Glücksatlas 2014: im Norden wohnt das Glück


Die Deutschen sind auch in diesem Jahr mit ihrem Leben zufrieden. Das ergab der Gesundheitsatlas 2014 der Deutschen Post. Am glücklichsten sind die Menschen in den norddeutschen Bundesländern. Deutlich unglücklicher sind die Menschen hingegen in den neuen Bundesländern.

Jedes Jahr gibt es in Deutschland einen so genannten Glücksatlas. Auch in diesem Jahr haben Wissenschaftler ermittelt, in welchem Bundesland die glücklichsten Menschen leben. Auf den ersten drei Plätzen gab es keine Veränderung zum letzten Jahr. Doch grundsätzlich gilt, die Deutschen fühlen sich dank Familie, Geld und Job sehr wohl in ihrer Haut.

Ganz besonders glücklich scheinen aber die „Nordlichter“ zu sein. Bei dem glücklich sein sind den Deutschen drei Punkte besonders wichtig, wie die Wissenschaftler in ihrem Bericht erklären.

Norden ist top

Im Norden von Deutschland und Nordwesten lebt offensichtlich das Glück. Ein weiteres Mal erobern Schleswig- Holstein, Hamburg und das nördliche Niedersachen die ersten drei Plätze im Glücksatlas. Hier hat die Bevölkerung die höchsten Werte erreicht. Im Mittelfeld befindet sich der Süden und die Schlusslichter bilden die Bundesländer im Osten.

Den Glücksatlas hat in diesem Jahr, wie auch schon die drei Jahre zuvor die Deutsche Post vorgestellt. Die Daten werden dabei aus dem seit dem Jahr 1983 erhobenen Sozioökonomischen Panel (SOEP) gewonnen und durch eine repräsentative Forsa- Umfrage ergänzt und machen so langfristige Entwicklungen sichtbar.

Ostdeutsche deutlich unglücklicher

Die Autoren fassen das Ergebnis ihrer neuen Studie in fünf Worten zusammen: „Deutschland ist ein zufriedenes Land“. Im bundesweiten Durchschnitt erreicht Deutschland ein Glücksniveau von 7,0 Punkten. Dieser Wert hält sich schon seit dem Jahr 2010, als der erst Glücksatlas erschien.

Die Autoren sprechen sogar von einem Zufriedenheitsplateau, dass es auf diesem Niveau noch nie gab. Das lässt sich allerdings nicht nur durch den wirtschaftlichen Wohlstand erklären. Allerdings gibt es auch Schattenseiten: So ist 25 Jahre nach dem Mauerfall die Stimmung in den ostdeutschen Bundesländern um einen Drittelpunkt schlechter als im Westen.

Hannover fällt weit zurück

Die Spitzenposition erreicht wieder Schleswig- Holstein mit einem Wert von 7,30 Punkten. Den zweiten Platz sichert sich Hamburg mit 7,18 Glückspunkten und auf Platz drei liegt Niedersachsen mit 7,15 Punkten. Schlusslichter sind Mecklenburg- Vorpommern mit 6,67 Punkten vor Sachsen- Anhalt mit 6,64 Punkten und Brandenburg mit 6,60 Punkten.

Den größten Sprung nach vorne hat Nordrhein/Düsseldorf gemacht, so verbesserte sich die Region von Platz zehn auf Platz sechs. Auch Franken verbesserte sich von Rang 13 auf Rang 9. Den größten Rückschlag musste die Region Hannover hinnehmen, befand sich die Region im letzten Jahr noch auf Platz vier, ist die Region in diesem Jahr nur noch auf Platz 11 wiederzufinden.

30.000 Menschen befragt

Der SOEP wird vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt. Dazu werden Privathaushalte zu Themen wie Gesundheit, Finanzen und Lebenszufriedenheit befragt. Die entsprechenden Daten werden im Frühsommer vom Institut für Demoskopie Allensbach zur Verfügung gestellt.

Im Vergleich zu vor etwa zehn Jahren bewerten die Deutschen Haushaltseinkommen, Arbeit und Familienleben deutlich besser. Weniger Fortschritte sehen die Deutschen hingegen in Punkto Wohnung, Freizeit und Gesundheit. Jährlich werden etwa 30.000 Menschen in gut 11.000 Haushalten befragt.

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