Senioren nehmen oft zu viele Vitaminpillen zu sich


Ungefähr 20 Prozent der Frauen und über 30 Prozent der Männer über 65 Jahren nehmen Nahrungsergänzungsmittel in zu hoher Dosierung zu sich. Das brachte eine aktuelle Studie des Helmholz- Zentrums in München kürzlich ans Tageslicht. Besonders Magnesium und Vitamin E nehmen die Senioren in zu hoher Dosierung zu sich.

Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig, besonders für die älteren Menschen unter uns, doch einige Senioren in Deutschland übertreiben es etwas, wie jetzt eine aktuelle Studie des Helmholz- Zentrums in München herausgefunden hat. So nehmen sie mehr Mineralstoff- und Vitaminpillen als ihnen gut tun. Doch vor allem Vitamin E und Magnesium sind zu hoch dosiert.

Der Studie zufolge nehmen 54 Prozent der Frauen und 34 Prozent der Männer über 64 Jahren ergänzende Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige Zusatzstoffe ein. Die Höchstdosis die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit festgelegt wurde, überschreiben die Senioren aber ziemlich oft, so Münchener Helmholz- Zentrum.

Pflegebedürftige mit Mangelerscheinungen

Etwa 20 Prozent der Frauen und 33 Prozent der Männer, die regelmäßig Magnesium zu sich nehmen, würden die Präparate deutlich zu hoch dosieren. Aber auch Vitamin E wird nur selten in der richtigen Dosis eingenommen.

Wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung erklärte, haben insbesondere Pflegebedürftige in vielen Fällen einen Mangel an Vitamin D, Kalzium, Folsäure und Ballaststoffen. Allerdings können Obst, Gemüse und Vollkornprodukte die Nahrungsversorgung schnell verbessern. Zudem steckt Vitamin E auch in hochwertigen Ölen, nur bei Vitamin D können Nahrungsergänzungsprodukte notwendig sein.

1100 Menschen befragt

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei Männern über 65 Jahren eine tägliche Ausnahme von Magnesium von nicht mehr als 350 Milligramm, bei Frauen in dem Alter höchstens 300 Milligramm pro Tag.

Für die aktuelle Studie wurden mindestens 1100 Menschen in der süddeutschen Region Augsburg befragt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden zum ersten Mal in dem Fachjournal „The Journal of Nutrition, Helath and Aging“.

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