• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ForschungTopnews

Diabetes: mediterrane Ernährung soll Risiko um bis 30 Prozent senken

von redaktion Posted on 02.02.2014 12:16

Laut einer aktuellen Studie soll mediterrane Ernährung das Risiko von Diabetes um bis zu 30 Prozent senken. Doch ganz korrekt sind die Zahlen dann doch nicht, wie ein Experte an einem einfachen Beispiel beweist. Dennoch falsch sollen die Zahlen dann auch nicht sein.

Diabetes wird immer mehr zur Volkskrankheit. Mediziner empfehlen dann meistens eine strenge Diät und Sport. Doch laut einer aktuellen Studie aus Spanien ist dies unnötig. So soll man Diabetes auch durch Olivenöl und Nüsse in den Griff bekommen. So soll das Risiko an Diabetes zu erkranken durch mediterrane Ernährung um 30 Prozent sinken.

An der Studie nahmen 3451 Spanier mit einem hohen Risiko für Herz- Kreislauf- Erkrankungen teil. Die Probanden wurden vor der Studie in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt einen Liter Olivenöl pro Woche extra und die zweite Gruppe aß 210 Gramm Nüsse zusätzlich. Die dritte Gruppe verhielt sich wie sonst auch.

Zahlen nicht ganz korrekt

Nach einer Zeit von vier Jahren wurden die Probanden ein zweites Mal untersucht. In der dritten Gruppe waren bis zu diesem Zeitpunkt 8,8 Prozent an Diabetes erkrankt, aber nur 7,4 Prozent der Nussesser und 6,9 Prozent der Gruppe die zusätzlich Olivenöl zu sich nahmen. In Zahlen ausgedrückt ist das Risiko um 1,9 Prozent gesunken.

Doch wie kommen die Wissenschaftler auf die Annahme, das das Risiko an Diabetes zu erkranken um 30 Prozent sinken würde. Dazu verwendeten die Wissenschaftler den Kommunikations- Trick. Hierbei dividierten die Forscher die 1,9 Prozent durch 8,8 Prozent und kamen zu dem Ergebnis von 21, 3 Prozent. Diese Zahl wurde dann noch die Alter und Geschlecht bereinigt und über Olivenöl und Nüsse gemittelt. Am Ende steht somit der Wert von 30 Prozent auf dem Papier.

Relative Risiken führen menschen in die Irre

Die Rechnung ist eigentlich relativ simpel: Relative Risiken sind große Zahlen und beeindruckend, absolute Risiken im Gegensatz dazu klein und wenig bemerkenswert. Die Angabe von 30 Prozent ist dabei nicht einmal falsch und mediterrane Kost ist natürlich gesund. Es geht lediglich darum, wie die Information kommuniziert wird.

Die Zahl bedeutet nicht, dass von 100 Menschen die sich von Olivenöl und Nüssen ernähren, 30 ihr Risiko an Diabetes zu erkranken vermindern. Viele Studien haben in der Zwischenzeit gezeigt, dass die Angabe von relativen Risiken die Menschen in die Irre führt, weil sie die Zahlen gern mit absoluten Zahlen verwechseln.

30 Prozent ist nur der Mittelwert

Selbst Ärzte kennen den Unterschied nicht immer. Und eine Senkung des Risikos von 1,9 Prozent wäre sicher keine Schlagzeile wert. Zudem gibt es eine weitere wichtige Erkenntnis die man aus der Studie gewinnen kann. Die Senkung des Diabetes- Risikos um 30 Prozent ist auch der ungefähre Mittelwert aus der in der Tat bemerkenswerten 40 Prozent bei Olivenöl- Verwendern. Bei Nuss- Essern waren es hingegen nur 18 Prozent.

Laut der Studie könne man aber auch davon ausgehen, dass Nüsse einen ähnlichen Effekt hätten, wie das Olivenöl. Dies kann eventuell damit zusammenhängen, dass die Studie von der Nuss- Industrie gefördert wurde.

7 Millionen Diabetes- Erkrankte

Aber dennoch bleibt Diabetes eine gefährliche Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit. Hauptsymptom ist dabei die Ausscheidung von Zucker durch den Urin. In Deutschland gibt es in der Zwischenzeit mehr als 7 Millionen Diabetes- erkrankte. Der größte Anteil, also 90 Prozent, sind am Typ 2 erkrankt.

Laut aktuellen Berechnungen der Krankenkassen ist der Anteil der Diabetes- Patienten zwischen den Jahren 1989 und 2007 um drei Prozent auf aktuell 8,9 Prozent angestiegen. Besonders häufig erkranken auch ältere Menschen an Diabetes. Bei den über 60 Jahre alten Deutschen leiden zwischen 18 bis 28 Prozent an Diabetes.

Vorheriger Artikel

Studie: Überlebenschance nach Krebsdiagnose hängt mit vom Wohnort ab

Nächster Artikel

Studie: Überlebenschance hängt offensichtlich auch vom Wohnort ab
Auch interessant
Covid-19: Werden wir bald oral geimpft?
Covid-19: Werden wir bald oral geimpft?
Posted on 25.03.2021 11:2325.03.2021 12:27
Zu einseitige Ernährung? Das sind die Symptome
Zu einseitige Ernährung? Das sind die Symptome
Posted on 22.01.2021 13:1325.01.2021 11:25
Forschungsdurchbruch: Dieses Stoffwechselprodukt begünstigt Krebs
Forschungsdurchbruch: Dieses Stoffwechselprodukt begünstigt Krebs
Posted on 27.03.2023 11:4420.03.2023 12:49
Erhöhtes Sterberisiko? Warum Sie keine Mahlzeit auslassen sollten
Erhöhtes Sterberisiko? Warum Sie keine Mahlzeit auslassen sollten
Posted on 30.11.2022 05:2425.11.2022 15:54
Aus A mach 0: Wie kanadische Forschende mehr Lungentransplantationen ermöglichen wollen
Aus A mach 0: Wie kanadische Forschende mehr Lungentransplantationen ermöglichen wollen
Posted on 25.02.2022 05:3521.02.2022 13:45
Eine Gen-Mutation mit fatalen Folgen
Eine Gen-Mutation mit fatalen Folgen
Posted on 01.11.2022 05:4202.11.2022 16:32

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum