Kosmetischer Inhaltsstoff kann bei Frauen Osteoporose verursachen

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Ein chemischer Wirkstoff, welcher in vielen antibakteriellen Mundwässern, Zahnpasten, Seifen und anderen Kosmetika Verwendung findet, kann das Osteoporose-Risiko bei Frauen erhöhen. Dies ergab nun eine Studie der Hangzhou Medical College School of Public Health. Können Produkte mit Triclosan die Knochen von Frauen also brüchig werden lassen?

Bedroht Triclosan die Gesundheit?

Bei der aktuellen Untersuchung wurde aufgedeckt, dass der Wirkstoff Triclosan bei der weiblichen Bevölkerung tatsächlich vermehrt Knochenbrüche zur Folge haben kann. Die schockierenden Studienergebnisse wurden in der englischsprachigen Fachzeitung „Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism“ vorgestellt.
Triclosan ist ein geschlechtsspezifischer Wirkstoff und ein Risikofaktor für Osteoporose. Den Wissenschaftlern zufolge wurde Triclosan bereits in der Vergangenheit mit Darmkrebs und Antibiotikaresistenzen in Zusammenhang gebracht. Nun wurde festgestellt, dass Frauen, die mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Knochenbrüche erleiden.
Chinesische Forscher werteten für die Untersuchung Daten von 1.848 Frauen aus der National Health and Nutrition Examination Survey aus und konnten dabei erfassen, dass Frauen mit einem höheren Triclosan-Gehalt im Urin über ein größeres Risiko für Knochenprobleme verfügen. Bei den Laboruntersuchungen zeigte sich, dass Triclosan einen negativen Effekt auf die Knochenmineraldichte in Zelllinien oder Tieren haben kann. Die Auswirkung von Triclosan auf die menschliche Knochengesundheit war bislang lediglich geringfügig erforscht.

Triclosan im Profil

Bei Triclosan handelt es sich um einen antimikrobiellen Wirkstoff, der in Körperpflegeprodukten verwendet wird, um eine Bakterienbildung zu vermeiden. Triclosan wurde bereits früher mit einer nachlassenden Herzgesundheit, sowie Schilddrüsenunterfunktion in Zusammenhang gebracht. Zumeist wird der Wirkstoff antibakteriellen Seifen, Zahnpasten, Körperpflegeprodukten und anderen Kosmetika zugesetzt. Vereinzelt findet man ihn jedoch auch in Möbeln, Kleidung und Spielzeug. Triclosan gilt als sogenannter endokriner Disruptor, also eine Chemikalie, die geschlechtsspezifisch wirkt, da sie vermutlich den Hormonhaushalt im Körper stört, indem sie Hormone nachahmt oder blockiert.
Benutzen Menschen ein Produkt mit Triclosan, so können niedrige Dosen des Stoffes über Haut und Mund aufgenommen werden. 2008 ergab eine Untersuchung des US Centers for Disease Control and Prevention, dass fast 75 Prozent der Probanden Triclosan im Urin aufwiesen. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass große Mengen Triclosan die Werte bestimmter Schilddrüsenhormone verringern kann.

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