Experten warnen: U- Untersuchungen nicht vergessen


Deutsche Ätzte bemängeln, dass immer weniger Eltern mit ihren Kindern an den so genannten U-Untersuchungen teilnehmen. In den ersten zwei Lebensjahren nehmen noch 90 Prozent der Kinder an den Untersuchungen teil. In den weiteren Jahren werden es immer weniger.

Ein Kind muss im Laufe seines Lebens mehrere so genannten „U- Untersuchungen“ über sich ergehen lassen. Diese staffeln sich von U1 bis U9. Die erste Untersuchung bekommt das Kind gleich direkt nach der Geburt. Hier wird das Kind auf Fehlbildungen und auf grundlegende Körperfunktionen untersucht.

Nicht nur die erste U- Untersuchung ist wichtig, auch alle weiteren Untersuchungen sollten eingehalten werden. Manche Krankheiten entwickeln sich erst im Laufe des Lebens, daher können sie nicht bei der ersten Untersuchung festgestellt werden. Eltern sollten die Untersuchungen auf jeden Fall wahr nehmen, immerhin berät der Mediziner die Eltern in einem persönlichen Gespräch.

Die Ärzte sehen diese Untersuchungen nicht nur als Früherkennung an, sondern als echte Präventionsmaßnahme. Die Gesundheit von Kindern ist weniger durch Krankheiten bedroht, sonderrn vielmehr durch Unfälle im Alltag. Der Kinderarzt informiert daher die Eltern im Rahmen der U- Untersuchungen über mögliche Verletzungsfallen.

In der ersten Untersuchung nach der Geburt wird der Puls und alle weiteren grundlegen Lebensfunktionen überprüft. Wird nichts Auffälliges festgestellt, darf das Kind in die Arme seiner stolzen Mutter. Nach drei Tagen bis zwei Wochen folgt die zweite Untersuchung, hier schaut der Kinderarzt ganz genau hin.

Die geistigen und motorischen Fähigkeiten werden dann in den nächsten U- Untersuchungen getestet. Mit gezielter Förderung kann in diesem Lebensabschnitt ein eventueller Rückstand noch gut aufgeholt werden. Allerdings haben viele Eltern auch viel zu hohe Erwartungen an ihre Kinder. Daher sollte immer ein Arzt entscheiden, ob das Kind geistig oder motorisch nicht auf der Höhe seines Lebensalters ist.

Je weiter die U- Untersuchungen voranschreiten, desto geringer ist die Teilnehmerzahl, bemängeln deutsche Ärzte. In den ersten zwei Lebensjahren des Kindes kommen noch etwa 90 Prozent, danach nimmt es immer weiter ab. Grund ist nicht die Ablehnung der Untersuchungen, sondern viel mehr die Nachlässigkeit.

Auf jeden Fall sollten die Eltern den Impfstatus ihres Kindes im Auge behalten. Mediziner raten auch weiterhin zu einer Masernimpfung. Die Viruserkrankung kann schwere Folgen für das Kind haben und kann zu einer lebenslangen Beeinträchtigung führen. Außerdem erkrankt jedes 1000. Kind an einer lebensbedrohlichen Entzündung des Gehirns.

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