Vegane Ernährung und seine Vorurteile


Die Anzahl der Veganer in Deutschland steigt immer weiter an. Doch halten sich in der Bevölkerung hartnäckig Vorurteile gegen diese Art der Ernährung. Doch stimmen diese Vorurteile? Wir sind diesen Fragen nachgegangen.

In Deutschland leben laut des Deutschen Vegetarierbunds etwa 800.000 Menschen vegan. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht hingegen davon aus, das 0,1 Prozent der Deutschen auf Fisch, Fleisch, Eier, Honig und Milch verzichten, was rund 80.000 Personen wären. Doch einen guten Ruf genießt diese Art der Ernährung nicht. Sie soll eigentlich ungesund sein.

So hält sich das Vorurteil das Veganer viel dünner sind. Dieses Vorurteil stimmt allerdings nur zum Teil. Viele Menschen die sich vegan ernähren, sind wirklich dünner, doch dies liegt in erster Linie daran, dass sie sich mehr mit ihrer Ernährung auseinander setzen und dadurch bewusster essen.

Lokale erst im Kommen

Auch wird immer wieder behauptet, das Veganer kraftlos sind. Das trifft aber nur während der ersten Umstellungszeit zu, wenn der Körper auf bewährtes verzichten muss. Dann fühlen sich Veganer müde und schlapp. Doch sobald sich diese Menschen an die Umstellung gewöhnt haben, normalisiert sich das wieder.

Doch wie schwierig ist es sich im Alltag vegan zu ernähren? Erste Praxistests haben gezeigt, dass Restaurantbesuche sich schwierig gestalten können. Vegane Lokale sind erst im Kommen, daher gibt es nur in Großstädten entsprechende Lokale.

Vegetarische Küche nicht ausreichend

Vegetarische Restaurants reichen Veganern leider nicht, da sich in vielen Speisen tierische Produkte wie Käse oder Ei befinden. In diesem Punkt sind Veganer bis heute auf das Entgegenkommen des Restaurantbesitzers angewiesen. Dieser Umstand wird allerdings nach und nach abnehmen, weil sich die Gastronomie langsam aber sicher auf den neuen Trend einstellt.

Zudem hört man immer wieder, dass die vegane Ernährung einseitig sein und Mangelerscheinungen hervorrufen soll. Experten geben allerdings Entwarnung: Vegane Lebensmittel können den täglichen Bedarf komplett abdecken, außer bei Vitamin B12. Dieses Vitamin muss durch Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Vegane Ernährung relativ einfach

So kann ein Veganer die Nährstoffe die in einem Liter Milch stecken durch 80 Gramm Mohn ersetzen. 300 Gramm Leberwurst liefern 12 Gramm Eisen, dieselbe Menge liefern aber auch 150 Gramm Linsen. 500 Gramm Forelle liefern dem Körper genauso viel Kalium wie 500 Gramm Kartoffeln und 700 Gramm Salami liefern genauso viel Magnesium wie 200 Gramm Erdnüsse. An diesen Beispielen erkennt man recht schnell, dass es doch relativ einfach ist sich vegan zu ernähren.

Veganismus ist eine aus dem Vegetarismus vorgegangene Einstellung, Lebens- und Ernährungsweise. Ein Veganer lehnt eine Nutzung von Tieren und tierischen Produkten ab.

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