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Warum Kuhmilch das Brustkrebsrisiko steigert

von Laura Posted on 19.01.2021 13:4419.01.2021 15:52

Rund 2,1 Millionen Frauen leiden weltweit unter Brustkrebs. Damit ist es die häufigste Krebserkrankung des weiblichen Geschlechts. Die Krebsart macht dabei etwa 15 Prozent der Krebstodesfälle bei Frauen aus. Nun konnte eine Studie der Loma Linda University in Kalifornien einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Brustkrebs und dem regelmäßigen Konsum von Kuhmilch nachweisen. Bereits der Konsum von einer Tasse Milch pro Tag soll das Brustkrebsrisiko um 50 Prozent steigern.

Studien im Vergleich

Laut jener Studie kann ein täglicher Milchkonsum je nach Menge das Brustkrebsrisiko um bis zu 80 Prozent erhöhen. Demnach steigert bereits eine Viertel Tasse Kuhmilch das Risiko um bis zu 30 Prozent, eine ganze Tasse um bis zu 50 Prozent und zwei bis drei Tassen täglich sogar um bis zu 80 Prozent. Jede Frau sollte demzufolge selbst überlegen, ob sie sich dieser potenziellen Gefahr aussetzen oder doch lieber auf Alternativen umsteigen möchte – denn eine in diesem Zuge durchgeführte Studie des selben Forschungsteams verglich den Konsum von Kuhmilch und Sojamilch. Zu Beginn der achtjährigen Studie waren die rund 53.000 Frauen alle gesund, im Studienverlauf erkrankten jedoch rund 1000 der Beteiligten an Brustkrebs. Ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Sojamilch und einem steigenden erhöhten Brustkrebsrisiko konnte nicht festgestellt werden. Im Vergleich zu jener Studie konnte eine an Veganerinnen durchgeführte Studie ein deutlich geringeres Risiko für Brustkrebs nachweisen. Die rund 96.000 Teilnehmerinnen konsumierten ebenfalls pflanzliche Milch in Form von Sojamilch. Hierbei wurden aber zusätzliche Faktoren wie Alkoholkonsum, Medikamente oder sportliche Aktivität berücksichtigt.

Hormone und Viren in der Milch als mögliche Ursachen

Laut Studienautor Fraser könnte der hohe Gehalt an Hormonen in der Kuhmilch zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko führen. Dabei handelt es sich um diverse tierische Hormone, welche unweigerlich in der Milch enthalten sind. Zudem sind rund 75 Prozent der Milchkühe trächtig und produzieren daher weitaus mehr weibliche Geschlechtshormone wie Östrogen und Progesteron, welche bei einem Menschen die Entstehung hormonresponsiver Krebsarten wie Brustkrebs fördern. Hinzu kommt ein hoher Anteil des sogenannten Wachstumshormons IGF-1, welches für Heil- und Regenerationsprozesse zuständig ist, jedoch auch das Krebsrisiko steigern kann. Denn eigentlich sollten die in der Kuhmilch enthaltenen Hormone das Wachstum eines kleinen Kalbes fördern. Eine geringere Proteinaufnahme sowie eine pflanzliche Ernährung hingegen haben einen niedrigeren IGF-1 Spiegel. Natürlich enthält Kuhmilch auch einige Vitamine und Nährstoffe, welche dem Menschen von Vorteil sind, jedoch kann man diese problemlos entweder durch eine ausgewogene pflanzliche Ernährung oder das Zuführen von Vitaminpräparaten, wenn gewünscht, ersetzen.

Präventive Maßnahmen

Den Studienergebnissen zufolge lohnt es sich hier in die Krebsprävention zu investieren. Dies funktioniert am besten, indem man folglich auf den Konsum von Kuhmilch und weiteren tierischen Produkten verzichtet und durch pflanzliche Alternativen ersetzt. Dies erweist sich mittlerweile als relativ einfaches Vorhaben, da die Lebensmittelindustrie heutzutage eine Bandbreite an Alternativprodukten bereithält. Diese reichen von Hafer- über Cashew-, bis hin zu Reis- oder Mandelmilch. Wer auch den tierischen Käse meiden möchte, kann hier zu vegetarischen oder sogar veganen Ersatzprodukten greifen. Natürlich kann man auch durch weitere Maßnahmen sein persönliches Krebsrisiko effektiv verringern. Dies erfolgt durch eine generell ausgewogene Ernährung, sowie die Reduktion von Stress, genügend Sport und einen guten Schlaf.

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2 Comments
  • renate.weber1199@gmail.com'
    Renate
    27.02.2021 18:11

    Wo finde ich denn die Studien?

    Antworten
    • wiesner@symptoma.com'
      Annemarie
      02.03.2021 09:16

      Liebe Renate, die Studien gibt es hier:

      https://academic.oup.com/ije/article-abstract/doi/10.1093/ije/dyaa007/5743492?redirectedFrom=fulltext

      https://www.sciencedaily.com/releases/2020/02/200225101323.htm

      https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20980638/

      Antworten
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