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COPD: Der verlorene Kampf der Lunge

von Magda Leitner Posted on 11.07.2022 05:5211.07.2022 14:26

Die Lunge ist verantwortlich für die Atmung und somit elementar dafür, dass wir überhaupt leben. Tagtäglich schädigen wir diese aufgrund des Einatmens von Abgasen und Schadstoffen in der Luft. Unser Körper kämpft gegen diese äußeren Faktoren an und hält mehr aus, als wir denken. Wenn die Belastung allerdings immer mehr wird und Menschen beispielsweise zusätzlich rauchen, verliert auch die Lunge immer wieder den Kampf. Das führt zu chronischen Erkrankungen. Eine häufige Erkrankung unseres Atem-Apparats heißt COPD.

Die Funktionen der Lunge

Was unsere Lunge vor allem macht, ist uns allen klar: nämlich die Steuerung der Atmung. Wir atmen die Luft über die Luftröhre in die beiden Lungenflügel ein. Dort wandert die Luft in die Bronchien und Bronchiolen. Die Bronchien verteilen die Luft und stoßen Fremdkörper und Krankheitserreger ab. Mit Hilfe eines zähen Schleims, der von der Schleimhaut der Bronchien produziert wird, bleiben diese dort haften.
Unser Atemapparat ist also zuständig für den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid aus der Luft. Der Sauerstoff wird für das Blut aus der Luft gefiltert und das Kohlendioxid wird wieder ausgeatmet. Der eigentliche Gasaustausch findet in den Bronchiolen statt. Auf den Bronchiolen befinden sich circa 300 Millionen winzige, luftgefüllte Bläschen. Diese Bläschen werden Alveolen genannt und in deren hauchdünner Wand verlaufen viele feine Blutgefäße, welche Kapillare genannt werden. In den Alveolen wird der Sauerstoff ins Blut befördert und Kohlendioxid geht wieder zurück in die Luft. Wenn unser Atemorgan gestört wird oder krank ist, beeinflusst dies unsere Atmung massiv.

Volkskrankheit COPD

Mittlerweile zählt die sogenannte chronisch obstruktive Lungenerkrankung (englisch: chronic obstructive pulmonary disease) zu den Volkskrankheiten. Eine Studie aus dem Jahr 2017 stellte fest, dass in Deutschland etwa 2,91 Millionen Menschen über 34 Jahre eine COPD-Diagnose bekommen haben. COPD zählt somit generell zu einer der häufigsten Erkrankungen weltweit. Vor allem rauchende Personen haben ein erhöhtes Risiko COPD zu bekommen. Fachpersonal spricht bei der Erkennung von COPD von einer AHA-Symptomatik:

  • Atemnot: diese tritt anfänglich nur bei Belastungen auf. Wenn die Krankheit aber fortgeschritten ist, kommt es auch zu Beschwerden im Ruhezustand
  • Husten: der sich mit der Zeit auch massiv verschlechtert
  • Auswurf: welcher auch immer schwerer auszuhusten wird, da er immer zäher wird

Wenn man immer wieder Atemnot hat, kann dies auch eine Sauerstoffunterversorgung im Körper zur Folge haben, die unter anderem durch blaue Lippen oder Finger gekennzeichnet ist. Gewichtsverlust, Müdigkeit, Depression und Angstzustände treten bei einer fortgeschrittenen Erkrankung auch häufig auf.
Es gibt Stadien von 0 bis 3, die die Schwere des Verlaufs der Krankheit beschreiben. Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung sind die Atemwege dauerhaft entzündet und verengt. Die Lungenbläschen sind häufig zerstört und der Gasaustausch der Luft kann vom Körper nicht so vollzogen werden, wie bei einer gesunden Lunge. Dadurch kommt es zu einem massiven Sauerstoffmangel im Körper. Bei etwa 9 von 10 Erkrankten ist Tabakrauch für die COPD verantwortlich.
Meist sind die Schäden der Lunge nicht mehr heilbar, aber durch verschieden Möglichkeiten, kann man den Verlauf der Krankheit stark entschleunigen.

Therapiemöglichkeiten zur Stärkung der Lunge

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Lunge präventiv zu stärken:

  • Vermeidung von Schadstoffen, wie Zigaretten, verschmutze Luft, etc.
  • Körperliche Betätigung
  • Medikamente, wie Asthma-Sprays
  • Spezielle Atemtechniken und -trainings
  • Regelmäßiges Inhalieren
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Reduzierung von Stress
  • Spezielle Sauerstofftherapie

Im Fall, dass keine der genannten Möglichkeiten zur Stärkung der Lunge erfolgreich ist, ist eine Lungentransplantation erforderlich. So oder so darf COPD nicht unterschätzt werden und sollte in unserer Gesellschaft eine höhere Aufmerksamkeit bekommen.

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