Veggie-Essen – doch nicht so gesund wie viele glauben


Man könnte fast meinen, dass das Motto “Go Vegan“ heutzutage einen Trend widerspiegelt, dem sich immer mehr Menschen anschließen. Tagtäglich entscheiden sich immer mehr Menschen gegen Fleisch um ein gesünderes Leben zu führen. Doch wie gesund es wirklich ist auf manche Lebensmittel vollkommen zu verzichten und ob man dadurch tatsächlich gesünder lebt, ist die Frage.

 

Stiftung Warentest findet Schadstoffe in Fleischersatz

So gut wie jede Person die sich für das Veggie-Dasein entscheidet, hält Fleischersatzprodukte für gesund und konsumiert diese. Doch hier sollte man in Acht sein, denn nicht alle dieser Lebensmittel erfüllen auch den Anspruch.

Viele der Produkte die als Fleischersatz produziert und konsumiert werden, sind gesundheitlich keineswegs unbedenklich, zeigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Zu den etwa meist gekauften Fleischersatzprodukten gehören etwa vegetarische und vegane Schnitzel oder Frikadellen und diese müssen bei weitem nicht immer gesünder sein als richtige Fleischprodukte.

Stiftung Warentest hat diesbezüglich 20 Fleischersatzprodukte genau unter die Lupe genommen und überprüft. Was bei dem Ergebnis rauskam, erschütterte so einige.

In sechs Speisen wurde sogar eine sehr hohe Menge an Schadstoffen gefunden. Ein Produkt bekam wegen einer deutlich zu sehr überhöhten Konzentration an Mineralölen sogar die Note „mangelhaft“. Nur rund sechs Produkte wurden von der Stiftung Warentest als eine gute Alternative zum Fleischersatz gehalten, was eindeutig zu wenig ist.

 

Veggie-Produkte sind nicht unbedingt gesünder

Dem Bundesamt zufolge, stieg der Umsatz von Fleischersatzprodukten in Deutschland im Jahr 2015 um rund 30 Prozent auf 310 Millionen Euro an. Viele fragen sich hier, was eigentlich hinter diesen Produkten steckt, wie sie eigentlich schmecken und wie gesund sie als Alternative tatsächlich auch sind.

Bei einer Online-Befragung gaben rund 15 Prozent der Personen an, die fleischlosen Alternativen zu kaufen, um sich gesünder zu ernähren, aber oft gar nicht so richtig wissen was eigentlich dahinter steckt. Das Testergebnis zeigt, dass die Veggie-Produkte auf keinen Fall automatisch gesünder sind. Vor allem der hohe Gehalt von Mineralölbestandteilen war äußerst auffällig.

Holger Brackemann von der Stiftung Warentest sagte: „Diese Stoffe sind nicht akut toxisch, aber sie können sich langfristig im Körper anreichern und Organe beeinträchtigen“. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass viele der getesteten Produkte im Vergleich zu richtigen Fleischprodukten keineswegs weniger Fett und Kalorien enthielten. Nur sechs Lebensmittel wurden mit der Note „gut“ bewertet.

Ein Kommentar
  1. nicolas.heimburger@gmx.at'

    Nico

    2. Oktober 2016 at 14:18

    Ich muss leider anmerken, dass sowohl der Titel dieses Artikels sehr irreführend ist, als auch die Annahme, dass fast alle Personen, die sich vegetarisch ernähren, denken, dass Fleischersatzprodukte gesund sind, schlichtweg falsch ist.
    Ein passender Titel wäre „Fleischersatz – versteckte Inhaltsstoffe“. Durch die Wahl des Titels wird impliziert, dass vegetarische Ernährung generell ungesünder ist, als viele denken, was bei bestem Willen nicht stimmt.
    Weiters kenne ich kaum Vegetarier, die sich aufgrund der gesundheitlichen Vorzüge entschieden haben, Fleischlos zu leben, die denken, dass diese Ersatzprodukte gesund sein sollen. Ein Kurzer Blick auf die meisten Packungen verrät schon sehr viel.
    Natürlich steigt die Anfrage danach, was aber auf den derzeitigen Trend zurückzuführen ist, vegetarsich zu leben ohne zu wissen warum bzw. weil es angesagt ist.
    Doch wie bei allen anderen Produkten auch bestimmt die Nachfrage das Angebot. Sowohl bei fleischloser, als auch fleischreicher Ernährung, liegt es am Konsumenten, für welche Qualität er sich entscheidet.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.