Palmöl in Lebensmittel. Schlecht für Umwelt und Gesundheit

Dass Palmöl unter ethischen und ökologischen Aspekten in Kritik geraten ist, ist weitläufig bekannt. Aber es ist nicht nur die Vernichtung und Ausbeutung der Regenwälder, die Palmöl zu einem problematischen Produkt machen. Immer häufiger werden negative Folgen aufgedeckt, die Palmöl auf unsere Gesundheit hat. Diese Auswirkungen werden im Folgenden betrachtet, sowie Möglichkeiten aufgezeigt, um Palmöl im Alltag aus dem Weg zu gehen. Dazu gehört auch das Wissen, dass Palmöl in mehr Produkten steckt als man annehmen würde.

Warum überhaupt Palmöl?

Bevor man sich mit den negativen Folgen von Palmöl auseinandersetzt, sollte die Frage geklärt werden, warum dieses in der Wirtschaft so lukrativ ist. Palmöl wird auch als Palmfett bezeichnet. Es wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen, genauer gesagt, aus deren Fruchtfleisch. Für die Industrie ist Palmöl lukrativ, da der Anbau ertragreich und billig ist. Bei Zimmertemperatur erhält es eine cremige, streichfeste Konsistenz und wird gehärteten Fetten vorgezogen.

Auswirkungen von Palmöl auf die Gesundheit

Mediziner und Verbraucherschützer warnen vor den gesundheitlichen Folgen, die der Verzehr von Palmöl mit sich bringt. Es steigert laut Medizinern das Diabetesrisiko, da es einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthält. Dieser wirkt sich bei übermäßigem Verzehr auf die Blutfettwerte aus, besonders auf das LDL-Cholesterin. Darüber hinaus sind gesättigte Fettsäuren in Bezug auf die Gefäßwände gefährlich. Diese werden durch übermäßigen Verzehr geschädigt, was zu Gefäßverkalkungen führen kann, aus welchen unter Umständen Schlaganfälle und Herzinfarkte hervorgehen.
Was Palmöl darüber hinaus gefährlich macht, sind die krebserregenden Stoffe, die entstehen, wenn das Öl erhitzt wird. Palmöl weist einen hohen Glycidol-Fettsäureester auf, ein Stoff, aus dem bei der Verdauung der krebserregende Stoff Glycidol abgespalten wird.

Palmöl in Lebensmitteln

Die negativen Auswirkungen von Palmöl auf die Gesundheit sind nicht zu bestreiten. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass bereits fast die Hälfte von verarbeiteten Lebensmittel, diese Zutat enthält. Man kann es selbst in Nahrungsmitteln und anderen Produkten des täglichen Gebrauchs finden, wo man nicht mit diesem Stoff rechnen würde.
Neben Lippenstift, Duschgel, Seife und Co, ist Palmöl vor allem in Nuss-Nougat-Creme enthalten. Ein Produkt, bei welchem weitläufig bekannt ist, dass es Palmöl enthält. Aber wer hätte gedacht, dass selbst in Wurstwaren Palmöl enthalten ist. Selbst vegane Ersatzprodukte, die von Verbrauchern häufig als die gesündere Alternative angesehen werden, enthalten Palmöl. Darüber hinaus enthalten viele Fertigprodukte Palmöl, sogar in Tütensuppen ist es zu finden. Besonders in der Süßigkeitenabteilung sollte der Konsument die Augen offen halten, denn Kekse, Schokolade und viele weitere süße Verführungen enthalten Palmöl und sind dadurch noch schädlicher für die Gesundheit, als es ohnehin der Fall ist. Besonders erschreckend: Palmöl scheint die einzige Möglichkeit zu sein, um Kinder zu ernähren und ist daher auch in Babynahrung enthalten.

Alternativen zu Palmöl

Seit 2014 ist es die Pflicht von Herstellern, palmölenthaltene Produkte zu kennzeichnen. Wer bewusst auf den Konsum von Palmöl verzichten möchte, sollte sich die Inhaltsstoffe genau durchlesen. Auf der sicheren Seite sind diejenigen, die ganz auf Fertigprodukte verzichten und Nuss-Nougat-Creme, Babynahrung oder Margarine selbst herstellen.

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