• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
News

Verschreibungsfehler: Apotheker haften wie Mediziner

von redaktion Posted on 30.08.2013 12:2330.08.2013 14:05

Bis jetzt mussten nur Mediziner bei groben Behandlungsfehlern haften. Nach einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Köln, müssen aber auch Apotheker dafür haften, wenn sie ein vom Arzt falsch verordnetes Medikament herausgeben.

Jeder ist nur ein Mensch, jeder macht einmal einen Fehler. Diese haben unterschiedliche Konsequenzen. Besonders in der Gesundheitsbranche können Fehler schwere Folgen haben. Macht zum Beispiel ein Arzt beim Ausstellen eines Rezeptes einen Fehler und bemerkt dies der Apotheker nicht, kann dies schwere gesundheitliche Folgen für den Patienten haben.

Überhöhte Dosis verordnet

Nach einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Köln haftet in diesem Fall nicht nur der Mediziner, sondern auch der Arzt. In dem speziellen Fall hatte der Arzt einem Säugling ein Herzmedikament in achtfach überhöhter Dosis verschrieben.

Urteil des Gerichtes: Gibt ein Apotheker ein vom Arzt falsch verschriebenes Arzneimittel heraus und der Patient wird durch dieses geschädigt, muss der Apotheker beweisen, dass dies nicht an der Fehlmedikation lag. Mit diesem Urteil wurde zum ersten Mal die Beweislast auch auf Apotheker übertragen und eine bislang ungeklärte Haftungsfrage entschieden.

Schadensersatz in Höhe von 200.000 Euro gefordert

Das Gericht ließ aber wegen der grundsätzlichen Bedeutung dieses Urteils eine Revision vor dem Bundesgerichtshof zu. In dem speziellen Fall hatte ein Arzt einem Säugling mit Down- Syndrom, der kurz vor einer Operation stand, im Jahr 2006 ein herzstärkendes Arzneimittel versehentlich viel zu hoch dosiert verordnet. Auch der Apotheker erkannte den Fehler nicht und händigte das Medikament aus.

Einige Tage später erlitt das Kind dann einen Herzstillstand und musste mehr als 50 Minuten wiederbelebt werden. Der Säugling trug einen Hirn- und Darmschaden davon und erlitt außerdem erhebliche Entwicklungsstörungen. Die Eltern des Kindes forderten von Arzt und Apotheker einen Schadensersatz in Höhe von 200.000 Euro.

Hochgefährliches Medikament

Nach dem das Landgericht der Stadt Köln der Klage weitestgehend zugestimmt hatte, untermauerte jetzt auch das Oberlandesgericht dieses Urteil, dennoch ließ der Senat die Höhe des Schadenersatzes offen. Allerdings betonten die Richter, einem Apotheker dürfte so ein Fehler auf keinem Fall unterlaufen.

Gerade wegen des hochgefährlichen Medikaments hätte der Apotheker erhöhte Sorgfalt walten lassen müssen. Daher handele es sich um einen gravierenden Fehler, so die Richter weiter. Die Überdosierung ist aus dem Alter des Patienten ersichtlich gewesen.

Beweislast lag bei Arzt und Apotheker

Bei Medizinern gilt hingegen schon lange: Ist es ein einfacher Behandlungsfehler liegt die Beweispflicht beim Patienten. Bei groben Behandlungsfehlern wird hingegen angenommen, dass er die Ursache für den Schaden ist.

Das Oberlandesgericht hat dies nun übernommen. Arzt und Apotheker mussten beweisen, dass nicht die Überdosierung Schuld an der Entwicklungsstörung des Kindes war, sondern das Down- Syndrom, doch dies ist ihnen nicht gelungen.

Vorheriger Artikel

Seltene Krankheiten: Bahr stellt neuen Aktionsplan vor

Nächster Artikel

Private Krankenversicherung: Bahr will PKV für alle öffnen
Auch interessant
Zieht das Leben wirklich an uns vorbei, wenn wir sterben? Ein Zufallsfund gibt Aufschluss
Zieht das Leben wirklich an uns vorbei, wenn wir sterben? Ein Zufallsfund gibt Aufschluss
Posted on 02.03.2022 06:0325.02.2022 17:56
Corona und Blutdruck: So verringern Sie Ihr Risiko für einen schweren Verlauf
Corona und Blutdruck: So verringern Sie Ihr Risiko für einen schweren Verlauf
Posted on 18.05.2021 16:4218.05.2021 13:03
Gefahr Cholesterin: Risiko bereits für 30- bis 40-Jährige hoch
Gefahr Cholesterin: Risiko bereits für 30- bis 40-Jährige hoch
Posted on 09.12.2019 05:5829.06.2020 15:11
Tattoos sollen in Zukunft bei der Beobachtung chronischer Krankheiten helfen
Tattoos sollen in Zukunft bei der Beobachtung chronischer Krankheiten helfen
Posted on 23.07.2019 16:3529.06.2020 15:16
Kosmetischer Inhaltsstoff kann bei Frauen Osteoporose verursachen
Kosmetischer Inhaltsstoff kann bei Frauen Osteoporose verursachen
Posted on 28.06.2019 13:5429.06.2020 15:16
Eiweißreiche Ernährung verkürzt das Leben
Eiweißreiche Ernährung verkürzt das Leben
Posted on 08.05.2019 16:5429.06.2020 15:17

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum