Ungewollt schwanger durch Diäten – Diese Risiken bergen Abnehmpillen und Co.

Gewicht zu verlieren ist bei vielen Deutschen erneut der Top-Vorsatz für das neue Jahr. Diäten und angepriesene „Hilfsmittel“ sollten jedoch mit Vorsicht genossen werden, denn sie können mitunter gesundheitliche Nachteile und ungewollte Überraschungen mit sich bringen. So kann beispielsweise das Herz Schaden nehmen oder eine ungeplante Schwangerschaft leichter zustande kommen.

Bestenfalls nutzlos, schlimmstenfalls gefährlich

Häufig wird mit der Absicht in ein neues Jahr gestartet, einige Dinge im Leben zu verändern. Unter den beliebtesten Vorsätzen finden sich mehr weniger Alkohol zu trinken, mit dem Rauchen aufzuhören, sich mehr zu bewegen und gesünder zu essen. Vor allem die überflüssigen Kilos sollen durch die Umstellung des Lebensstils oftmals weichen. Nach den Weihnachtsfeiertagen und Silvester machen sich diese schließlich meist besonders bemerkbar. Abnehmwillige sollten jedoch nicht auf bestimmte Diäten und „Wundermittel“ hereinfallen, denn diese können nicht nur wirkungslos sein, sondern sogar gesundheitsschädlich.
Professor Stephen Powis, medizinischer Direktor der britischen Gesundheitsbehörde National Health Service (NHS), gab in einer Mitteilung an, dass ein Gewichtsverlust nach den Festtagen durchaus eine gute Idee sei, dies aber keinesfalls mit Crash-Diäten, Pillen, Detox-Tees und Appetitzüglern umgesetzt werden sollte. Diese bringen in den meisten Fällen nicht nur nichts, sondern können der Gesundheit schaden. Der Mediziner hatte in der Vergangenheit bereits diverse Social-Media-Plattformen dazu aufgefordert, gegen trügerische Werbung von sogenannten Influencern für entsprechende riskante Programme und Produkte vorzugehen. Diese können schädliche Nebenwirkungen haben, unter anderem Herzprobleme, Durchfall oder sogar ungewollte Schwangerschaften, da sie möglicherweise die orale Empfängnisverhütung stören.

Natürlich und langsam verspricht dauerhaften Erfolg

Powis zufolge hegt jeder vierte junge Mensch den Wunsch Gewicht zu verlieren. Die einfache Erreichbarkeit von vermeintlich hilfreichen Produkten trägt seiner Ansicht nach dazu bei, ein gestörtes Körperbild zu entwickeln. Ein gesundes Körpergewicht erreichen zu wollen ist stets ein positives Vorhaben, doch dies wird nicht mithilfe von Pillen und Tees glücken. Meist schaden solche „Hilfsmittel“ laut dem Mediziner mehr, als dass sie nützen. Stattdessen sollte das Übergewicht auf sicherem Wege und schrittweise abgebaut werden. Zwischen 0,5 und 1 Kilo pro Woche sind hierbei die Richtwerte.
 
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Die Kalorienbilanz zählt

Um abzunehmen, ist es essenziell mehr Kalorien zu verbrauchen, als man zu sich nimmt. Daher ist es für viele Menschen hilfreich ein bestimmtes festgelegtes tägliches Kalorienlimit einzuhalten. Bei Männern handelt es sich dabei meist um etwa 1.900 Kalorien pro Tag, bei Frauen um etwa 1.400 Kalorien pro Tag. Dies ist jedoch abhängig vom individuellen Aktivitätslevel und weiteren Faktoren. Meist entscheiden sich Abnehmwillige für ein tägliches Defizit von 600 Kalorien. Zu eng sollte man das Kalorienlimit jedoch nicht sehen und lieber flexibel bleiben: Hat man an einem Tag mehr gegessen, isst man eben an einem anderen wieder weniger.
Neben einer angepassten Energiezufuhr sollte außerdem darauf geachtet werden, sich ausreichend zu bewegen. Dies kann einen wichtigen Beitrag zum Gewichtsverlust leisten, denn es werden nicht nur mehr Kalorien verbrannt, sondern auch die Motivation und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert.

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