Das hilft wirklich gegen Sodbrennen

Fast jeder kennt es: Unangenehmes Sodbrennen. In den meisten Fällen treten die Beschwerden nur vereinzelt auf, was keinen Anlass zur Sorge darstellt. Das Brennen kann jedoch sehr schmerzhaft sein, weshalb es sinnvoll sein kann auf diverse Dinge zu achten, um es erst gar nicht entstehen zu lassen. Sollte man häufiger unter dieser Erscheinung leiden, ist es ratsam der Ursache mit einem Experten auf den Grund zu gehen.

Sodbrennen betrifft zahlreiche Menschen

Allein hierzulande leiden Millionen Menschen an Sodbrennen. Die „Refluxkrankheit“ hat sich in den letzten vier Jahrzehnten geradezu zu einer Volkskrankheit entwickelt. Früher trat das Problem der Gastroenterologie eher selten auf. Wie die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) bereits vor längerer Zeit mitteilte, liegt dies unter Anderem daran, dass die moderne Gesellschaft zu Übergewicht neigt.

Das steckt hinter dem Beschwerdebild

Oftmals kommt Sodbrennen ohne Vorwarnung, in anderen Fällen ließ es die vorangehende schwere und sehr fettreiche Mahlzeit schon vermuten. Doch auch wenn es alles andere als angenehm ist: Die Alarmglocken sollten nur läuten, wenn man regelmäßig unter Sodbrennen leidet. In diesem Fall sollten sich Betroffene mit einem Arzt beraten, um die Ursache für ihr Leiden abklären zu können.
Doch was ist Sodbrennen überhaupt genau? Das schmerzhafte Unbehagen stellt sich ein, wenn Mageninhalt durch den Rückfluss (Reflux) zurück in die Speiseröhre fließt. Der saure Mix aus Magensaft und Speiseresten greift die Schleimhaut an, sodass es zu den typischen Anzeichen kommt: Brennende Schmerzen, Übelkeit, Druck im Magen und saures Aufstoßen. Auf Dauer kann die Säure aber auch andere Körperregionen attackieren. Vor allem die Zähne, Stimmbänder und der Rachen werden in Mitleidenschaft gezogen. Karies, anhaltende Heiserkeit, häufiges Räuspern und Husten können die Folge sein. Langfristig können zudem Entzündungen und Vernarbungen in der Speiseröhre entstehen, die schlimmstenfalls sogar zu Krebs führen können. Insbesondere bei der sogenannten Refluxkrankheit drohen diese Konsequenzen. Betroffene leiden unter einem chronisch erschlafften Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen.

Diese Dinge fördern Sodbrennen

Einige Faktoren regen den Rückfluss des Mageninhalts an. Weiß man von ihnen, so kann man darauf achten sie zu vermeiden – hin und wieder auftretendes Sodbrennen wird noch seltener oder bleibt bestenfalls ganz aus. Darüber hinaus wird gegebenenfalls auch der Schließmuskel der Speiseröhre weniger strapaziert.
Die Ernährung ist hierbei ein sehr wichtiger Punkt – allerdings ist es eine ganz individuelle Sache, was jemand gut verträgt und was nicht. Generell lässt sich aber sagen, dass sehr fettige und reichhaltige Nahrung, sowie Alkohol die Magensaftproduktion anregen. Auf diese Weise kann ein sogenannter Reizmagen entstehen. Dieser kann jedoch auch andere Ursachen haben, wie beispielsweise eine Lebensmittelunverträglichkeit. Sie sollten grundsätzlich stark darauf achten, was ihrem Magen bekommt und Nahrungsmittel, die entsprechende Beschwerden hervorrufen, möglichst umgehen.
Auch Stress begünstigt Sodbrennen, denn er stellt für den Körper eine Art Ausnahmezustand dar, für den alle nicht lebensnotwendigen Prozesse „heruntergeschaltet“ werden. Dazu zählt auch die Verdauung, sodass Speisen zu lange im Magen liegen und in viel zu viel Magensaft „ertränkt“ werden. Dies kann zu dem typischen Brennen führen.
Daneben ist auch Vorsicht geboten, wenn es um Medikamente geht. Einige können Sodbrennen verursachen, da sie die Produktion von Magensäure fördern. Darunter zum Beispiel Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (wird unter anderem als Aspirin, Alka-Seltzer oder ASS verkauft) oder Ibuprofen. Personen, die nicht auf Schmerzmittel verzichten können, sollten mit ihrem Arzt besprechen, wann eventuell ergänzend magenschützende Medikamente eingenommen werden sollten.
Eine weitere wichtige Bedeutung kommt dem Magendruck zu – je größer der Bauch, desto größer auch die Kräfte, welche auf die Verdauungsorgane wirken. Diese können bei immensem Ausmaß den Mageninhalt in die Speiseröhre zurücktransportieren. Ebenfalls negativ auf den Magen wirkt sich das Rauchen aus. Das abhängig machende Nikotin in den Zigaretten schwächt den Speiseröhrenschließmuskel. Ein gesunder Lebensstil ohne Übergewicht und Rauchen wirkt sich daher positiv auf den Magen aus.
Leiden Sie regelmäßig unter Sodbrennen und können keinen direkten Grund dafür erkennen, sollten Sie sich in ärztliche Hände begeben, um der Sache auf den Grund zu gehen. Sodbrennen kann auch als Folge einer Magenschleimhautentzündung auftreten. Dieser liegt meist eine bakterielle Ursache zugrunde, die entsprechend behandelt werden sollte. Ein weiterer möglicher Ursprung kann ein Zwerchfellbruch sein, bei dem sich die inneren Organe verschieben und so mehr Druck auf den Magen abgegeben wird. Daher sollte ungeklärtes häufig auftretendes Sodbrennen untersucht werden.

Therapie mit natürlichen Mitteln

Was gegen Sodbrennen hilft hängt von der Ursache, Häufigkeit und Schwere der Symptome ab. Vielen Menschen hilft es ein großes Glas Wasser zu trinken, um die überflüssige Säure loszuwerden. Auch eine kleine Portion rohes Sauerkraut wird teilweise empfohlen. Zigaretten, Alkohol und fettige Lebensmittel sollten allerdings auf jeden Fall gemieden werden, wenn man zu Sodbrennen neigt oder schon akute Beschwerden hat. Auch scharfe Gerichte, Getränke mit Kohlensäure und Dinner kurz vor dem Zubettgehen sind dann keine gute Idee. Empfehlenswert ist es zudem die Nahrung langsam zu verzehren, sehr gut zu kauen und bei Bedarf zum Beispiel einen Schwedenbitter zu trinken, um die Verdauung anzuregen. Ein gesundes Körpergewicht und möglichst wenig Stress sorgen zusätzlich für einen relaxten Magen. Dabei können gezielte Entspannungsübungen, Yoga oder autogenes Training helfen.

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