Mit Frühsport und Wechselduschen gegen die Frühjahrsmüdigkeit


Mit der Zeitumstellung auf die Sommerzeit kommt bei den meisten Menschen auch die Frühjahrsmüdigkeit. Diese kann man mit einem Power- Nickerchen begegnen oder aber mit Wechselduschen, wie ein Schlafforscher in einem aktuellen Interview betont.

Mit dem Wechsel von Winter- zu Sommerzeit am kommenden Wochenende kommt bei vielen Deutschen auch die Frühjahrsmüdigkeit. Weil der Wecker ab Sonntag eine Stunde früher klingelt, wird das Aufstehen für viele Deutsche noch schwieriger

Wer also von Müdigkeit geplagt ist, sollte, wenn er es einrichten kann, einen kurzen Mittagsschlaf abhalten, am besten mit einem Schlüsselbund in der Hand. „Man nimmt ihn vorher in die Hand. Wenn er runterfällt, war es genügend Schlaf“, betont der Experte Hans-Günter Weeß vom Interdisziplinären Schlafzentrum am Pfalzklinikum in Klingenmünster (Bundesland Rheinland-Pfalz). Besonders erfrischend sind nämlich Nickerchen von fünf bis zehn Minuten, betont der Experte in einem Interview weiter.

Nickerchen mit Schlüsselbund

Das einzige Problem: Kein Mensch weiß, wie viel Zeit vergeht, bis man eingeschlafen ist. Ein Wecker hilft in diesem Fall nicht weiter – wohl aber der besagte Schlüsselbund. Wenn die Spannung in den Muskeln nachlassen, hat der Körper das Schlafstadium N2 erreicht und ist wieder erfrischt, so der Experte.

Vom Scheppern des dann losgelassenen Schlüssels wird man in der Regel dann ganz schnell wieder wach. „Wer länger schläft, kommt in den Traumschlaf rein. Der kann uns lust- und antriebslos machen“, betont Weeß in dem aktuellen Interview weiter. Der sogenannte „Powernap“ sei aus diesem Grund auch am Schreibtisch auf einem Bürostuhl möglich.

Frühsport und Wechselduschen

Wer noch andere Mittel gegen die Frühjahrsmüdigkeit sucht, sollte am Morgen sein Herz-Kreislauf-System auf Trapp bringen: „Da gehören der Frühsport wie Kniebeugen dazu, aber auch Wechselduschen oder eine Bürstenmassage“, erklärt der Mediziner weiter.

Wer optimal aus seinem Schlaf aufwachen will, kann sich zudem einen so genannten Lichtwecker anschaffen. „Der Wecker macht sonnenlichtähnliches Licht im Schlafzimmer. Darauf reagiert das menschliche Auge, die Produktion des Hormons Melatonin wird durch dieses Licht unterdrückt“, erklärt der Wissenschaftler weiter.

Nicht auf Hausmittel setzen

„Davon werden wir rascher wach und gewöhnen uns schneller an den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus“, so der Experte. Von anderen Hausmitteln gegen den Mini-Jetlag rät der Mediziner hingegen energisch ab.

„Keine Suchtgifte, kein Koffein in gesteigerter Form“, rät er. Das habe im ersten Moment eine stimulierende Wirkung. „Aber wenn die Dosis höher als üblich ausfällt, kommt danach ein Tief“, warnt er der Forscher zum Abschluss des Interviews.

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