuestem darf er auch bei einem noch so geringem Versicherungsabschluss (beispiel. privathaftpflichtversicherung – jahresprämie des kunden ca Euro 40) ein beratungsprotokoll anfertigen – umfang mind. 5 seiten – umsatz des maklers im schnitt ca 22 % der jahresprämie = ca 9 euro – hier legt er dann eine akte an – erfasst den kunden in einem vertragsverwaltungsprogramm, schreibt dem kunden noch einen netten brief – zahlt für die provisionsgutschrift der bank eine gebühr – hebt die provision ab und zahlt nochmals eine gebühr – dann zahlt er den steuerberater und letztlich das finanzamt – und wird er steinreich 🙂
    mfg rainer smieskol

    Antworten
    • ronny.richert@gmail.com'

      Sven Tatnom

      6. Juli 2012 at 12:00

      Hallo Rainer,

      danke für deinen Kommentar, aber hier geht es lediglich um die Provision zur privaten Krankenversicherung. Bei acht Monatsbeiträgen und einer guten Krankenversicherung, also mindestens 200 Euro im Monat, tendenziell sogar mehr wären das mindestens 1600 Euro und das nur für einen Kunden, das nenne ich ein lohnendes Geschäft…

      Antworten
  3. rainer@smieskol.de'

    Rainer Smieskol

    6. Juli 2012 at 19:36

    hallo sven,

    weisst du wieviele Krankenversicherungen ein Makler im schnitt im monat abschliesst ? weniger als einen vertrag !!! gehe bitte mal von einem mittelwert aus also 7 monatsbeiträge – dann liegen wir bei 1400 euro – weisst du wieviel werbung der makler betrieben hat um 8 interessenten zu erhalten – der aufwand beläuft sich auf mind. 800 euro ! – immer noch der gleichen meinung ? und dann hat er neuerdings noch eine haftzeit von mehreren jahren – also weiss er nicht ob er dieses geld auch wirklich in gänze verdient hat – mfg rainer smieskol

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.