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RatgeberTopnews

Masern- Erkrankungen: Neues Arzneimittel soll dabei helfen Masern auszurotten

von redaktion Posted on 17.04.2014 20:4018.04.2014 11:59

Auch in der Bundesrepublik Deutschland infizieren sich noch immer Jahr für Jahr mehrere hundert Personen mit dem gefährlichen Masern- Virus und das obwohl es schon seit Jahrzehnten eine Impfung gegen diese Erkrankung gibt. Nun soll ein neuer Wirkstoff dabei helfen die Masern endgültig auszurotten. In Versuchen mit Frettchen zeigte das neue Medikament schon vielversprechende Erfolge. Nun müssen weitere Studien erfolgen, bevor das neue Arzneimittel auch am Menschen getestet werden kann.

Die Krankheit Masern sind und bleiben in Deutschland weiterhin ein Problem. Das nur Kinder an Masern erkranken können ist ein weiterverbreitetes Vorurteil. Jedes Jahr sterben etwa 150.000 Menschen an einer Masernerkrankung. Nun soll allerdings ein neues Medikament auf den Markt kommen, was dabei helfen soll das Virus auszurotten.

Tierversuche verliefen vielversprechend

So soll das neue Medikament Infizierte vor einer Erkrankung schützen und die Ausbreitung des Virus verhindern. In Versuchen mit Tieren habe sich eindrucksvoll gezeigt, dass der Wirkstoff die Vermehrung des Virus im Körper hemmt und die Tiere vor einem tödlichen Krankheitsverlauf schützt, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht.

Der neue Wirkstoff wurde im Rahmen einer Studie an Frettchen ausprobiert. Für die Untersuchung verwendeten die Wissenschaftler einen nahen Verwandten des Masernvirus, das Hundestaupevirus. Eine Infektion mit dem Virus ist für Frettchen tödlich, wenn die Erkrankung nicht behandelt wird. Die Frettchen die nach dem dritten Tag der Infektion für 14 Tage mit dem neuen Wirkstoff behandelt wurden, überlebten die Infektion.

Weitere Untersuchungen nötig

Zudem führte die Behandlung auch zu einem Immunschutz gegen das Masernvirus, eine weitere Infektion blieb ohne jeglichen Erfolg. So kann das neue Medikament auch die Ausbreitung des Virus verhindern und Menschen im Umfeld des Infizierten schützen, die noch keine Symptome zeigen. Den Wissenschaftlern zufolge könnte das neue Medikament kostengünstig hergestellt, gelagert und über den Mund verabreicht werden.

Allerdings sind nun weitere Forschungen nötig, bevor das neue Medikament auch beim Menschen Anwendung finden kann. Die Forscher verwiesen aber auch darauf, dass das neue Medikament auf keinen Fall die Masernimpfung ersetzt. Die Masernimpfung ist auch weiterhin der einzige wirkungsvolle Schutz gegen Masern.

WHO will Masern bis zum Jahr 2015 komplett ausrotten

Trotz globaler Anstrengung das Virus auszurotten sterben noch immer mehr als 150.000 Menschen pro Jahr an einer Maserninfektion. Aufgrund von Impflücken kommt es auch in Deutschland immer wieder zu Ausbrüchen. Allein im vergangenen Jahr wurden dem Robert- Koch- Institut 1775 Masern- Infektionen gemeldet.

Eigentlich wollte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Masern schon bis zum Jahr 2010 ausgerottet haben. Doch wegen unzureichender Impfraten in diversen Ländern unserer Erde wurde als neues Ziel das Jahr 2015 anvisiert.

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