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Bereits 30 Prozent der Griechen ohne Krankenversicherung

von redaktion Posted on 11.12.2013 06:55

Die Wirtschaft läuft in Griechenland nicht gerade gut. Das schlägt sich auch auf die Krankenversicherung nieder. Gut drei Millionen Menschen in Griechenland verfügen schon jetzt über keine Krankenversicherung mehr, bei gut 10 Millionen Einwohnern sind das 30 Prozent. Aber auch die Totgeburten schnellen nach Oben und viele Kinder sind nicht geimpft.

Nicht nur bei uns gibt es etliche Menschen die keine Krankenversicherung haben. Auch in dem wirtschaftlich gebeutelten Land Griechenland ist dies der Fall. Doch im Gegensatz zu Deutschland, wie die Zahl der Nichtversicherten immer weiter abnimmt, hat Griechenland mit immer mehr Nichtversicherten zu kämpfen.

20 Prozent mehr Totgeburten

Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Problemen ist die Zahl derer Menschen die keine Krankenversicherung haben nun auf drei Millionen angestiegen. Dies teilte die Organisation Ärzte der Welt am Montag dieser Woche mit. Zudem ist fast jeder vierte Grieche (27,2 Prozent) nicht in der Lage, die Beiträge zur Sozialversicherung abzuführen.

Wie die Organisation weiter erklärte, hat das Logischerweise schwerwiegende Konsequenzen für Schwangere und Kinder. So ist zum Beispiel der Anteil der Totgeburten zwischen den Jahren 2008 und 2012 um 20 Prozent angestiegen. Des Weiteren sind viele Kindert auch nicht gegen Kinderkrankheiten geimpft.

2500 Euro für alle Impfungen

Die Kosten für die Impfungen in den ersten sechs Lebensjahren der Kinder belaufen sich der Organisation zu folge auf bis zu 2500 Euro. Von der Organisation wurden in den vergangenen neun Monaten 10.600 Kinder betreut, 6580 von ihnen mussten allerdings nachgeimpft werden.

Außerdem verweigert der gesetzliche Sozialversicherungsträger ETAM seit geraumer Zeit Diabetikern geeignetes Schuhwerk. Als Grund fügte der Träger an, dass Amputationen wirtschaftlicher seien. Daher suchen immer mehr Griechen Hilfe bei Organisationen, weil sie keinen Zugang mehr zu Gesundheitsleistungen bekommen und somit auf Angebote sozialer Organisationen angewiesen sind.

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